Umfrage Arbeiten bis ins hohe Alter: Fortschritt oder Rückschritt?

Wie lange wollt ihr arbeiten?


  • Stimmen insgesamt
    26

TheProphet

L99: LIMIT BREAKER
Thread-Ersteller
Seit
30 Apr 2002
Beiträge
67.056
y7HmfaE.png


Hallo zusammen!

Ihr habt sicher mitbekommen: In den neuesten Schlagzeilen wird intensiv diskutiert, ob das Renteneintrittsalter in Deutschland in Zukunft auf 73 Jahre angehoben werden sollte. Studien wie vom Institut der Deutschen Wirtschaft weisen darauf hin, dass – wenn nichts geändert wird – jüngere Generationen deutlich länger arbeiten müssten, damit Beitragssätze und das Rentenniveau stabil bleiben.

Auch wird betont, dass Menschen, die im Alter noch berufstätig sind, häufig eine höhere Lebenszufriedenheit berichten — unter anderem wegen sozialer Kontakte, Struktur im Alltag und dem Gefühl, gebraucht zu werden:

Doch natürlich sind da auch große Bedenken: Wie sieht es aus bei körperlich anstrengenden Berufen? Wie steht es mit Gesundheit, Motivation und Belastbarkeit, wenn man 70+ noch arbeiten soll? Werden alle gleich behandelt oder gibt es Unterschiede je nach Beruf, Belastung & Ausstattung? Ich persönlich finde es bedenklich, wie sich die Wirtschaft entwickelt: Trotz gigantischer Gewinne großer Konzerne wird die Last immer weiter auf die Arbeitnehmer verschoben. Erst durch die verstärkte Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt, dann durch die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 – und jetzt wird sogar über 73 nachgedacht.
 
Öhh ja ämm, wollen bis max. 50 aber wahrscheinlich kann ich erst ab 70+ in Rente wenn ich nicht proaktiv daran was ändere. Ich war noch nie arbeitslos, habe aber erst in der 2ten Hälfte der 20er mit der Arbeit wegen Studium angefangen. Aber ich sag es mal so, Steuern habe ich definitiv bereits mehr bezahlt als jemand, der mit 15 eine Lehre angefangen hat.

Es hängt natürlich auch von den eigenen Ansprüchen und Lebensumständen ab. Auch wenn ich jetzt nicht der Lebemann bin, der fast jeden Tag essen geht und ein Flasche feinen Rotwein killt kann ich mir einen frühen Ausstieg aus dem Arbeitsleben nicht leisten. Auch ein Kind verursacht eine TCO* in den ersten 20 Jahren von knapp 150.000€. Auch großartig erben werde ich nicht wie der ein oder andere Veteran hier bei CW.

Was ich mir aber durchaus vorstellen kann, ist ab 50 in Teilzeit zu arbeiten und nebenbei mein eigenes erfolgreiches Ding hochzuziehen.

Was ich definitiv nicht will erst als klappriger Typ (hoffentlich zumindest noch mit eigenen Haaren auf dem Kopf) in Ruhestand zu gehen und direkt am Rollator zu enden.

*Total Cost of Ownership
:sorry:
 
bei einer durchschnittlichen lebenserwartung von 80 jahren hat man dann ganze 7 jahre etwas von seiner rente nachdem man vorher 50 jahre eingezahlt hat und nicht schon am arbeitsplatz tot umkippt. klasse idee fritz.

ich versuch mir gerade meine oma beim arbeiten vorzustellen, die schafft es kaum beim rewe allein einkaufen zu gehen aber fritz will dass sie noch arbeiten geht. wir leben echt im endstadium bei solchen ideen, ich trau dem laden keine 10 jahre mehr zu bis die räder komplett abgehen.
 
bei einer durchschnittlichen lebenserwartung von 80 jahren hat man dann ganze 7 jahre etwas von seiner rente nachdem man vorher 50 jahre eingezahlt hat und nicht schon am arbeitsplatz tot umkippt. klasse idee fritz.

