E3 Der E3 2008 - Thread

Könntest du diesen neuen Markt bitte etwas genauer definieren? Ich kann mir nicht vorstellen wie der genau aussehen soll und wie das Spielen darin aussehen soll.

Stell dir den neuen Markt als Bibliothek vor. Gaming wie wir es kennen ist darin die Fantasy-Abteilung :)

@Klobrille: Gaming ist nicht bedeutender als die Film-Branche, nichteinmal was die Umsätze angeht (von Gewinn wollen wir dabei erstmal gar nicht reden)

Tatsächlich stagniert der Gewinn der Spielebranche seit Jahren, wenn du MS und Sony reinzählst dann schrumpft er sogar signifikant (und nichts für ungut, aber Umsatz hat wenig Aussagekraft, ausser du spekulierst gerne an der Börse), nur wenn du Nintendo reinnimmst kommt man da vielleicht ins Plus, und Nintendo hat sich vom klassischen Videospielmarkt abgewandt, weil er unrentabel und selbstzerstörerisch ist (hör uns doch nur selbst zu: Wääähh... 2D... Wasn Crap.... Das Spiel hat nur 10 Millionen gekostet, das schau ich mir nicht an... uhhh unter 90%, sicher ein Müllspiel etc...)

Ich sage nicht, dass das klassische Spielen komplett ausstirbt, aber es ist dazu verurteilt, zu einer Nische zu werden, weil es einfach zu wenig profitabel ist.


Und um nochmal auf deinen Filmvergleich zurückzukommen

Wer geht ins Kino?? Jeder und seine Großeltern noch dazu
Wer spielt???


Merkst du was :-?
 
Jetzt is ja Electronic Arts dran. Kann ich da ein Stream sehen?
 
Ja. Dass meine Oma mit mir zum Beispiel eher weniger in Matrix gegangen ist und stattdessen lieber in Alvin und die Chipmunks.

Merkst du was? ;-)

Hab ich gesagt, dass die alle die gleichen Games spielen sollen??? Es heißt nicht umsonst neuer Markt. Ihr müsst aufhören in den Schubladen zu denken, in denen nur ihr das Recht habt, zu spielen.

Wenn der Markt langfristig gesund bleiben soll, muss man anfangen für alle zu entwickeln, und neue Spielerfahrungen zu definieren.

Du hast das Filmbusiness bemüht, also frag ich dich jetzt. Wo ist das "Alvin & the Chipmunks" bei den Konsolen (und damit meine ich Gamplaymäßig, und nicht Inhaltsmäßig, schlieslich geht bei Spielen ums Spielen, und nicht ums schauen)

Ihr vergleicht den Filmmarkt, der Milliarden Menschen anspricht durch seine zahlreichen Facetten mit den Videospielmarkt, ders nichtmal auf 150 Millionen schafft, und behauptet, der Markt wäre gesund, weil er mehr Umsätze generiert (was wie gesagt nichtmal stimmt)

Wenn ich davon schreibe, dass sich unser Hobby verändert, dann meine ich das auch so. 20 Jahre lang wurde nichts anderes gemacht, als mehr und mehr Leute vom Spielen auszuschließen, und der Markt in seiner Selbstgerechtigkeit fand das auch noch gut. Nintendo ignoriert diese ehernen Gesetze (Spiele definieren sich über Technologie, der Markt wächst) nun, und es wird sich vieles verändern (wenn nicht durch Nintendo, dann durch andere, der aktuelle Weg ist zum scheitern verurteilt).


Wenn du wirklich meine Meinung zu dem Thema lesen willst, bemühe bitte meinen Blog, da hab ich in den letzten 3 Einträgen sehr viel dazu geschrieben :)

[ACHTUNG]: Das ist nicht meine Meinung als Spieler, das ist der Versuch, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ihre Folgen zu erklären[/ACHTUNG]
 
Es gibt keinen besseren Stream, wa? Ist unaushaltbar laggy. Ich hab die ganzen Infos vorhin nicht verstanden und von der Mirrors Edge Demo sind auch Standbilder übrig geblieben....
 
@cola:
Ich verstehe dich _voll und ganz_ und alles, was du sagst, ist eigentlich auch korrekt und im Prinzip teile ich diese Meinung.
Das einzige, worin wir uns hier jedoch unterscheiden ist die Tatsache, dass ich dies absolut nicht gutheißen kann. Ich mag die Vorstellung ganz einfach nicht, in 10 Jahren nur noch fuchteln und Games ohne Tiefe daddeln zu können (sehe das jetzt methaphorisch).

Das, was ich allerdings trotzdem noch ein wenig anders sehe ist die Sache, dass es _immer_ die so genannten "Core"-Gamer geben wird. Ob es wirklich so ist - das weißt du nicht und das weiß ich nicht.

Dass in Zukunft mehr auf den Casual-Markt gegangen wird, das weiß ich auch. Und dass es für die Branche gut ist, das weiß ich ebenso. Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Jedennoch bin ich kein Mensch, der darauf großen Wert legt und hier kannst du mir auch ganz klar großen Egoismus vorwerfer, aber: ich will gute und inhaltlich wertvolle Spiele, die mir wirklich Spaß machen und auch zeigen, wie weit unserer technischer Fortschritt ist. Ich denke in erster Linie an _mich_, erst dann verschwende ich Gedanken mit Erfolg- oder Misserfolg.

Ich bin mir sicher, dass wir so verbleiben können ;-) Ich weiß ja, was du sagen möchtest und stimme den _vollkommen_ zu. Nichtsdestotrotz wirst du evtl. auch meine Position zumindest _nachvollziehen_ können :-)
 
Mal ne kurze Zwischenfrage: Wo war denn heute Bungie. Wollten die nicht was großes rauslassen? Hätte doch zur MS-PK gepasst. !?
 
