Formel 1 Saison 2011

Ziehe mir grad paar Videos von Senna rein und stoße da echt auf ein interessantes Interview. Vor allem beim jungen Go-Kart Fahrer, der Senna nach Tipps fragt musste ich doch schmunzeln.

[video=youtube;EGcO6lXb2Zo]http://www.youtube.com/watch?v=EGcO6lXb2Zo&feature=bf_next&list=PL615DB3215A6E2D02&index=6[/video]

Aber meine Fresse, was der für ein Typ war...Vielleicht wird es mal jemanden geben, der so schnell ist wie er, aber es wird sicherlich nie wieder einen Fahrer mit so einer Persönlichkeit geben
 
Ziehe mir grad paar Videos von Senna rein und stoße da echt auf ein interessantes Interview. Vor allem beim jungen Go-Kart Fahrer, der Senna nach Tipps fragt musste ich doch schmunzeln.

[video=youtube;EGcO6lXb2Zo]http://www.youtube.com/watch?v=EGcO6lXb2Zo&feature=bf_next&list=PL615DB3215A6E2D02&index=6[/video]

Aber meine Fresse, was der für ein Typ war...Vielleicht wird es mal jemanden geben, der so schnell ist wie er, aber es wird sicherlich nie wieder einen Fahrer mit so einer Persönlichkeit geben

Ich liebe Videos bei denen ich nicht die Untertitel lesen muss. :v:


Wobei ich dieses Video und Teil zwei besser finde:

http://www.youtube.com/watch?v=F_rJH9XVIQA
 
Ich liebe Videos bei denen ich nicht die Untertitel lesen muss. :v:


Wobei ich dieses Video und Teil zwei besser finde:

http://www.youtube.com/watch?v=F_rJH9XVIQA

Joa: Das Top Gear Tribute ist wirklich gut. Die haben einfach alles auf den Punkt gebracht.
Als Hamilton dann den McLaren gefahren ist hätte ich mir aber echt die Haare ausraufen können. Nicht wegen Hamilton. Wenn es doch einer verdient hat, dann der letzte McLaren Weltmeister.
Ich fand es erschreckend, wie schwer die Wagen anscheinend im Vergleich zu den Heutigen zu fahren sind.
Hamilton konnte sich nicht einmal vorstellen, wie es ist mit diesem Wagen im Grenzbereich zu fahren.
Die Heutige Formel 1 ist viel zu lasch. Vor allem wenn man sich die Videos von damals reinzieht. Da hat ja der Fahrer einen Unterschied von 2s pro Runde ausmachen können. Und heute, heute geht es darum welches Team die Regeln besser umgehen kann und wer welche Reifen gerade fährt.
Früher hatten wir Leistungsmonster mit mieser Aerodynamik. Heute haben wir Aerodynamikmonster mit miesen Motoren.
Und meine Fresse wie scheiße sie sich anhören. Ich vermisse sogar die alten V10 ohne Ende.
[video=youtube;0BC3pJKrVx8]http://www.youtube.com/watch?v=0BC3pJKrVx8&feature=related[/video]


Ich habe nach den Ganzen alten Videos den Stand der Formel 1 noch nie so ernst gesehen.
 
Die fahren ja sogar mit Traktionskontrolle...
Seit 2008 wird ja ohne TK gefahren, trotzdem sind die Wagen scheinbar leichter zu fahren als die V10 Dinger mit TK von früher.
 
Die fahren ja sogar mit Traktionskontrolle...
Seit 2008 wird ja ohne TK gefahren, trotzdem sind die Wagen scheinbar leichter zu fahren als die V10 Dinger mit TK von früher.
So schauts aus. 200PS weniger und Slicks machen es möglich. Heute hätte doch ein Traktionskontrolle nichts mehr zu tun.

IMO gings ab 2005 wirklich den Berg ab mit der Formel 1. Gekrönt von 2009. Ich mein, ist ja kein Wunder, wenn die Autos immer mehr Grip haben und sie dann 200PS aus den Motoren rausnehmen. Dann noch mit den superschweren Startgewicht. Das hat mit Formel 1 nichts zu tun. Alleine, dass die GP2 ja fast schon aufgeschlossen hat.
Und obendrein kommen die 30m breiten Strecken, mit "anspruchsvollen" Passagen, die unsere alten Mutkurven ausgleichen sollen, die nach den ganzen Änderungen ja zu Geraden mutiert sind.

