ich verstehe manche hier nicht. da wird so getan als hätten sie fachwissen und ja sie wissen eh alles besser aber dann schreiben die so einen müll in dieses forum.
wir sprechen hier von einem sport wo es um bruchteile einer sekunde geht und dann soll ein fahrer bei der entwicklung seines eigenen autos kaum eine rolle spielen?
flavio briatore hat schon damals gesagt wie sehr angetan er war dass alonso bei der entwicklung und vor allem abstimmung des autos aktiv das team unterstützt hat. einige leuchten hier meinen wohl dass entwicklung nur damit zu tun hat wenn sich der fahrer vor den computer des windkanals setzt und zahlen auswertet.
wenn mercedes ein auto entwickelt dann könnten sie ja demnächst auf testfahrer, die ja täglich auf dem ring ihre runden drehen, messwerte sammeln und ausführlich protokolle schreiben gleich feuern weil nach den experten hier auf cw die fahrer bei der entwicklung mithelfen ein mythos sind. diese leute gehören dann wohl nicht mit zur entwicklung oder wie ?
das ist ja lachhaft und zeigt mal wieder wie wenig ahnung die leute hier haben. da könne wir ja froh sein dass darthgogeta und co. keine autos entwickeln.
schon komisch dass das formel 1 auto während der gesamten saison kontinuierlich weiterentwickelt wird und da das feedback eines fahrers auch mal goldwert sein kann. so wird es auch in allen teams gemacht nur dereine kanns halt besser der andere weniger.
und das konnte und kann alonso immer besser wie einige in der formel 1 und genau das macht ihn auch so wertvoll. denn entwicklung heisst nicht nur die arbeit der ingenieure sondern der des ganzen teams und wer soll das fahrverhalten denn nun mal besser kennen wenn nicht der fahrer selbst.
Die anderen hier haben dir ja auch schon Geantwortet und ich hoffe einfach mal das hier wirklich aneinander vorbei geredet wurde und du das auch einsiehst wenn du dir hier alles noch mal durch liest! Da mich aber von deinem Post den man ja durchaus als Angriff sehen kann auch voll und ganz angesprochen fühle möchte ich auch Antworten.
Erst mal behauptet hier niemand das man ein Auto voll am Computer und/oder im Windkanal entwickeln kann und der Fahrer bei der Entwicklung keine Rolle spielt. Ich und so wie ich es verstehe auch andere hier sagen nur das von manchen und so wie es aussieht auch von dir, die Rolle des Fahrers bei der Entwicklung eines Wagens schlicht weg überschätzt wird.
In der Regel sieht es doch so aus das die Ingenieure sich erst mal das Reglement anschauen und dann überlegen was man machen kann bzw. muss um im nächsten Jahr mit den neuen Regeln wieder das Maximum aus dem Packet zu holen. Dann kommen dabei halt so Lösungen wie die neuen Nasen oder bei Ferrari die Pullroad Aufhängungen und und und dabei raus. Ich meine es gibt ja noch viel mehr ganz kleine Detail Lösungen an jedem Wagen. Ich bezweifel Stark das ein Alonso während der Entwicklung gesagt hat lass und mal eine andere Vorderradaufhängung Probieren (die zumindest was den Mechanischen Grip angeht ehe von Nachteil sein sollte) oder das Schumacher vorgeschlagen hat so einen Knick in die Nase zu Bauen oder Vettel letztes Jahr den Diffusor mit Auspuffgasen anzublasen.
Und selbst wen, was ich ja nicht total ausschließen möchte, eine Fahrer mal eine Idee hat was man vielleicht Probieren könnte dann müssen es immer noch die Ingenieure entwickeln und ans Auto bringen.
Der Fahrer hat zwei Aufgaben bzw. wenn er halt wie Alonso oder Vettel eine Glas Klare Nr.1 im Team ist ein Recht und eine Aufgabe. Zum einen kann er schon vor und während der Entwicklung des Wagens auf die Ingenieure einwirken und Ihnen klar machen welche Tendenz er lieber hat. Alle wollen natürlich ein möglichst Perfekt ausbalanciertes und Neutrales Auto, nur haben z.B. im Zweifelsfall ein Schumacher und Hamilton lieber ein Auto das auf der Vorderachse da macht was sie wollen und wenn überhaupt am Heck unruhige ist. Und das werden sie den Ingenieuren auch mit Sicherheit mitteilen.
Dir wirkliche Aufgabe der Fahrer kommt dann wenn der Wagen fertig ist und zum ersten mal auf die Strecke geht. Im Fall von McLaren ist das aber z.B. schon lange vor den eigentlichen Testfahrten wenn der Wagen das erste mal im Simulator auf die Strecke geht. Die Fahrer müssen den Ingenieuren nun so gut wie möglich mitteilen was stimmt und wo es Probleme gibt bzw. wie sich der Wagen abseits der ganzen Telemetrie Daten anfühlt. Genau wie die Setup Arbeit am Wagen während der Testfahrten (Grund Setup finden) und der Rennwochenenden (Strecken Spezifische Setups) Streitet hier niemand ab das es auch heute noch Fahrer gibt die das besser beherrschen und welche die darin nicht ganz so gut sind.
Aber auch hier darf man sich nicht vorstellen das manche blöd rum stammeln und total Rudimentär über das Fahrverhalten berichten während andere genau sagen was man wie und wo am Wagen ändern muss. Jeder der heute in die F1 kommt, selbst die Leute wie Karthikeyan über die sich ja die Möchtegern Experten in den ganzen Foren (das beinhaltet jetzt natürlich auch mich bevor sich jemand angegriffen fühlt) gerne mal Lustig machen, sind so gut ausgebildet das sie einen Wagen verstehen und wissen was sie wie machen müssen um Probleme im Fahrverhalten anzugehen und was sie den Ingenieuren erzählen müssen. Das es dabei wie gesagt trotzdem welche gibt die das noch besser machen als der Rest und so mit auch für die weiter Entwicklung des Wagens einen kleinen Vorteil darstellen streitet niemand ab.