ich versuch mir gerade meine oma beim arbeiten vorzustellen, die schafft es kaum beim rewe allein einkaufen zu gehen aber fritz will dass sie noch arbeiten geht. wir leben echt im endstadium bei solchen ideen, ich trau dem laden keine 10 jahre mehr zu bis die räder komplett abgehen.
Wie Angelo Merklin sagen würde ... Wir schaffen das.
Der Beschiss bei dem ganzen System ist ja, dass die letzten Jahre einfach körperlich eine Quälerei sind. Da ist nichts mehr mit genießen nach einem Schlaganfall, halb blind und taub während dich der Kenianischen Telefonbot "Long-John-LOLumba der Dritte" via Enkelkindtrick übers Ohr gehauen wirst.
:coolface:
 
Ich mit meiner Erwerbsminderungsrente arbeite derzeit gar nicht mehr. So langsam beginne ich auch mich nicht mehr dafür zu schämen. Ich sehe es ja an meinem Vater. Hat lange gearbeitet, war dann arbeitslos, kam von einer Maßnahme in die nächste bis zur Rente. Danach wurde sein Gesundheitszustand so mies, dass er Hobbys nicht mehr ausüben konnte, die er sich für die Rente aufgespart hatte. Er bereut es diese nicht schon mit 40 oder 50 gemacht zu haben, als es noch ging.

Meine Meinung ist das wir hier nicht auf Erden sind um zu arbeiten, sondern um zu leben. Nur arbeiten die meisten Menschen ihr Leben lang ohne etwas davon zu haben. Nicht einmal ein Urlaub bringt da genug Erholung. Meist geht dieser mit Erschöpfung und Krankheit einher.

Arbeit ist wichtig für die Lebenserhaltungskosten, aber heutzutage arbeiten Berufstätige vielmehr für die Steuern, die dann millionenfach für Nichtigkeiten anstelle einer funktionierenden Infrastruktur verprasst werden. Irgendwie erscheint mir all das manchmal recht sinnlos und wie eine Lebenszeitverschwendung. Ich verstehe allmählich die Gen Z, die all das zu hinterfragen beginnt. Das hat auch nichts mit faul sein zu tun.
 
Ich arbeite gerne auch länger, wenn es meine mentale und körperliche Verfassung zulässt und jetzt kommen noch zwei wichtige Punkte: es noch Spaß macht und Zeiteinteilung flexibel gestaltet werden kann....werde aber mit meiner chronischen Erkrankung das entsprechende Alter wohl eh nicht erreichen....
 
Wie Angelo Merklin sagen würde ... Wir schaffen das.
Der Beschiss bei dem ganzen System ist ja, dass die letzten Jahre einfach körperlich eine Quälerei sind. Da ist nichts mehr mit genießen nach einem Schlaganfall, halb blind und taub während dich der Kenianischen Telefonbot "Long-John-LOLumba der Dritte" via Enkelkindtrick übers Ohr gehauen wirst.
:coolface:

genau deswegen ist es mir auch egal ob rente ab 73, 85 oder 100 festgelegt wird. von der staatlichen rente erwarte ich mir eh nichts, vielleicht springt ja noch ne grundsicherung raus aber im endeffekt geht es darum privat vorzusorgen oder noch besser, zu lernen wie man frugales leben führt, was als single mann gar nicht so schwer ist :coolface:
 
Da fehlt mir die Option "so lange wie nötig"

Ich habe einen Lebensstandard den ich halten will. Wenn nötig mache ich mir dafür auch die Finger schmutzi.

Aber das betrifft nich am Ende sowieso nicvt. Ich arbeite nicht in Deutschland und bekomme meine rente dann später aus dem Ausland :D

Von mir aus können die also auch Rente erst ab 100 beschließen oder das land in flammen auf gehen. Am Ende alles egal.
 
Ich mach das noch max. 20 Jahre, dann hab ich meine Pflicht getan und 45 Jahre lang fast ununterbrochen geackert. Wenn es die Option meiner Firma noch bis dahin gibt, dass ich von 55-60 bei 59% Gehalt und 100% Pensionskonto-Einzahlung Vollzeit arbeite und von 60-65 bis zur Pense dasselbe bekomme aber mit 0% arbeiten, dann nehme ich das natürlich gerne an(Mitm Geld wirds kein Problem, Haus ist abbezahlt, damit fällt der größte monatliche Kostenanteil weg). Würde meine Pension mit 65 ordentlich erhöhen(ca. 3000 netto monatlich 14x nach aktuellem Stand). Wenn es das nicht mehr geben sollte wird von 60-73 eben Burnout oder sonst was geschoben und dann später mit der geringeren Pension zufrieden gestellt.
 