Mir ist es echt nicht aufgefallen wie sehr ich das alles vermisse, nachdem ich es mal wieder gesehen habe.

Und wenn ich mir die Richtung der Formel 1 ansehe... 1.6l 4 Zyliner... Künstlicher Regen....jedes Jahr eine neue seelenlose Strecke. Und kein Schwein beschwert sich irgendwie ernsthaft.
 
So schauts aus. 200PS weniger und Slicks machen es möglich. Heute hätte doch ein Traktionskontrolle nichts mehr zu tun.

IMO gings ab 2005 wirklich den Berg ab mit der Formel 1. Gekrönt von 2009. Ich mein, ist ja kein Wunder, wenn die Autos immer mehr Grip haben und sie dann 200PS aus den Motoren rausnehmen. Dann noch mit den superschweren Startgewicht. Das hat mit Formel 1 nichts zu tun. Alleine, dass die GP2 ja fast schon aufgeschlossen hat.
Und obendrein kommen die 30m breiten Strecken, mit "anspruchsvollen" Passagen, die unsere alten Mutkurven ausgleichen sollen, die nach den ganzen Änderungen ja zu Geraden mutiert sind.

Mir ist es echt nicht aufgefallen wie sehr ich das alles vermisse, nachdem ich es mal wieder gesehen habe.

Und wenn ich mir die Richtung der Formel 1 ansehe... 1.6l 4 Zyliner... Künstlicher Regen....jedes Jahr eine neue seelenlose Strecke. Und kein Schwein beschwert sich irgendwie ernsthaft.


Naja, zu den 1,6L V4, vergiss nicht wie es war als man das letzte mal Turbo Motoren hatte.
 
Naja, zu den 1,6L V4, vergiss nicht wie es war als man das letzte mal Turbo Motoren hatte.

Joa, da gabs kaum Regulierungen im Vergleich zu heute. Ich bin da eher skeptisch.

@aganim
Natürlich gab es die auch früher. Da hatte die Autos aber keine 700PS (Bis auf 94-97) und wesentlich schlechtere Aerodynamik, sowie wesentlich schlechteren mechanischen Grip.
Außerdem ging es doch um die Unterschiede 2005 und heute oder nicht?
 
Stimmt schon - Die F1 war mal die Speerspitze was die Ingenieurskunst anging... Heute ist die Aerodynamik das entscheidende - und auch da haben die teams einen sehr geringen Spielraum. Diese Saison finde ich aber immernoch etwas besser als letzte- da war das Rennen nach dem Start schon quasi entschieden...
 
Stimmt schon - Die F1 war mal die Speerspitze was die Ingenieurskunst anging... Heute ist die Aerodynamik das entscheidende - und auch da haben die teams einen sehr geringen Spielraum. Diese Saison finde ich aber immernoch etwas besser als letzte- da war das Rennen nach dem Start schon quasi entschieden...

Also bis auf die eingefrorene Motorenentwicklung ist die Formel 1 gerade heutzutage die Speerspitze der Ingenieurskunst. Im Lauf der Zeit wird das Korsett der Regeln immer enger, umso überraschender fand ich die Vielzahl an Auspuff- und Aerodynamiklösungen diese Saison. Auch unter der Haube ist die Anordnung der Kühler und Kers deutlich unterschiedlich. Es wird durch die in den letzten Jahren massiv verbesserte CFD in Kombination mit supermodernen Windkanälen für die Ingenieure immer "leichter", sich an das Optimum für den Rennsport ranzutasten. Der Fahrer kann zwar inzwischen keine 2 Sekunden mehr ausmachen, weil er das Auto im optimalen Funktionsfenster halten muss, aber auch da find ich sieht man immer noch Qualitätsunterschiede, z.B. Vettel im Qualifying, Hamilton mit seinen Überholmanövern, Schumi mit seiner Startrunde. Die Kunst, das Auto in seinem Funktionsfenster zu halten, verschiebt imo das Gleichgewicht in Richtung der Fahrer mit dem runderen Fahrstil, bzw. die mit einem sehr anpassungsfähigen Fahrstil.
Schade ist, dass die (da eingefroren) Motorenentwicklung als wichtiger Faktor von früher weggefallen ist.