Jetzt zu deinem Beispiel mit den Testfahrten bei Straßenautos. Was das Design also die Aerodynamik usw. angeht wir da nicht mehr viel bis gar nichts gemacht. Das ist eigentlich schon in einer Mischung aus Designs Studio (Marken und Modell Typischem Design) , Windkanal und Fußgänger Schutz Bestimmungen so weit abgeschlossen. Dort werden vor allem die Fahrwerke abgestimmt, im Ansatz also ähnlich wie jetzt bei den Testfahrten der F1, und das wird durch Leute gemacht die als Testfahrer der Hersteller zum ganz großen Teil selber Ingenieure sind und neben ihren eigenen eindrücken vor allem Ähnlich wie in der F1 von einer Armada von Messgeräten unterstützt werden. Dies Daten, die wie du schon richtig sagst auf der Strecke Gewonnen werden und ohne die es auch nicht geht, werden dann am Computer ausgewertet und fließen bis zur nächsten Testfahrt in die weiter Entwicklung ein. Im übrigen steht die Fahrwerksgeometire und vieles andere fast immer schon endgültig fest wenn der Wagen das erste mal auf die Test Strecke geht. Und wenn dann wie z.B. bei Ferrari mal ein Schumacher einen Straßen PKW fahren und mit abstimmen lässt dann Streitet kein Ingenieur ab das es natürlich Sinn macht und ihnen hilft. Aber zum ganz großen Teil alleine weil ein Schumacher den Wagen viel eher an sein Limit bringen kann als die Testfahrer selber und er natürlich eine riesen Erfahrung hinter dem Steuer hat. Nur wird der Wagen am ende trotzdem nicht so abgestimmt wie Schumacher es für sich selber machen würde da die Leute trotzdem und auch bei einem Ferrari auf eine Gewissen Alltagstauglichkeit achten müssen und der Wagen für viele Käufer im Grenzbereich viel zu Giftig wäre. In einem Wagen mit Elektronisch einstellbaren Fahrwerk möchte ich aber nicht abstreiten das in der Stufe Race das was man einstellen kann dann auch wirklich in die nähe von dem kommt was der Rennfahrer machen würde. Nur sind die Möglichkeiten hier gegenüber einem kompletten abstimmen eines Autos natürlich auch recht begrenzt. Letztendlich ist es zu ganz großen Teil einfach der Werbeeffekt der dazu führt das ein Rennfahrer in die Entwicklung eines Wagens eingebunden wird.
Noch ein letzter Satz zu dem Einfluss des Wagens bei den Testfahrten bzw. wie wichtig Präzise Aussagen von ihm sind. Für viele wenn auch nicht alle Techniker ist es z.b. viel wichtiger das der Fahrer in der Lage ist vollkommen Konstant, noch nicht mal unbedingt am Limit der in dem Moment auf der Strecke fahrenden Konfiguration fahrend, seine Runden drehen kann damit sie vernünftige Daten zum Auswerten bekommen. Gerade Senna hat das bei den letzten Testfahrten sehr gut gemacht und so was ist zum Teil viel mehr Wert als "nur" der Eindruck des Fahrers.
Es ist doch Logisch das kein Techniker in der Lage wäre einen F1 Wagen auch nur im Ansatz so gut wie ein Rennfahrer zu bewegen, trotzdem geben die Techniker den Fahrern Tipps und vorgaben wie sie wo fahren sollen um noch was raus zu holen (oft in der Quali zu beobachten). Das liegt schlicht weg daran das sie in der Telemetrie dinge sehen die der Fahrer auf seiner schnellen Runde wenn überhaupt vermuten kann. Trotzdem muss der Fahrer es auch auf der Strecke umsetzten genau so wie die Ingenieure es bei der Entwicklung des Wagens in der Fabrik umsetzen müssen.
Viel wichtiger ist der Faktor Fahrer mehr wenn Leute wie ein Schumacher es schaffen um sich herum eine Schlagkräftige Truppe aufzubauen denen er zum einen Vertrauen kann und die auch wirklich gut sind. Bei Ferrari war es doch zum ganz großen Teil Schumachers verdienst das er die richtige Leute mitgenommen oder in Team geholt hat und so den Grundstein für die Erfolge gelegt hat.
Und jetzt wirklich zum Schluss noch ganz kurz was zum Nachdenken. Wenn der Fahrer so wichtig wäre dann dürfte das Geld nur eine extrem untergeordnete Rolle Spielen! Es gibt zwar immer wieder Beispiele das man mit viel Geld und den falschen Leuten trotzdem nicht Erfolgreich sein kann (bestes Beispiel Toyota). Letztendlich sind große Resourcen bei Ingenieuren und in anderen dingen fast durch nichts zu ersetzten und können in keinster Weise durch das Feedback und die Erfahrung eines guten und erfahrenen Fahrers aufgefangen werden. Ausnahmen wie Brawn mit der Genialen Idee des Doppelten Diffusors bestätigen hier die Regel. Ganz davon ab das Button und Barichello ja nicht den Ruf haben tolle Entwicklungsfahrer zu sein was meine These ja eher noch Unterstreicht. Aber vielleicht hat Schumacher als Rentner diesen ja zuhause im Wohnzimmer entwickelt und seine alten Kumpel Brawn angerufen :-D ;-)