Stadt/Land/Fluß-Thread: Leben und Übersiedeln

Volksentscheid zum Tempelhofer Feld: Wowereit vor der Bruchlandung
http://www.spiegel.de/politik/deuts...id-wird-zum-fanal-fuer-wowereit-a-971136.html
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Mit der Teilbebauung des Tempelhofer Felds will Klaus Wowereit die Wohnungsnot in der Hauptstadt bekämpfen. Doch viele Berliner trauen dem Regierenden nicht mehr - sie wollen den Volksentscheid nutzen, um ihm einen Denkzettel zu verpassen.


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Es könnte der beste Wahlsonntag werden, in Dreifacher Hinsicht :banderas:
 
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Berlin 1981: Die Stadt ist geprägt von Gegenkulturen und Kaltem Krieg. Hier kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine Entführung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen ... Diese atmosphärisch gestaltete und bis ins Detail recherchierte Graphic Novel erschien zuerst in Frankreich bei Des ronds dans l'O - jetzt inklusive Playlist (von Fehlfarben bis Joy Division) und Erläuterungen zum politisch-historischen Kontext endlich auch auf deutsch.


Hausbesetzer-Comic: Darauf einen Molotowcocktail!
http://www.spiegel.de/kultur/litera...mic-ueber-hausbesetzer-und-punk-a-985902.html
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Sommer 1981: Berlin ist geteilt, und Hausbesetzer diskutieren unter Mao-Postern den Umsturz. "Gleisdreieck" erzählt von Terroristen, die den Staat zersetzen, und von V-Männern, die das verhindern wollen - in Bildern voll wilder Nostalgie.

Spiegel Kommentar schrieb:
Die Hausbesetzerei begann im großen Stil 1980. Im Sommer streikten die Werftarbeiter in Polen, in Kreuzberg kein Thema. 1981 besetzte Solidarnosc den öffentlichen Raum in Polen, in Kreuzberg kein Thema. Eine osteuropäische Bürgerbewegung gegen die Parteidiktatur, dass passt nicht ins Berliner Straßenkampf-Schema; keiner meiner Besetzer-Freunde besuchte die Ostberliner Szene am Prenzlauer Berg. Und so ist es bis heute geblieben: Das linke Unverständnis für die ukrainische Revolution ist manifest. Es sollte einen nicht verwundern, es hat eine Geschichte.


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Hauptstadt zwischen Hype und Hybris
17 Gründe, Berlin zu hassen

http://www.sueddeutsche.de/leben/ha...d-hybris-gruende-berlin-zu-hassen-1.2231660-2
Berlin is over, heißt es in New York. Seitdem diskutiert die Stadt über ihren Hipness-Faktor. Gut so, findet Kristjan Knall, der als Autor unter Pseudonym schreibt - weil er Morddrohungen erhalten hat für sein Berlin-Hasser-Buch.

Prenzlauer Berg:

"Prenzlauer Berg ist so wenig Berlin wie nötig und so viel München wie möglich. Wer sein Geld verpulvern will, ist hier richtig. Aber bitte mit Stil. Hier kann man sich als guter Mensch fühlen, wenn man Biocidre aus regionaler Produktion kauft. Tausende verhungernder afrikanischer Kinder gratulieren im Geiste. Architektonisch hätte die Stadt den Bezirk sehr attraktiv gestalten können. Stattdessen wurde er zum Totsanieren freigegeben. Die Straßen sehen aus wie mit Photoshop bearbeitet. Prenzlauer Berg ist vom angesagtesten Bezirk der Nachwendezeit zu einem schwarzen Loch des Interesses mitten in Berlin verkommen."
 
Israelis in Berliner Start-ups: Willkommen im Land des Feierabends
http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...s-bringen-unternehmergeist-mit-a-1009223.html
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Israel gilt als "Start-up-Nation", die Tech-Branche ist eine der besten der Welt. Davon will Berlin profitieren und holt junge Israelis. Die kommen gerne - und sind erstaunt, dass man hier während des Urlaubs sein Handy ausschalten soll.
"Berlin ist im Moment die Stadt der Träume für viele junge Israelis", sagt Gregor Schlosser von der deutsch-israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK-Israel). "Es gilt als Zwillingsstadt von Tel Aviv: frei, liberal, 'anything goes'. Es gilt als Ort, an dem man den politischen Ballast hinter sich lassen kann." Für viele Israelis war 2014 ein zermürbendes Jahr: keine Fortschritte im Nahost-Konflikt, dafür ein weiterer Gaza-Krieg. Berlin hat den Vorteil, weg zu sein, aber nicht zu weit weg - vier Stunden Flug und nur eine Stunde Zeitverschiebung.
 
Sagen nur die, die sich die Mieten nicht leisten können :sorry:

Anscheinend stehst du doch mehr auf München/Bayern, als du es zugeben würdest :v: Naja, gibt wohl schlimmeres als eine ruhige und relativ sichere Wohngegend, die ein wenig Luxus erlaubt. Berlin ist noch prollmäßig genug ;)

@Israelis: Ist doch schon länger so, dass Berlin sehr beliebt bei ihnen ist. Irgendwie Ironie des Schicksals, dass gerade Berlin zu einer bei jungen Juden angesagten Stadt wurde, in der sie sich frei und sicher fühlen, aber natürlich eine schöne Sache. Ein kleines Vorbild für die Welt und ein Hoffnungsfunke, dass sich andere von hass zerfressene Länder wieder normalisieren und irgendwann zu einer gewissen Toleranz zurückfinden.
 