Ich glaube auch, dass durch die größere Professionalisierung (ähnlich wie im Fussball) das Fahrerfeld in seiner Qualität gerade heute näher beisammen ist. Wo früher noch ziemliche "Honks" mitfahren durften, könnte ich heute keinen Fahrer nennen (die Hinterbänkler mal ausgenommen, die entziehen sich durch die Langsamkeit ihrer Fahrzeuge eines Vergleichs), der wirklich absolut ne lahme Ente ist, wie früher z.B. Danner, der dicke Mansell, die Tyrell-Legende Ukyo Katayama, Pedro Diniz, Mika Salo, Andrea de Cesaris usw... Die Jugendausbildung im Rennsport trägt ähnlich wie im Fussball schon in der sprichwörtlichen "Kreisklasse" deutliche Früchte.
Die einzig wirklich langsamen Fahrer im heutigen Feld sind für mich die HRT-Fahrer, und selbst die sind inzwischen flott genug für die Virgins.
 
In Gewissen Punkten trauere ich schon den "guten Alten Zeiten" hinterher. Ich denke aber auch das es in der heutigen Zeit mit den gegebenen Möglichkeiten nicht mehr wirklich funktionieren würde wenn man nicht ständig am Reglementieren ist. Aber gerade bei den ganzen Grenzen und Restriktionen ist meine Meinung nach um so mehr Ingenieurskunst gefragt.

Trotzdem währe es mir lieber es gäbe noch die 10 Zylinder und es würde z.B. auch nicht jedes kleine Manöver sofort bestraft. Im großen und ganzen kann ich Danthosch aber bei seinen Ausführungen zu der Technik voll und ganz zustimmen.

Was die Fahrer angeht halte ich es für Illusorisch wenn die Leute meinen die heutigen Fahrer hätten in den Achtzigern nichts gerissen. Ich meine jetzt noch nicht mal die immer wieder im Zentrum von Diskussionen stehenden Hamilton oder Vettel sondern das Gesamt Feld. Der Sport (Nicht die F1 sondern Sport ans sich) hat sich in allen allen Bereichen immer weiter entwickelt es sind immer bessere Trainings Methoden usw. entwickelt worden und in Sportarten in denen es Weltrekorde zu Knacken gibt werden diese auch immer wieder aufs neue verbessert.

Im Fußball z.B. würde ein Beckenbauer dem man aus den Siebzigern in die heutige Bundesliga holt mal absolut gar nichts Reißen. Selbst in der dritten Liga währe das Spiel für ihn höchstwahrscheinlich immer noch viel zu schnell und er hätte keine Chance. Wenn er allerdings vor 20 Jahren noch mal mit dem gleichen Talent geboren worden währe und mit der gleichen Vorbereitung wie die anderen Spieler heute in die Bundesliga gekommen bin ich mir sicher das er auch heute einer der Herausragenden Spieler währe.

Genau so währe ein in die heutige Zeit Portiertet Prost am Anfang sehr wahrscheinlich nicht Konkurrenzfähig und ein Heidfeld der morgen aufwacht und in der F1 der Achtziger ist auch erst mal Hoffnungslos unterlegen. Mit etwas Übung bzw. wenn sie beide direkt in der Zeit aufgewachsen währen denke ich aber das sie beide ziemlich genau in dem Leistungsbereich wiederfinden zu währen in dem sie auch in Ihrer Zeit waren bzw. sind.

Die guten von heute währen auch in den Achtzigern um die Korone gefahren und die guten von damals würden auch heute mit um den Titel kämpfen!
 
Die guten von heute währen auch in den Achtzigern um die Korone gefahren und die guten von damals würden auch heute mit um den Titel kämpfen!

Das mag alles stimmen. Trotzdem wurde der Fahrer damals wesentlich mehr gefordert und es ist da nicht die Rede von vor 30 oder 40 Jahren, sondern vor 10-15. In den letzten 15 Jahren ist der Fahrer immer weiter in den Hintergrund gerückt.

