quäl dich bitte durch buch 1. habe ich auch. band 2 ist dann mit das aufregendste und mindblowigste, was ich je gelesen habe. band 3 zischt du dann auch noch weg, weil du wissen möchtest, wie es endet.
edit: ich hatte mir dann vakuum geholt und bin da noch dran. es ist okay, aber nach trisolaris ist das halt alles kinderkram.
habe mir von robin hobb „die gabe der könige“ bestellt. band 1 einer trilogie im fantasy setting. viel mehr weiß ich gar nicht, aber die wertungen sind top.
Den ersten Band der Trilosaris-Trilogie habe ich nun durch. Diesen fande ich stellenweise gut & interessant, aber ehrlich gesagt, hatte ich mir schon etwas mehr erhofft, dafür das es so abgefeiert und berühmt wurde.
Bisher habe ich im SciFi-Genre nur Dune (1 - 4) und der Marsianer gelesen, weswegen ich kein Kenner bin, aber es als bahnbrechend einzustufen, fällt mir noch schwer. Es verbindet China mit Physik und geht gegen Ende langsam in die SciFi-Richtung, aber wenn es nicht gerade um Physik und das Three-Body-Problem geht, ist es nicht so tiefgründig.
Somit hat es für mich ein ähnliches Problem wie "Der Marsianer". Es mag auf wissenschaftlicher Ebene in die Tiefe gehen und recht authentisch sein, es neuartig im Genre mit einer Story verflechten, aber wenn man nicht vom Fach ist, kann ich damit als normaler Leser nicht so viel (in Form von Lesespaß) anfangen. Ich musste ab und zu googeln, ob das nun schon SciFi oder etwas Echtes ist, wie z.B. die Stahlbänder & Sophonen.
Am Ende des Bandes gibt es ein Verzeichnis, welches Erläuterungen nachschiebt, aber von so etwas bin ich kein Fan. Ich hab doch kein Bock, jedes Mal hinten nachzuschlagen, ob es dazu eine Erläuterung gibt. Dann haut es lieber im Kleingedruckten unterhalb der Seiten rein. Okay, es ist ein nachträglicher Service für den Westen, aber ein Teil davon hätte der Autor auch in die eigentliche Geschichte integrieren können.
Zudem ist es auch nicht so, als hätte es für die Geschichte eine Relevanz, dass der Fokus in China spielt. Die Namen sind schwerer zu merken, aber von der Kultur oder Geschichte gibt es nur Randbemerkungen, die nicht wirklich relevant sind. Somit geht lediglich die Physik in die Tiefe und beim Three-Body-Problem ist was die Lösung? Das es
keine Lösung gibt. Stark.
Die Charaktere haben quasi keinen Charaktere & sind allesamt Katalysator für die Story (wie Link in Zelda). Nur der zynische, dauerrauchende Polizist sticht minimal hervor, ist aber auch ein Stereo-Typ.
Ich kann das Buch anerkennen, für das was es ist und die Story hat seine unterhaltsamen, klugen, interessanten Phasen, es ist auch rhetorisch recht gut geschrieben, aber ich hab schon etwas mehr erwartet für etwas, das frischen Wind ins Scifi-Genre gebracht haben soll. In Sachen Lesespaß würde ich evtl. 7 - 7.5 von 10 geben.
Da das Ende dann doch offen ist & ich neugierig bin, wie es weitergeht & weil es hier empfohlen worden ist, habe ich mit dem 2. Teil angefangen. Es gefällt mir bisher ganz gut. Ich weiß nun besser, was für eine Art Reihe mich erwartet. Trisolaris setzt die Welt & "das Problem" in den Fokus, nicht die Charaktere bzw. Story.
Andere Anmerkungen: Das 1. Band ist viel zu groß bzw dick gedruckt. Das ist wirklich schon fast Verschwendung, wie das Buch künstlich dick gestaltet wurde. Beim 2. Band gibt es anscheinend 100 - 200 Seiten mehr & die Schrift ist kleiner, was passender ist, aber dafür scheint es keine (Unter-)Kapitel mehr zu geben. Das finde ich unschön, da einfach nur Absätze die Story-Abschnitte trennen.
Auf Prime gibt es "Project Hail Mary" zum Streamen, weswegen ich nochmal überlegt habe, das Buch zu lesen, aber ich befürchte das es auch etwas überhyped ist. Es ist schön, wenn es 1-2 gute Twists gibt, aber ich bin anscheinend der Lesetyp, der gut geschriebene Charaktere, Dialoge und Handlungen mag, wie z.B. Game of Thrones, Dune oder "Der Shogun".
Ich will zukünftig eigentlich nur noch Bücher lesen, die mindestens eine 8.5 von 10 sind. 8 geht vielleicht auch noch in Ordnung, wenn das Werk für mich sympathisch ist.
Die Trilogien zu Silo & nun Trisolaris sind gut geschrieben, machen auch Spaß, aber sind für mich etwas überhyped & "nur" gut anstatt sehr gut bzw hervorragend. Bei Büchern scheine ich höhere Ansprüche zu haben, weil das Medium weniger Reize auslöst, die Spaß machen. Bei einer Serie hat man beispielsweise viel mehr Schauwerte & Musik.