PS4/PS5/PC Horizon Forbidden West

Gestern die Hauptquest durchgespielt.

Die meisten Nebentätigkeiten wurden entsprechend ebenfalls erledigt. Was offen blieb, waren noch die letzten 40er Rebellenlager, die letzte Brutstädte und die letzte Prüfung im letzten Jagdgebiet. Ach und die Arena hatte ich bei der Hälfte abgebrochen. Die muss also auch noch.

War im großen und ganzen ein sehr schönes Spiel. Das Meiste habe ich ja davor schon geschrieben. Was ich für mich bemerkt habe, ist dass ich im Gegensatz zur ZeroDawn meine Sachen kaum verbessert habe. Meine Legendary Rüstung und die meisten Waffen auf dem Waffenrad am Ende waren auf Stufe 1. Ebenfalls der Beutel weit von Max entfernt. Wenn ich schon alle Möglichen Nebensachen erledige, hätte ich schon gerne, dass ich dann nebenbei auch entsprechendes Loot bekomme. Extra nochmal einen auf MonsterHunter zu machen für Hoffnung auf passenden Loot ist mir dann zu doof.
Auch rückte Maschinen-Battle bei mir eher in den Hintergrund. Im ersten Teil wirkten die Kämpfe brachialer. Es hatte einen richtigen Impact z.B. einen Donnerkiefer zu überbrücken und im zuzuschauen. Hier habe ich überbrücken an sich kaum genutzt.

Etwas enttäuschend fand ich den finalen "Dungeon". Das hätte man mehr rausholen können mit den High-Tech Technologien. Schön wäre es z.B., wenn man Post-Game nochmal hinfliegen und einen großen Dungeon entdecken können (habe noch nicht getestet, weiß also nicht, ob da nicht doch etwas mehr ist), wie z.B. die Ruinen, die man im Spiel entdecken konnte. Die haben mir übrigens ziemlich viel Spaß gemacht, da könnte den kleinen Rätselpassagen.

Bisschen zur Story, die ich größtenteils übrigens klasse fand:

Toll fand ich, dass es nicht einfach nur eine simple "finde Sylens mit Hades Handlung war, sondern komplett in eine andere Richtung ging, inklusive mehrerer Twists. Auch dass man mitten im Spiel Zugang zur Gaja bekam und eigenen Basis hatte, die sich weiterentwickelt hatte, fand ich super. Die Charaktere dort, die Gespräche etc haben bei mir glaube ich mehrere Stunden verschluckt. Jedes Dialog wurde ausgereizt.
Die Zenyths dagegen fand ich maximal schwach. Die Intention am Anfang war mir schon viel zu Schwarz/Weiß. Durch den Twist am Ende hat es zwar etwas gedämpft, hat aber diese noch eindimensionaler gemacht, denn deren Handlungen waren völlig banal und unglaubwürdig. Sehr sehr schwach. Dabei können die doch gute Charaktere. Ich meine, Tilda haben die ja auch halbwegs hinbekommen. Aber wo wir bei Tilda sind, muss ich schon sagen (werde jetzt wahrscheinlich gesteinigt), dass mir die Diversity-Schiene etwas zu stark aufgefahren wurde. Da scheint man ja ne gesamte Checkliste abgearbeitet zu haben. Bei manchen Stellen direkt, bei anderen eher subtiler.
Interessant fand ich die Entwicklung von Aloy, die sich am Anfang des Spiels als Einzelgängerin präsentierte, aber quasi genötigt wurde, Hilfe zu akzeptieren. Sich hat neue Freunde gefunden, wurde zugänglicher und offener und hat schlussendlich als Team das Ziel erreicht. Ähnlich wie bei Teil 1, wo auch all die Freunde mitgeholfen haben, wenn auch nicht als ein Team wie in Teil 2. Und am Ende? Sie macht genau das, was sie schon zuvor gemacht hat. Sie "opfert" sich, in dem sie dem Rest den Schicksal der Welt mit Nemesis vorenthält, um ihnen Hoffnung unf Freude am Leben zu schenken. Selbst aber verbleibt sie in der Basis, alleine mit Beta und Sylens als Unterstützung. Einerseits ist es eine Aufopferung für die Anderen, anderseits ist es genau das, was sie hätte durch die Reise hätte lernen sollen, denn man kann die ganze Last nicht selbst bewältigen.

Ansonsten bietet der Twist mit Nemesis durchaus Potential. Teil 1 ging bis zum Horizont. Teil 2 erweiterte den Horizont auf Wasser und Himmel. Was macht Teil 3? Interplanitar, Weltraum oder andere Kontinente? Möglichkeiten gäbe es genug.

Jetzt steht aber der DLC an.

PS:
Habe den Thread jetzt komplett bis zum Release von DLC nachgeholt. Schrecklich, was mit der Gaminglandschaft und den Spielern geworden ist. 2/3 des Themas dreht sich um FPS und Auflösung.
 
Burning Shores nun auch durch. Hatte am Ende nur eine Trophäe des Hauptspiels offen, die mit den Hunting Grounds. Die im Anschluss dann auch erledigt und Platin abgeholt.
Im Gegensatz zu Teil 1, habe ich am Ende nicht mehr die ganzen Dokumente gesammelt. Ebenfalls habe ich kaum was hochgelevelt, weil as zu nervig war. Auch habe ich die Jagd für den Beutel weggelassen und die Sachen direkt im Shop gekauft.
Arena habe ich auch nur die ersten 2-3 erledigt. In dem Sinne war mir das Alles zu viel des Guten. Da fand ich Teil 1 diesbezüglich besser.
Enttäuschend fand ich, dass man nach dem Ende nicht mehr zum Endkampf-Areal zurück konnte. Man hat die perfekte Chance auf einen Post-Game Dungeon verspielt.

Nun kommen wir zu Burning Shores:

- der finale Kampf mit dem Horus war deutlich besser, als das Ende von HD, FW oder FW. So muss Finale aussehen.
- die Location fand ich semi-interessant, da ich schon vom San Franzisco übersätigt war.
- der Dino-Park war grundsätzlich klasse, war aber am Ende mit all den Hologrammen wiederrum zu übertrieben. Ich hatte das Gefühl, man wollte LasVegas toppen. War aber imo überflüssig in der Ausmaße.
- Oberammergau Schatzsuche Quest war toll, da die komplett ohne Marker funktionierte. Leider war die Belohnung am Ende total Grütze.
- das gleiche gilt für die Donnervogel Insel. Sowas mag ich.
- Es ist das erste Spiel, wo mir die LTB.... Schiene auf die nerven ging. Es ist okay, das sie lesbisch ist, da man das ja schon erwarten konnte wegen Elisabeths DNS, aber das hätte man ruhig für Teil 3 belassen können. Neben all den Queeren Charakteren war mir das tatsächlich etwas zu viel. Steinigt mich.

Und für Teil 3? Weniger ist mehr. Umfang ist zwar was positives, aber etwas bodenständiger schadet imo trotzdem nicht.
 
Ich habe gerade Teil 1 noch einmal als Remastered durchgespielt. Hatte so seine Längen, aber insgesamt macht das Kämpfen Spaß und passt soweit… dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich überhaupt nicht mehr an Teil 2 erinnern kann. Das Spiel hat vieles richtig gemacht, war aber irgendwie unterwältigend. „Zu viel des Guten“ trifft es da ganz gut. Daher hatte ich auch nie Interesse am DLC.
 
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