Es wird Krieg nach Europa kommen und alle euren Renten sind für den Arsch.
Oder ihr werdet alle gegen eine KI ersetzt.

Wer hier noch länger als 2 Jahre voraus denkt, ist doch einfach nur noch ein Träumer.


The war is coming :wars:
Für Krieg brauchst du aber auch Menschen die ideologisch hinter ihrem Land stehen, Menschen die Nationalstolz empfinden, die hast du in den meisten Europäischen Ländern nicht mehr. Das ist die Konsequenz der Multi-Kulti-Gesellschaft. Das hätten sich unsere Politiker vorher überlegen müssen:
percentage-of-europeans-who-are-willing-to-fight-a-war-for-v0-nk1uzja3wvby.png


Oh, sehe grade das ist altes Material, neues ist hier: https://www.gallup-international.co...to_ten_years_ago/Fighting_for_the_country.pdf

Österrreich 20% also 1% weniger und Deutschland 23% also 5% mehr, Merz wird euch alle zum Sieg führen :vv:
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Krieg brauchst du aber auch Menschen die ideologisch hinter ihrem Land stehen, Menschen die Nationalstolz empfinden, die hast du in den meisten Europäischen Ländern nicht mehr. Das ist die Konsequenz der Multi-Kulti-Gesellschaft. Das hätten sich unsere Politiker vorher überlegen müssen:
percentage-of-europeans-who-are-willing-to-fight-a-war-for-v0-nk1uzja3wvby.png


Oh, sehe grade das ist altes Material, neues ist hier: https://www.gallup-international.co...to_ten_years_ago/Fighting_for_the_country.pdf

Österrreich 20% also 1% weniger und Deutschland 23% also 5% mehr, Merz wird euch alle zum Sieg führen :vv:

Interessant, dann wird die Siegermacht es noch viel einfacher haben.


In Deutschland steht an manchen Wänden:
"nie wieder Deutschland"

Vielleicht kriegen die bald ihren Willen.
 
Ich würde auch nicht für Deutschland in den Krieg ziehen früher ja aber seit 2015 definitiv nicht mehr. :nix:
Deutschland ist nicht mehr mein Land, ob es untergeht oder nicht interessiert mich wirklich 0, ich bin sogar der meinung das Deutschland besser dran wäre wenn jemand kompetentes das ruder übernimmt.

Letztendlich kann es dem Volk auch egal sein wer der Herrscher ist und wem sie dann Steuern zahlen müssen.
 
Gebt mir n guten 24 Stunden Job bei guter Bezahlung und 6 Wochen Urlaub pro Jahr und ich verzichte auf meine Rente und arbeite solange es geht.
 
Ich würde auch nicht für Deutschland in den Krieg ziehen früher ja aber seit 2015 definitiv nicht mehr. :nix:
Deutschland ist nicht mehr mein Land, ob es untergeht oder nicht interessiert mich wirklich 0, ich bin sogar der meinung das Deutschland besser dran wäre wenn jemand kompetentes das ruder übernimmt.

Letztendlich kann es dem Volk auch egal sein wer der Herrscher ist und wem sie dann Steuern zahlen müssen.
Sehe ich auch so. Ich hoffe, dass bald Russland die Luft ausgeht und es zwischen den Russen und den Ukros zumindest zum Waffenstillstand bzw. zum eingefrorenen Konflikt kommt. Dann kann ich auch darüber nachdenken auszuwandern und mit Anfang 50 in Rente zu gehen. Ich würde sogar in ein friedliches Dorf in Sibirien oder Kamtschatka ziehen um dann im Einklang mit der Natur und normalen Menschen zu leben, wo der Nachbar noch hilfsbereit ist und weniger Neid herrscht.
 
Für Politiker sind wir nichts als Vieh.
Aber tatsächlich ist die Bevölkerung Deutschland exakt vergleichbar mit einer Herde von Schafen, willenlos und mutlos.
Lassen sich alles gefallen, ganz egal wie über ihre Köpfen hinweg regiert wird .
In keinem anderen Land der Welt lässt sich die Bevölkerung das mit sich machen .
Wir arbeiten am längsten, zahlen am meisten Steuern und haben die höchsten Energiepreise der Welt und sollen trotzdem bis 73 nach einigen Politiker arbeiten.