Das die Fahrer eher beieinander liegen liegt mMn eindeutig an den leichter zu fahrenden Autos. Natürlich spielt da die Professionalisierung eine Rolle, aber auch früher lagen zwischen guten und sehr guten Fahrern oft eine Sekunde.
Und in den letzten Jahren gab es auch genügend Paydriver, die nicht unbedingt in die Formel 1 gehörten.
Früher mit dem 30+ Fahrerfeld war das aber insgesamt schon eine andere Situation.
 
@One Winged Angel

In gewisser Weise hast du ja Recht, mit den PS-Monstern mit mieser Aerodynamik im Vergleich zu heute. Trotzdem sind die Rundenzeiten heute mit nichten langsamer als damals. Ein Formel 1 Wagen zu fahren ist auch heute noch enorm anspruchsvoll, wie man in dem Video hier sehen kann.

[video=youtube;EGUZJVY-sHo]http://www.youtube.com/watch?v=EGUZJVY-sHo[/video]

Sicher waren die Monster von Einst noch wesentlich derber und schwerer zu Beherrschen. Aber die Entwicklung war mehr oder minder unausweichlich. Die FIA musste das Reglement immer enger schnallen, sonst hätten wir heute 4000 PS Boliden mit Mörder-Aerodynamik und in jedem zweiten Rennen einen Toten. Wenn man bedenkt wie oft seiner Zeit Fahrer in der Formel 1 ums leben gekommen sind, dann ist es einfach der richtige Weg gewesen. Da können wir noch so sehr der alten Tage hinterher Weinen, vorbei ist vorbei.

@danthosch

Das würde ich auch so unterschreiben. Die Qualitätsdichte der Fahrer ist heute sicher wesentlich enger als seiner Zeit, da gebe ich dir vollkommen Recht. Trotdem glaube ich das die großen Fahrer von damals heute auch starke Fahrer wären und umgekehrt. Man stelle sich mal vor, man könnte in der Zeit zurück Reisen, einen Senna oder Lauda in seinen besten Tagen abholen und in einen heutigen McLaren, oder Redbull setzen. Man, würde mich interessieren was dabei raus kommt.

Zum Thema Senna wollte ich noch mal was los werden. Ich bin auch der Meinung das er ein sehr guter Fahrer war. Aber teilweise finde ich, dass er auch wegen seinem sehr tragischem Tot etwas übertrieben als Held gefeiert wird. Senna hatte 161 Rennstarts und 41 Siege. Schumacher und Prost haben z.Bsp. prozentual mehr Rennen gewonnen als Senna. Bei allen dreien kommt hinzu das sie eigentlich die meiste Zeit ihrer Karriere das beste Material unter dem Po hatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@One Winged Angel

In gewisser Weise hast du ja Recht, mit den PS-Monstern mit mieser Aerodynamik im Vergleich zu heute. Trotzdem sind die Rundenzeiten heute mit nichten langsamer als damals. Ein Formel 1 Wagen zu fahren ist auch heute noch enorm anspruchsvoll, wie man in dem Video hier sehen kann.
Das ist aber kein Formel 1 Wagen von Heute, sondern einer aus der Zeit, wo das "immer-leichter-zu-fahren" noch natürlich voranschritt. Ich schrieb ja, dass es 2005 den Bach runter ging.

Sicher waren die Monster von Einst noch wesentlich derber und schwerer zu Beherrschen. Aber die Entwicklung war mehr oder minder unausweichlich.

Die FIA musste das Reglement immer enger schnallen, sonst hätten wir heute 4000 PS Boliden mit Mörder-Aerodynamik und in jedem zweiten Rennen einen Toten.
Dass das hier, sorry, ziemlicher Unsinn ist, sieht man am besten an der Motorenregel. Mit den V8 hätte man keine 850PS erreicht, trotzdem wurden sie auf 750 eingefroren. Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch schon regulierte V10 gab, bevor man die V8 einführte, um sie auch zu regulieren. Das Resultat sind gleichschnelle Autos, verpulverte Millionen und ein beschissener Motorsound. Und jetzt erklär mir, was das mit Sicherheit zu tun hat?
Und in der Zeit mit den schnellsten Formel 1 Wagen gab es die geringsten, nämlich genau null Tote.
Und Kubicas Unfall hat doch erst gezeigt, dass die reine Geschwindigkeit völlig nebensächlich ist. Vor allem im Vergleich zu seinem Horrorchrash in Montreal, nachdem er ja unverletzt blieb. Die Streckenbegrenzungen und Sicherheitsbestimmungen in den Autos sind da wesentlich wichtiger und da sind die Autos schon ab 00 wesentlich sicherer geworden.

