Ich bin weder ein ausgesprochener Freund von alternativen Steuerungsmethoden, noch von Nintendo-Spielkonsolen. Aber bei Zombi U mache ich eine Ausnahmen.
Das Spiel lässt mich leiden, was ich zum Teil gut finde. Nach drei Stunden Spielzeit schmerzten meine Hände vom Halten des klobigen Controllers. Zusätzlich fordert mich das Spiel bis zum Abwinken. Über jede Aktion denke ich nach. Jeder Waffeneinsatz muss geplant sein. Jeder noch so kurze Kampf mit einem Zombie ist intensiv.
Zombi U ist in Sache Atmosphäre genau das, was so viele bei Resident Evil 6 vermisst haben: Ich habe Angst vor dem, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet.
Technisch hinkt das Spiel deutlich der aktuellen Shooter-Generation hinterher. Die Grafik ist zuweilen alles andere als hübsch und auch die Interaktivität mit der Umgebung ist stark eingeschränkt. Aber das störte mich eher weniger. Denn hier bin ich einsamer Überlebender in der Zombie-Apokalypse und nicht der Superheld mit Pumpgun und Maschinengewehr. Zombi U ist etwas für Freunde des gepflegten Grusels und für solche, die sich auch bei (scheinbar) aussichtslosen Spielsituationen nicht frustriert abwenden.