Der Darwinismus, eine Leh-re, die mehr Fragen aufwirft, als sie erklärt. Und doch hält man bis heute an ihr fest und bestätigt ihr ein hohes Maß an Wissenschaftlichkeit. Zweifellos ist es das Verdienst Dar-wins und seiner Vorgänger, aufgezeigt zu haben, dass sich Lebensformen verändern ebenso Berge, Kontinente und der Kosmos. Ganz neu war diese Erkenntnis freilich nicht; schon die Griechen wussten, dass alles fließt (Heraklit) und sich wandelt. Problematisch aber wird es für die Darwinsche Lehre, wenn sie den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. In der Wissenschaft muss man etwas messen oder bestimmen können; bei Darwin bietet sich hierfür der Begriff der »Fitness« als Maß für die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Individuums. Schon früh wurde bemerkt, dass die Fitness-Definition tautologisch ist, also leer. Denn: (A) Wer fit ist, überlebt. (B) Wer überlebt, ist fit. Mithin gilt: A = B und B = A. So etwas heißt Zirkeldefinition. Selbst dann, wenn dieses »fit« kon-kret definiert wird (passend, geeignet, stark, tüchtig, schlau),kommen wir nicht weiter.