Wenn man bedenkt wie oft seiner Zeit Fahrer in der Formel 1 ums leben gekommen sind, dann ist es einfach der richtige Weg gewesen. Da können wir noch so sehr der alten Tage hinterher Weinen, vorbei ist vorbei.
Wir reden hier aber nicht von den 70ern oder 80ern, sondern von den Jahren 95-05. Und dennoch untermauert das meine Aussage, denn damals waren die Autos wesentlich langsamer (trotz der höheren Leistung), aber es ist die moderne/schnellste Formel 1 in der es keine Tote gab.


Zum Thema Senna wollte ich noch mal was los werden. Ich bin auch der Meinung das er ein sehr guter Fahrer war. Aber teilweise finde ich, dass er auch wegen seinem sehr tragischem Tot etwas übertrieben als Held gefeiert wird. Senna hatte 161 Rennstarts und 41 Siege. Schumacher und Prost haben z.Bsp. prozentual mehr Rennen gewonnen als Senna. Bei allen dreien kommt hinzu das sie eigentlich die meiste Zeit ihrer Karriere das beste Material unter dem Po hatten.
??
??
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Senna ist sicherlich, sicherlich nicht überwiegend im schnellsten Auto gefahren und ein Vergleich zu Schumacher, der ja praktisch 3 Geschenkte WM Titel hatte ist auch... na ja.
Und wenn Senna mal im schnellsten Auto saß, hatte er auch sauschnelle Teamkollegen und obendrein ist er vielleicht der Top-Formel 1 Fahrer, der am meisten Pech hatte. Ist er nämlich mal durch gekommen, stand er immer vor Prost. Zumindest hätte die WM 89 anders ausgesehen, wenn er nich so viele Ausfälle hätte. 1994 ist Senna zum ersten mal in seiner Karriere als einziger Spitzenpilot im schnellsten Team gewesen. Also das, was Schumacher 6 Jahre in Folge hatte.

Und sein Mythos rührt sicherlich nicht von seinem Tot. Zieh dir das Tribute von Top Gear mal rein.
Alleine seine Leistungen in Monaco, der schwersten Strecke in der Formel 1, wo er einen Prost 1,5s abnahm und die Fahrer extra in der Box blieben, um seine Runde nicht zu zerstören, ist etwas, was es noch nie in der Formel 1 gab.
 
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Bzgl. Motoren... In dem Zuge find ich die Begrenzung auf 18000 u/min und vor allem die längere Haltbarkeit sehr sinnvoll. Ob man das jetzt einfrieren muss, sei dahingestellt, ich fände Verbesserungen über den Winter schon sinnvoll.
Der treibende Kostenfaktor ist bei den Motoren nunmal die Standfestigkeit. Wo früher ein Motor vll 400km halten musste, sinds jetzt schon 3 Rennen plus Qualifying und Trainings und ein paar Sicherheiten dazugerechnet.
Das da die Leistung schrumpfen muss, ist doch klar. Bei 20000 u/min kommt keine herkömmliche Ventilfeder mehr hinterher, da muss es dann ein pneumatisches System sein, das entsprechend auch noch ne Druckversorgung hat, da Luft aus jedem Loch leckt.
Dazu kommt die absurd hohe Anforderung an die Kolben, die bei der Drehzahl bei einem Hub von etwa 4cm 27m/s zurücklegen. Und das jedesmal mit einer Beschleunigung von 0 an den Totpunkten und maximal dazwischen... Das sind kranke Belastungen absolut an der Grenze des Machbaren, die Kolben bestehen um die Masse klein zu halten auch fast nur aus einer Scheibe...
Da der Sprit auf 102 Oktan begrenzt ist, lässt sich auch eine höhere Verdichtung nicht machen. Leistung kommt also über Drehzahl, (Turbos sind ja verboten).
Ich glaub, gerade hinsichtlich der Fahrbarkeit sind bei den heutigen Motoren Unterschiede feststellbar, die Charakteristik im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich ist entscheidend. Die absolute Leistung ist durch Drehzahllimit, Bohrungslimit und Sprit in einem gewissen Rahmen vorgegeben.