@brille: Ich verstehe deine Position zu 100% und bitte nicht vergessen, ich bin ja auch Gamer, ich seh das auch nicht alles an, ohne mir bis zu einem gewissen Grad Sorgen zu machen


Allerdings glaube ich daran, dass es unser Hobby mittelfristig eher verbessert, als dass es es verschlechtert. Klar, die Zeiten in denen Spiele durch die grafische Entwicklung getrieben werden, dürften, wenns nach Nintendo geht, vorbei sein, allerdings sind wir schon letzte Gen bei "gut genug" angelangt, was das angeht. Einen Wechsel in den Werten (weg von Grafischer Entwicklung, hin zur Überarbeitung und weiterentwicklung der Interfaces) begrüße ich im Moment sogar sehr.

Was mir auffällt ist, der neue Markt wird immer mit dem Müll von den 3rds identifiziert, und nicht mit den Perlen von Nintendo. Von dem Standpunkt ists durchaus klar, dass man die Entwicklung ablehnt.
 
Hab ich gesagt, dass die alle die gleichen Games spielen sollen??? Es heißt nicht umsonst neuer Markt. Ihr müsst aufhören in den Schubladen zu denken, in denen nur ihr das Recht habt, zu spielen.

Wenn der Markt langfristig gesund bleiben soll, muss man anfangen für alle zu entwickeln, und neue Spielerfahrungen zu definieren.

Du hast das Filmbusiness bemüht, also frag ich dich jetzt. Wo ist das "Alvin & the Chipmunks" bei den Konsolen (und damit meine ich Gamplaymäßig, und nicht Inhaltsmäßig, schlieslich geht bei Spielen ums Spielen, und nicht ums schauen)

Ihr vergleicht den Filmmarkt, der Milliarden Menschen anspricht durch seine zahlreichen Facetten mit den Videospielmarkt, ders nichtmal auf 150 Millionen schafft, und behauptet, der Markt wäre gesund, weil er mehr Umsätze generiert (was wie gesagt nichtmal stimmt)

Wenn ich davon schreibe, dass sich unser Hobby verändert, dann meine ich das auch so. 20 Jahre lang wurde nichts anderes gemacht, als mehr und mehr Leute vom Spielen auszuschließen, und der Markt in seiner Selbstgerechtigkeit fand das auch noch gut. Nintendo ignoriert diese ehernen Gesetze (Spiele definieren sich über Technologie, der Markt wächst) nun, und es wird sich vieles verändern (wenn nicht durch Nintendo, dann durch andere, der aktuelle Weg ist zum scheitern verurteilt).


Wenn du wirklich meine Meinung zu dem Thema lesen willst, bemühe bitte meinen Blog, da hab ich in den letzten 3 Einträgen sehr viel dazu geschrieben :)

[ACHTUNG]: Das ist nicht meine Meinung als Spieler, das ist der Versuch, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ihre Folgen zu erklären[/ACHTUNG]

Du redest ziemlich viel von Märkten und bleibst dabei immer abstrakt und unkonkret.

Deine Schreibweise erinnert mich sehr an Statements von diversen Nintendo-Mitarbeitern.

Dabei scheiterst du, ebenso wie Nintendo selbst, ganz konkret daran, zu erklären, worin der neue eingeschlagene Weg, der "Paradigmenwechsel" überhaupt besteht.

Jetzt mal im Ernst: Wii unterscheidet sich vom grundlegenden Konzept nicht so sehr von den HD-Konsolen, wie Manche es gern dastellen.
Man hat immernoch ein (jetzt zweiteiliges) Eingabegerät mit mehr als 8 Knöpfen, einem Analogstick, man hat immernoch eine Konsole vor dem Fernseher stehen, die grundlegende Tatsache, dass man mit einem Eingabegerät über einen virtuellen Avatar auf einem zweidimensionalen Schirm mit vorgetäuschter Räumlichkeit Einfluss nimmt, hat sich ebensowenig geändert wie die grundlegenden Spielkonzepte.

Es ist nicht der Paradigmenwechsel, der Wii zu einem Erfolg macht, es ist der Lifestyle-Faktor.
IPod, Bionade und Co. haben es vorgemacht.
Klein, schlank, weiß, leise, hip, schnell (nicht im Sinne der Leistung, sondern der Bedienung), sauber, aktiv, unkompliziert...
Wii passt einfach gut in den momentanen Zeitgeist, in dem sich weltweit McDonalds Frittenbuden zu McCafes mit gediegenem Ambiente und Frappe-Getränken verwandeln...

Eltern mögen es witzig finden, mal eine Runde Wii-Sports auf der Konsole ihrer Kinder mitzuspielen, aber jetzt mal ernsthaft: Wie viele eurer Eltern wären bereit, sich eine Wii für über 250 Euro zu kaufen, ins Wohnzimmer zu stellen und zu benutzen?

Der Punkt, dass immer mehr Menschen vom Markt ausgeschlossen würden, lässt sich nicht zwingend an einer zunehmenden Komplexität der Spiele oder Controller festmachen:
Wie viele Menschen benutzen Computer, fahren Autos, bedienen an ihrem Arbeitsplatz moderne Maschinen und Geräte... allesamt deutlich schwieriger zu bedienen als ein Videospielcontroller, der anstatt eines Neigungssensors einfach einen zweiten Analogstick hat...

Dieser Post ist kein Angriff, sondern Ausdruck des Interesses an einer Diskussion und einem Meinungsaustausch.
 
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