In jedem anderen Land der Welt würden die Köpfe rollen.

@CaptainSwitch

Ich lebe seit 30 Jahren in Deutschland und liebe dieses Land und die Bevölkerung.
Aber ich würde trotzdem nicht für diese Politiker in den Krieg ziehen.
Noch vor paar Jahren sah das ganz anders aus.
Aber wie soll man auch für ein Land kämpfen das seine Identität, Flagge und Geschichte verachtet??
uYQfFr.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
rollen.

@CaptainSwitch

Ich lebe seit 30 Jahren in Deutschland und liebe dieses Land und die Bevölkerung.
Aber ich würde trotzdem nicht für diese Politiker in den Krieg ziehen.
Noch vor paar Jahren sah das ganz anders aus.
Aber wie soll man auch für ein Land kämpfen das seine Identität, Flagge und Geschichte verachtet??

Ganz genau. Weder die meisten Menschen noch die Politiker hier sind auch nur 1 Tropfen Blut wert, das Land in dem aktuellen Zustand sowieso nicht.
Wer auch immer Deutschland angreifen und übernehmen würde... ich bin mir sicher danach wäre es ein besseres Land.
Das ganze hier zu verteidigen würde nur heißen ein schlechtes, selbstzerstörerisches System zu verteidigen. Warum sollte man das wollen?
 
Ich mit meiner Erwerbsminderungsrente arbeite derzeit gar nicht mehr. So langsam beginne ich auch mich nicht mehr dafür zu schämen. Ich sehe es ja an meinem Vater. Hat lange gearbeitet, war dann arbeitslos, kam von einer Maßnahme in die nächste bis zur Rente. Danach wurde sein Gesundheitszustand so mies, dass er Hobbys nicht mehr ausüben konnte, die er sich für die Rente aufgespart hatte. Er bereut es diese nicht schon mit 40 oder 50 gemacht zu haben, als es noch ging.

Meine Meinung ist das wir hier nicht auf Erden sind um zu arbeiten, sondern um zu leben. Nur arbeiten die meisten Menschen ihr Leben lang ohne etwas davon zu haben. Nicht einmal ein Urlaub bringt da genug Erholung. Meist geht dieser mit Erschöpfung und Krankheit einher.

Arbeit ist wichtig für die Lebenserhaltungskosten, aber heutzutage arbeiten Berufstätige vielmehr für die Steuern, die dann millionenfach für Nichtigkeiten anstelle einer funktionierenden Infrastruktur verprasst werden. Irgendwie erscheint mir all das manchmal recht sinnlos und wie eine Lebenszeitverschwendung. Ich verstehe allmählich die Gen Z, die all das zu hinterfragen beginnt. Das hat auch nichts mit faul sein zu tun.

Du musst dich nicht schämen, das du nicht mehr arbeitest und eine Frührente hast.
Meiner Meinung nach, kannst du dir diese EInstellung nur leisten weil es dir andere durch ihre Arbeit und Steuern ermöglichen
Schämen kannst du dich dafür, den Staat der dir das ermöglicht und das System das diese Geselschaft ausmacht derart abzulehnen und zu schmähen, die dir deine Lebensphilosophie überhaupt ermöglichen. Du musst auch keine Dankbarkeit zeigen aber hinterfag doch vielleicht erst mal dich selbst und dein Confirmation Bias.

Als Büromensch habe ich kein Problem bis 70 zu arbeiten und freue mich jetzt schon auf die Vergünstigungen wie die hohen Steuerfreibeträge wen ich länger arbeite.
 
Schämen kannst du dich dafür, den Staat der dir das ermöglicht und das System das diese Geselschaft ausmacht derart abzulehnen und zu schmähen, die dir deine Lebensphilosophie überhaupt ermöglichen. Du musst auch keine Dankbarkeit zeigen aber hinterfag doch vielleicht erst mal dich selbst und dein Confirmation Bias.
👍🏻👍🏻👍🏻
 
Zurück
Top Bottom