Das Ziel von Regeln sind heutzutage natürlich etwa gleich schnelle Autos. Die Zeiten von Leistungsexplosionen und viel Spielraum sind seit der Turboära vorbei. Man will (Technik-)Wettbewerb, aber dann auch in einem Rahmen, der noch spannenden Sport zulässt. Die Hersteller wollen sich präsentieren, und fahren einen hohen finanziellen Aufwand um das zu erreichen.
Früher war das Ganze etwas teambasierter, Teams mussten einen Motor kaufen, die Aerodynamik war mehr Vermutung als Wissen (ohne CFD) bis in die 90er... Mehr noch als die Fahrer wurde die Technik professionalisiert, da kommt es mehr denn je auf Details an.

Times are a-changing, sang schon Bob Dylan, und so wie Fussball die Schuhe und Bälle sich entwickelt haben und sogar der Rasen professionalisiert wurde, so wurde die Formel1-Autoentwicklung auch professionalisiert und technisiert.
Mir machts trotzdem Spaß zu gucken, ich kann mir gut vorstellen, wie viel Arbeit und Herzblut auch mit den neuen technischen Mitteln in die Autos fließen, auch wenn das Reißbrett vll etwas an Bedeutung verloren hat. Der Wettbewerb in der Welt, und wohl auch im Sport hat seit 2 Jahrzehnten eklatant zugenommen.

PS: Mein 500. Post, gab wohl schonmal schlechtere^^
 
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Schöner Beitrag!
Die längere Haltbarkeit für die Motoren, war meiner Meinung nach eine der wenigen sehr sinnvollen Neuerungen.
Das konnte einfach nicht angehen, dass die Teams früher extra Motoren für die Qualifikation hatten.

Ich hätte z.B. die V10 behalten und dafür die Haltbarkeit höher geschraubt und/oder ein Kostenlimit für Motoren eingeführt, an Stelle dieses V8 Disasters.
 
Bzgl. Motoren... In dem Zuge find ich die Begrenzung auf 18000 u/min und vor allem die längere Haltbarkeit sehr sinnvoll. Ob man das jetzt einfrieren muss, sei dahingestellt, ich fände Verbesserungen über den Winter schon sinnvoll.
Der treibende Kostenfaktor ist bei den Motoren nunmal die Standfestigkeit. Wo früher ein Motor vll 400km halten musste, sinds jetzt schon 3 Rennen plus Qualifying und Trainings und ein paar Sicherheiten dazugerechnet.
Das da die Leistung schrumpfen muss, ist doch klar. Bei 20000 u/min kommt keine herkömmliche Ventilfeder mehr hinterher, da muss es dann ein pneumatisches System sein, das entsprechend auch noch ne Druckversorgung hat, da Luft aus jedem Loch leckt.
Dazu kommt die absurd hohe Anforderung an die Kolben, die bei der Drehzahl bei einem Hub von etwa 4cm 27m/s zurücklegen. Und das jedesmal mit einer Beschleunigung von 0 an den Totpunkten und maximal dazwischen... Das sind kranke Belastungen absolut an der Grenze des Machbaren, die Kolben bestehen um die Masse klein zu halten auch fast nur aus einer Scheibe...
Da der Sprit auf 102 Oktan begrenzt ist, lässt sich auch eine höhere Verdichtung nicht machen. Leistung kommt also über Drehzahl, (Turbos sind ja verboten).
Ich glaub, gerade hinsichtlich der Fahrbarkeit sind bei den heutigen Motoren Unterschiede feststellbar, die Charakteristik im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich ist entscheidend. Die absolute Leistung ist durch Drehzahllimit, Bohrungslimit und Sprit in einem gewissen Rahmen vorgegeben.

