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Hallo zusammen!
Ihr habt sicher mitbekommen: In den neuesten Schlagzeilen wird intensiv diskutiert, ob das Renteneintrittsalter in Deutschland in Zukunft auf 73 Jahre angehoben werden sollte. Studien wie vom Institut der Deutschen Wirtschaft weisen darauf hin, dass – wenn nichts geändert wird – jüngere Generationen deutlich länger arbeiten müssten, damit Beitragssätze und das Rentenniveau stabil bleiben.
Studie prognostiziert künftig Renteneintritt mit 73
Zurzeit kommen knapp drei Personen im Erwerbsalter auf einen Rentner. Wenn das Verhältnis gleich bleiben soll, müssten die Deutschen laut einer Studie ab 2041 bis zum 73. Jahr arbeiten.
Auch wird betont, dass Menschen, die im Alter noch berufstätig sind, häufig eine höhere Lebenszufriedenheit berichten — unter anderem wegen sozialer Kontakte, Struktur im Alltag und dem Gefühl, gebraucht zu werden:
Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener
Allen Krisen zum Trotz ist die Lebenszufriedenheit der Deutschen seit dem Jahr 2005 über einen Zeitraum von 15 Jahren gestiegen. Auch im ersten Pandemiejahr blieb sie stabil. Am zufriedensten sind Menschen im Alter von 66 bis 70 Jahren – und zwar dann, wenn sie arbeiten.
Doch natürlich sind da auch große Bedenken: Wie sieht es aus bei körperlich anstrengenden Berufen? Wie steht es mit Gesundheit, Motivation und Belastbarkeit, wenn man 70+ noch arbeiten soll? Werden alle gleich behandelt oder gibt es Unterschiede je nach Beruf, Belastung & Ausstattung? Ich persönlich finde es bedenklich, wie sich die Wirtschaft entwickelt: Trotz gigantischer Gewinne großer Konzerne wird die Last immer weiter auf die Arbeitnehmer verschoben. Erst durch die verstärkte Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt, dann durch die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 – und jetzt wird sogar über 73 nachgedacht.




