Die Frage ist auch nicht ob sie das nötige Geld mit ihren Plattformen erwirtschaften um zu überleben, sondern ob sie schnell genug wachsen werden um die explodierenden Investitionssummen für die nächste Generation aufbringen zu können. Jede neue Konsole kostet erheblich mehr als die vorherigen Iteration in Entwicklung/Vertrieb/Marketing. Heute wird einfach eine gewisse Infrastruktur rund um die Konsole erwartet. Im Endeffekt muss dafür der Kunde aufkommen und wenn drei Unternehmen diese Ausgaben tätigen, dann muss der Kunde auch 3x dafür aufkommen. Diese Kosten entgeht man auch nicht wenn man die Konsole nicht kauft, der schwächere Skaleneffekt macht mein Produkt der Wahl trotzdem teurer wenn sich mehrere Hersteller den Markt teilen. Diese Tatsache macht es einfach fragwürdig ob der Markt weiterhin Platz für 3 Heimkonsolen bieten wird.
Für eine Zweitkonsole, die dem Rest des Marktes einfach Jahre hinterherhinkt ist momentan wohl noch Platz, das kann sich in Zukunft aber ändern. Die Kostenexplosion haben Publisher mit Konsolidierung bekämpft, bei den Plattformen gab den genau den gegenteiligen Effekt. Es gibt immer mehr Geräte mit der Funktion eines Videospielgerätes. Die Frage ist jetzt sinkt oder steigt dadurch die Akzeptanz einer Zweitkonsole? Ich würde ja eher vermuten sie sinkt. Die andere Frage wäre dann ja noch ob Konsolen mit Multimediafunktion überhaupt noch relevant sein werden. Dank Cloud-Computing braucht man für Musik & Filme eigentlich kein Gerät mehr unter dem TV, ein Netzwerkanschluss am Fernseher reicht.