Das Ziel von Regeln sind heutzutage natürlich etwa gleich schnelle Autos. Die Zeiten von Leistungsexplosionen und viel Spielraum sind seit der Turboära vorbei. Man will (Technik-)Wettbewerb, aber dann auch in einem Rahmen, der noch spannenden Sport zulässt. Die Hersteller wollen sich präsentieren, und fahren einen hohen finanziellen Aufwand um das zu erreichen.
Früher war das Ganze etwas teambasierter, Teams mussten einen Motor kaufen, die Aerodynamik war mehr Vermutung als Wissen (ohne CFD) bis in die 90er... Mehr noch als die Fahrer wurde die Technik professionalisiert, da kommt es mehr denn je auf Details an.

Times are a-changing, sang schon Bob Dylan, und so wie Fussball die Schuhe und Bälle sich entwickelt haben und sogar der Rasen professionalisiert wurde, so wurde die Formel1-Autoentwicklung auch professionalisiert und technisiert.
Mir machts trotzdem Spaß zu gucken, ich kann mir gut vorstellen, wie viel Arbeit und Herzblut auch mit den neuen technischen Mitteln in die Autos fließen, auch wenn das Reißbrett vll etwas an Bedeutung verloren hat. Der Wettbewerb in der Welt, und wohl auch im Sport hat seit 2 Jahrzehnten eklatant zugenommen.

PS: Mein 500. Post, gab wohl schonmal schlechtere^^

Ach wie schön das ihr mir hier die Arbeit abnehmt und genau meine Meinung, und in dem Fall da muss ich Ehrlich sein auch besser und Detaillierter als ich es gekonnt hätte, hier Postet. So kann ich mir dann viel schreiben Sparen und einfach nur sagen das Danthosch meine Meinung zu einem ganz großen Teil wiederspiegelt.

Klar mir währen auch immer noch 10 Zylinder lieber und ich würde es auch begrüßen wenn man noch weniger auf Aerodynamik setzten würde um das Überholen zu erleichtern, aber da muss man auch zugeben das gerade auf dem Gebiet immer mehr eingeschränkt wird wenn man sich mal die Autos von 2008 und heute anschaut. Insgesamt sehe ich aber die F1 weiterhin als Spitze der Ingenieurskusnt. Und wenn man mal schaut was ein Nick Wirth mit seinem nur CFD Ansatz in der LMS erreicht hat und wie Jämmerlich der die Versuche jetzt im vergleich zur Konkurrenz in der F1 sind dann spricht das für mich auch Bände über das hohe Technische Niveau auf dem sich der Wettbewerb in der F1 bewegt.

Was Borni mit 4000 PS Motoren meinte war wohl eher wenn man seit Mitte der Achtziger nichts mehr am Reglement geändert hätte. es möchte ja wohl hier niemand abstreiten das es einfach nicht möglich währe mit den heutigen Möglichkeiten und dem Regeln von vor 25 Jahren zu fahren.

Bei Senna muss bzw. möchte ich aber OWA. komplett zustimmen, das einzige was man ihm vorwerfen kann ist das er in Rennen genau wie Hamilton mit seiner Aggressiven Art in den Rennen ab und zu mal Punkte weggeschmissen hat die ein Prost oder Alonso mit Sicherheit mit genommen hätte. Er hat im Verhältnis zu der Anzahl seiner Rennen und anderen guten Fahrern bei weitem nicht so oft in dem besten Wagen gesessen. Und seine Pole Quote ist gerade vor dem Hintergrund auch der Wahnsinn. Klar man kann auch Argumentieren das er immer sehr oft gute Teamkollegen hatte, aber wenn man wie ich auch behauptet das er der beste aller Zeiten ist dann sollte das auch nicht zu seinen Gunsten überbewertet werden.

Im Übrigen gebe ich Borni aber auch recht das sein Unfall Tod seine Legende natürlich noch verstärkt hat!
 
Gut, dass die Formel 1 gezügelt werden musste ist ja klar, aber das ist keine Erfindung der modernen Formel 1.
Schärfere Regulierungen gab es schon immer. Das Problem ist doch eher das Warum.
Und die Regulierungen gehen immer mehr in Richtung Einheitsauto, wobei mich auch das nicht sonderlich stört.