Viele Israelis haben ja gerade bei Deutschland gute Bedingungen einzuwandern, da man sich mit den Dokumenten der Großeltern an dem Amt widmet und die Staatsbürgerschaft zurückfordert ^^

Zudem hat das gerade seinen Reiz. xD
 
Viele Israelis haben ja gerade bei Deutschland gute Bedingungen einzuwandern, da man sich mit den Dokumenten der Großeltern an dem Amt widmet und die Staatsbürgerschaft zurückfordert ^^

Zudem hat das gerade seinen Reiz. xD

Schon klar, ich finde es ja ne gute Sache. Ist aber auch nur möglich, da wir keine französischen Verhältnisse haben ;) Da würde der Reiz sehr schnell verfliegen. DE ist nunmal seit Jahren einer der wichtigsten Partner Israels und das wirkt sich auch auf die Beziehungen und die Haltung der Bevölkerung aus.
 
@Israelis: Ist doch schon länger so, dass Berlin sehr beliebt bei ihnen ist. Irgendwie Ironie des Schicksals, dass gerade Berlin zu einer bei jungen Juden angesagten Stadt wurde, in der sie sich frei und sicher fühlen, aber natürlich eine schöne Sache. Ein kleines Vorbild für die Welt und ein Hoffnungsfunke, dass sich andere von hass zerfressene Länder wieder normalisieren und irgendwann zu einer gewissen Toleranz zurückfinden.

Das ist aber nur bei den israelischen Juden so, dass sie da kaum Vorbehalte haben. Anders sieht es da bei den amerikanischen Juden aus: Viele von ihnen wollen nie (mehr) nach Deutschland kommen und kaufen z. B. auch keine deutschen Produkte.
 
Richtfest für Berliner Humboldtzentrum
Berlins Schloss-Kopie nimmt Gestalt an

http://www.tagesschau.de/inland/richtfest-stadtschloss-103.html
[VIDEO5]http://download.media.tagesschau.de/video/2015/0612/TV-20150612-1413-5001.webxl.h264.mp4[/VIDEO5]

Richtfest in Berlin: Der Rohbau des Stadtschlosses steht nach zwei Jahren Bauzeit. Bislang läuft das umstrittene Projekt sogar zeitplangemäß. Bis zur Fertigstellung dauert es allerdings noch: 2019 soll ein Kulturzentrum eröffnen.


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Palast-Architekt Manfred Prasser
"Die Deutschen lassen ihren Hass immer an Steinen aus"

http://www.zeit.de/kultur/2015-06/stadtschloss-humboldt-forum-berlin-architekt-palast-republik
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Der Architekt Manfred Prasser entwarf den Saal für den Palast der Republik in Berlin. Nun muss er den Wiederaufbau des Stadtschlosses am Humboldt-Forum mit ansehen. Interview: Tilman Steffen

ZEIT ONLINE: Trauern sie dem Palast nach?

Prasser: Nein, nicht dem Palast. Ich bin traurig über Deutschland. Über die Unfähigkeit, eine Kulturpolitik der neuen Zeit sichtbar zu machen durch ein Bauprojekt. Stattdessen bekommen wir jetzt für viele Millionen dieses erbärmlich verwirklichte Schloss.



Selbst wenn das Stadtschloss nicht gebaut werden sollte [Ist mir an sich egal], wäre ich für die Sprengung. Genauso sollte das Finanzministerium gesprengt werden, das Gebäude ist ja ne reinste Zumutung, da helfen sogar Beleuchtung und Pflanzen drinne nix, hat man versucht.

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Hauptstadt
Muss man ganz Berlin-Mitte sprengen?

http://www.faz.net/aktuell/feuillet...ss-muss-man-ganz-mitte-sprengen-14233568.html
Ich wohne in Mitte. Als ich noch neu war in Berlin, klang dieser Satz verkehrt für mich, da fehlte doch, fiel das denn niemandem auf, ganz deutlich ein Artikel. In der Zwischenzeit habe ich mich daran gewöhnt, war jetzt auch nicht so schwer, ob man dagegen im oder am oder vielleicht sogar, was ich nicht glaube, obwohl es am logischsten erscheint, auf dem Prenzlauer Berg wohnt, ist mir bis heute nicht klar, weshalb ich vorerst in Mitte bleibe.

Ausgesucht habe ich mir den Stadtteil aus Not. Als ich 1999 aus München herzog, konnte ich mir nicht vorstellen, wo in Berlin man leben wollen würde, die Größe der Stadt überforderte mich, und Mitte schien wenigstens gut gelegen. Klang auf jeden Fall zentral. Von dort aus wäre man immerhin zügig woauchimmer anders. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Mitte zu dieser Zeit besonders gefragt war. Eigentlich wohnten alle, die ich kannte, in Kreuzberg. Friedrichshain, hieß es damals, werde gerade schick (kam das eigentlich schon, frage ich mich gerade?).

In Mitte muss wieder vieles möglich sein

Wenn demnächst noch das Seniorenheim am Hackeschen Markt zumacht, ist es vollends vorbei mit Leben in Mitte.

Aber – nicht alles ist schlechter geworden. Es war ein langer Weg, aber irgendwie haben wir doch nahezu alle dieser elendigen Berliner Bären aus Mitte rausgekriegt! Und in der Reinhardtstraße ist da, wo früher die FDP war, jetzt das Rumänische Kulturinstitut drin. Jetzt müssen wir eigentlich nur noch die Ampelmännchen-Puppen aus den Souvenir-Shop-Schaufenstern kriegen, womit wir auch das Touristenproblem erledigt hätten (denn was sonst lockt sie an?), irgendwo immer noch unentdeckte junge Künstler auftreiben und dann alle beide dort ansiedeln, wo nach der Sprengung diverser Youth Hostels und des Me-Collector-Rooms in der Auguststraße wieder genug Baulücken entstanden sind, um diese grandiose Illusion von früher wiederauferstehen zu lassen, dass in Mitte noch so vieles möglich ist.
 
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