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Miluaf
Guest
shadowman schrieb:ich stehe nicht auf gemeinsame mahlzeiten, siedlungen und sektenartige verbände.
Wie kommst du denn auf "sektenartig"?
Man merkt schon, du versuchst hier und da eine gewisse Negativität einzubauen in das, was ich möchte ;-)
denn anders als du fühle ich mich nicht verschaukelt. mir gaukelt hier niemand was vor, was bei der matrix aber der fall ist. die matrix ist eine scheinwelt. die hier kommt dir nur so vor... mir aber nicht.
Wenn unsere Welt keine Scheinwelt ist, weiß ich auch nicht mehr. Bei uns normaler Alltag, sterben anderswo auf der welt nonstop Menschen. Mir kommt das sehr Scheinwelt-like vor. Und dass du dich nicht verschaukelt fühlst, ist klar. Du hast die Gesellschaft von grundauf akzeptiert, sie ist dir verinnerlicht, es ist normal. Man denkt einfach nicht darüber nach, was besser sein könnte, und selbt wenn, tut man es als wunschtraum ab...das tun so gut iwe alle, deshalb ändert sich auch nichts.
glaub mir, wenn du des nachts auf der straße verprügelt wirst oder plötzlich ein familienmitglied aus dem leben gerissen wird, wirst du dir so lebendig vorkommen wie noch nie. dieses leben, in dieser jener gesellschaft, ist so facettenreich, spannend und intensiv... man muss seine möglichkeiten nur nutzen.
Das ist dann aber ein toller Ausdruck des Lebens, lol.
was du ein wenig pauschalisierst, ist der fakt, dass du uns unterstellst wir würden. nicht das du mit der kammschererei in alte muster verfällst, aber ich weiß sehr wohl was ich fühle und denke. nur weil das nicht konform mit deinen gedanken ist, lasse ich mich aber nicht täuschen.falsch fühlen
Erkläre, wie jemand, der vollkommen davon überzeugt ist, "richtig zu fühlen", dass er falsch fühlt. Unmöglich. Wie oben geschrieben, die absolte Mehrheit der Menschen hat sich das gesellschaftliche Leben derart verinnerlicht, dass es "richtig" sein muss. Es kann gar nicht anders sein. Und zu glauben, "richtig zu fühlen", ergo von etwas überzeugt zu sein, na, das waren schon ganz andere Leute, und die lagen falsch.
es gibt diese grenzen, regeln, nenn es wie du willst, jede menge und definitiv zu viele, aber deshalb sollte man nicht die möglichkeiten ignorieren die man hat.
Du begreifst es nicht: Es geht mir nicht ums Einsiedlertum. Ich will nicht irgendwo abgelegen allein leben. Gut, vielleicht fände ich das gar nicht schlecht, aber mit der Diskussion über die Gesellschaft hat das hier nichts zu tun.
wo ichs grad nochmal lese: deine vision der gesellschaft entspricht eher dem plan den auch SEELE von neon genesis evangelion hatte. ärzte würden nicht friedlich "nur" für ihre mahlzeit arbeiten etc. das ist ein idealbild... was man dabei vergisst ist: wir sind menschen...
Und gerade als Menschen, die Spezies, die sich nur allzu oft gern als DIE überlegene Art des Planeten Erde darstellt, sollte man in Idealen denken und mit allen Mitteln versuchen, selbige durchzuführen. Dein Punkt, dass Menschen hassen, Gauner sind, etc., das wäre ein Punkt, der in Zukunft durch Videospiele getilgt werden könnte. (Angemerkt sei dabei, dass in der Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche, niemand ein unangenehmes Leben hätte). Deshalb sehe ich jeglichen Zensuren und Verboten im Bereich Videospiele auch so bitter entgegen. Anstatt den Menschen virtuelle Möglichkeiten zu nehmen, ihre Abartigkeiten auszuleben, sollte man diese Art und Weise gewissermaßen fördern. Ein Vergewaltiger, der seinen Trieb in einer Matrix-like Simulation ausleben kann, braucht das nicht mehr in der Realität. Natürlich bräuchte es dazu Studien, aber es wäre ein Ansatz.
im übrigen: wenn du dir den krieg "wünscht" musst du bedenken, es könnte unser letzter sein. wenn aus säbelrasseln ernst wird, steht einem overkill nichts mehr im wege. und ja, nach kriegen gibt es fortschritt, nach einem möglichen dritten weltkrieg gibts aber wahrscheinlich einfach nichts mehr...
Wenn ich mich zwischen dem jetzigen Leben und der damit verbundenen Gesellschaft und einem 3.Weltkrieg entscheiden müsste...bombt den Dreck weg. Wenn ich von "Überbevölkerung neutralisieren" schreibe, dann meine ich nicht "von 6 Milliarden Menschen runter auf 5 Milliarden". Ich spreche eher in Dimensionen von "von 6 Milliarden runter auf 500 Millionen". Ein Krieg wäre eine radikale, aber effekte Lösung dieses Problems. Und bevor der Satz kommt, ja, wenn es mich in einem solchen Krieg erwischen sollte, so may it be. Lieber ein kurzes, intensives Leben als ein Dahinsiechen, Dahinvegetieren in gesellschaftlichem Kot.
wenn du unser leben auf "fressen, ficken, sterben" reduzierst, dann tust du mir insgesamt aber doch leid...
Und wenn du nicht erkennst, dass es so ist, tust du wiederum mir leid. Und in logischer Konsequenz muss ich mir selbst leid tun, weil sich nie etwas ändert, wenn Leute wie du dies nicht erkennen ^^
@Anger:
WAHRE Freiheit kann man nur innerhalb von Grenzen erlangen, denn wenn man alles tun und lassen könnte, dann würde das Recht des Stärkeren regieren, was dann wieder zur Unterdrückung Schwächerer führen würde => Keine Freiheit.
Dass die Freiheit des Anderen die eigene einschneidet, ist doch selbstverständlich. Ich führe hier keine pseudo-philosphische Diskussion über Freiheit, mein Lieber.

doch selbst wenn das deine meinung ist, macht es dich selbst nicht glücklicher. du nährst dich an wut, abscheu und "anti" denken. das befriedigt, macht aber nicht glücklich!