Mich stört einfach dieser massiv unausgeglichene(!), beschleunigte Rückschritt, weswegen ich vor 2005 auch von einer "natürlichen Regulierung" spreche.
Man nimmt den Autos massiv Speed raus, lässt das Fahren zusätzlich noch immer einfacher werden und ich denke, dass das gewollt ist.
Die Show-Formel1 braucht nämlich keine Fahrer, die 1s schneller sind als ihre Teamkollegen. Sie braucht gleichschnelle Autos, die superleicht zu fahren sind (damit auch die Fahrer gleichschnell sind) und möglichst viele unvorhersehbare Ereignisse, die am besten regelmäßig mal das ganze Feld durcheinender würfeln.
Hat zwar mit Motorsport nichts mehr zu tun, schaut aber lustig aus.

Eine Aussage von Schumacher untermauert das ganze recht deutlich. Er wurde nach seiner Rückkehr gefragt, was sich denn so getan hat in den letzten 3 Jahren und das erst was er sagte war, dass die Auto deutlich leichter zu fahren sind. Und wir reden hier vom Jahr 2006 zu 2010.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und jetzt erklär mir, was das mit Sicherheit zu tun hat?

Ich beziehe mich auf das Regularium allgemein. Sorry wenn du das nicht verstehst. Aber wenn das Regelwerk von 1970 Heute noch gelten würde währen die Fahrzeuge heute totale Tötungsmaschienen. Die Entwicklung geht nur mal voran und das Regelwerk versucht dem Entgegen zu wirken, unter anderem damit es eine Form von Sicherheit gibt. Das war von mir völlig allgemein bezogen und nicht auf Spezifische Regelungen von 2005 bis heute.

Edit:
Vor allem kommt man sich immer vor als wenn man an den Pranger gestellt wird wenn man auch nur ansatzweise versucht die Leistung von Senna zu relativieren. Ist ja nicht so das ich gesagt habe, das er ein schlechter Fahrer war. Ich will mir gar nicht anmaßen über sowas überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Und kann man mir erzählen was man will, aber von 1988 bis zu seinem Tot war er bei McLaren und Williams und das waren zu seiner Zeit bestimmt keine 3. klassigen Teams.

Es kann ja jeder sehen wie er will, aber für mich gibt es keinen eindeutigen besten Fahrer aller Zeiten. Es sind einfach zu viele Faktoren, zu viele Charaktere, zu viele Fahrstile auf zu vielen verschieden Materialien unterwegs gewesen um hier ein allumfassenden Sieger zu Kühren. Außerdem hat jeder Fahrer, wenn man so will einen Karriere bogen, einen Zenit nach dem es Berg ab geht und er seine Bestleistungen einstiger Tage nicht mehr abrufen kann. Schumacher hat die hinter sich, Vettel und Hamilton haben sie vermutlich noch vor sich. Wo und Wann will man sie vergleichen? Nur weil ein Fahrer eine Sekunde schneller war als sein Teamkollege? Ist keine Seltenheit, Schumacher war oft 2 Sekunden schneller als sein Teamkollege. Vettel ist auch nicht selten in der Qualifikation eine Sekunde schneller als Webber. Oder als Alonso bei McLaren war, dort war Hamilton auch schneller als er. Und trotzdem würde ich mich nie darauf festlegen der er der bessere der beiden ist. Er war es 2007, aber es konnte sicher eine Konstellation geben wo es anders herum wäre.
 
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Eine Aussage von Schumacher untermauert das ganze recht deutlich. Er wurde nach seiner Rückkehr gefragt, was sich denn so getan hat in den letzten 3 Jahren und das erst was er sagte war, dass die Auto deutlich leichter zu fahren sind. Und wir reden hier vom Jahr 2006 zu 2010.

Wann hat er denn das gesagt? Hast du da eine Quelle für? Ich kann mich noch an ein Interview auf RTL erinnern da hat er gesagt, mit den Autos kann man gar nicht schnell fahren, weil die Vorderreifen zu dünn sind.
 
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