en leicht verwaschenen Texturen (platte Blätter!) mangelt es an Tiefe und auf die Entfernung an anisotroper Filterung, die dynamischen weichen Schatten könnten höher aufgelöst sein. Die Spielfiguren wiederum sind detailliert ausgearbeitet, ohne aber an die Charaktere eines Crysis 3 heranzureichen - was auch an der eingeschränkten Mimik liegt, die nicht durchgehend Emotionen vermittelt. Das ist schade, da die Sprecher im Englischen überzeugen.
Bei Nacht durch den geringen Kontrast kaum, bei Tage umso deutlicher zu sehen ist, dass die Umgebungslichtverdeckung der PS4-Version fehlt oder nur sehr schwach ausgeprägt ist. Viele Objekte scheinen daher in der Luft zu schweben, zumal nicht alle einen Schatten werfen. Das für die PC-Version angekündigte HBAO+ (Horizon Based Ambient Occlusion) dürfte die Umgebungslichtverdeckung deutlich aufwerten, das sichtbare Kantenflimmern sollte sich durch MSAA und TXAA (Temporal Approximate Anti-Aliasing, nur für Geforce-Grafikkarten) auf ein Minimum begrenzen lassen.
Watch Dogs ist trotz dieser Kritikpunkte beileibe kein hässliches Spiel, die angespielte Version hat uns aber hinsichtlich der Grafik ernüchtert - kein Wunder, müssen die Entwickler doch Rücksicht auf die Last-Gen-Konsolen nehmen. Ubisoft spricht vollmundig von 1080p bei 60 fps für die Playstation 4 und in der Tat zeigte das Spiel subjektiv kaum Bildrateneinbrüche. Anderseits wären 30 fps und eine höhere Rendering-Qualiät unserer Ansicht nach die bessere Option gewesen, möglicherweise hätte Ubisoft dann aber bei der Xbox One zu viele Abstriche machen müssen.
http://www.golem.de/news/watch-dogs...-playstation-4-sind-zu-wenig-1405-106406.html