Keiner hat behauptet, das Jan Ulrich nicht dopt, aber das tut der ganze Radsport und in anderen Ländern wird das einfach verheimlicht.
In welcher Welt lebst du bitte? Jan Ulrich selbst hat gesagt, dass er nicht gedopt hat, dabei weiß es schon die restliche Welt. Während alle anderen es zugeben, gibt es ein Deutscher nicht zu, obwohl es jeder eigentlich schon weiß. Das ist Unsportlichkeit auf höchstem Niveau.
Mal abgesehen davon ist das eine ganzu andere Sportart, genauso wie dein Beispiel mit Schumacher. Das zeigt, dass deine Argumentationsweise ziemlich schwach ist. Wenn du hier Eurosport als Referenz nimmst, machst du dich nur lächerlich.
Es geht darum, dass deutsche Sportler nicht viel besser sind als italienische. Aber die Deutschen heulen über die Italiener, wie unsportlich sie doch seien. Dabei sind deutsche Sportler selbst nicht gerade die sportlich Fairsten.
Ich wollte eben nicht nur Beispiele aus der Fußballwelt bringen, sondern aufzeigen, dass deutsche Sportler allgemein kein sehr gutes Image haben.
Eurosport hat ein Schwalbenturnier nach Jürgen Klinsmann benannt. Aber warum macht man das wohl? Bestimmt nicht, weil Jürgen Klinsmann als sehr fairer Sportler ohne große Schwalbenkunstwerke bekannt war. Jeder weiß, dass deutsche Fußballer gute Schwalben produzieren können. Kiesling ist z.B. ein guter Nachkömmling. Oder was ist mit dem Schwalbenkönig Möller? Der wurde selbst in Deutschland als Schwalbenköngig betitelt.
Jedenfalls hab ich von den Deutschen in letzter Zeit kaum Schwalben gesehen (kann mich an keine Erinnern) und fair spielen sie auch. Besonders Spieler wie Podolski lassen sich nicht so schlimm fallen wie ein Luca Toni z.B. . Wie du hier Deutschland auf eine Ebene mit Italien stellst ist schon ein wenig amüsant.
Da geb ich dir voll und ganz recht. Aktuell spielen die deutschen Fußballer sehr fair und ohne große Schwalben. Wobei die deutsche Nationalmannschaft allgemein nicht gerade sehr "deutsch" auftritt. Unter Jürgen Klinsmann hat man sogar mal sehr attraktiv und recht schnell gespielt. Normalerweise ist man von deutschen Nationalmannschaften eher ein langweiliges und recht langsames Spiel gewohnt.
Aber Ausnahmen sollen die Regel bestätigen. Jedenfalls war es in der Vergangenheit so, dass deutsche Fußballer nicht dafür bekannt waren die fairsten in ihrem Sport zu sein. So sind es die Italiener eben auch. Nur weil es in den letzten Monaten anders war (und es war anders, das geb ich auch offen zu, damit habe ich keinerlei Probleme), heißt dies für mich nicht, dass der deutsche Fußballer jetzt sein Image von heut auf morgen komplett ändert und urplötzlich zu den fairsten Fußballern zählt. Sicher, in den letzten Monaten war das der Fall, aber allgemein betrachtet ist für mich der deutsche Fußballer immer noch der gute, alte Mistkerl, der sich eben auch gern mal zur Not im 16er fallen lässt. Andere Sportarten unterstreichen, dass Fairness im deutschen Sport nicht sehr groß geschrieben wird.
Die Bundesliga war doch erst im letzten Jahr in relativ großer Kritik, weil Schwalben wieder recht stark im Kommen waren. Dann wurde als Vorbild die englische Liga hergenommen, wo von den eigenen Fans die Schwalbenspieler gnadenlos ausgebuht (z.B. Drogba) und wo Schwalben überhaupt nicht gerne gesehen werden.
Ohne Frage, auch Engländer produzieren Schwalben und sogar in letzter Zeit durchaus öfters als vor einigen Jahren (die englische Liga wurde bekanntlich in den letzten Jahren sehr international). Auch in der englischen Liga gibt es einige Schwalben zu sehen. Das bestreite ich gar nicht. Aber bezüglich Fairness, Sportlichkeit und Schwalben geht der Engländer (egal ob Zuschauer oder Sportler) ganz anders um.
Ein gutes Beispiel außerhalb des Fußballs wäre z.B. die Formel 1. Ein Hamilton hat sich das ganze Jahr fair Verhalten, obwohl sein Kollege einige unfaire Methoden benutzt hat.
Wenn hier andere sehen könnten, was du in anderen Foren geschrieben hast, dann würde einem schwindelig werden. Behauptungen ala die Engländer hätten die besten Fans der Welt oder die Engländer wären das beliebteste Volk in Europa.
England hat ohne Frage die besten Fußballfans der Welt. Englandfans sind extrem treue Fans die fast immer hinter ihrer Mannschaft stehen und etliche Opfer begehen und einige Hindernisse in Kauf nehmen, um ihre Mannschaft stärken zu können.
Keine andere Nation bringt so viele Fans mit sich wie England und das obwohl die Nationalmannschaft in den letzten über 40 Jahren keinen Titel mehr gewonnen hat. Zum Teil sogar extrem enttäuschten. Englische Fans sorgen fast immer für eine extrem gute Stimmung die man nur sehr selten sieht.
Deutsche Fans dagegen sind wie man so schön sagt "Erfolgsfans" (ähnlich wie bei den Bayern). Läuft es schlecht, dann springen sie ab bzw. halten sie weit im Hintergrund. Läuft es gut sind sie urplötzlich die Fans schlechthin und halten angeblich treu zu ihrer Mannschaft. Aber selbst wenn es gut läuft, dann nehmen deutsche Fans nicht die gleichen Hindernisse, Wege und Kosten in Kauf wie Engländer.
Erst recht die aktuellen Diskussionen der Bayernfans über ihre Tickets. Einfach lächerlich. In Deutschland kostet ein Ticket durchschnittlich 18 Euro. Damit kommt man billiger davon als in Spanien oder Italien - und deutlich (!) billiger als in England. In England kostet ein Ticket durchschnittlich 48 Euro. Das ist weit (!) über das doppelte. Ich habe erst am Freitag davon gehört (ich war nämlich in Wien, beim Spiel Österreich vs England), da wollte ein Österreicher bei ManU zusehen und musste über 200 für ein Ticket zahlen. Deutsche Fußballfans würden bei den Preisen in England wohl kaum mehr zahlen.
Aber genau die Sache macht die aktuelle Situation in England so schlimm. England hat so gute Fans und trotzdem gewinnt die Nationalmannschaft keinen Titel und spielen aktuell einen extrem enttäuschenden Fußball. Gleichzeitig werden die Fans in der englischen Liga abgezockt wie man es bisher noch nicht kannte. Englische Fans haben es nicht leicht und trotzdem kommen sie in einer Anzahl und mit einer Stimmtung an, wie keine andere Nation sie bietet.
Dass England das beste Volk / die beste Nation der Welt ist, das habe ich bestimmt nicht behauptet. Falls doch (daran erinnern kann ich mich jedenfalls kein Stück), dann war das garantiert (!) nicht ernst gemeint. Ich persönlich sehe England nicht mal als ein richtiges Land an (sondern GB bzw. UK), offiziell ist England auch kein richtiger Staat (sondern UK). Von daher passt da so und so was nicht.
Aber was diskutier ich hier mit einem Engländer, die glauben ja größtenteils immer noch, das Wembley Tor war drinn. Um es nochmal allen klar zu machen ;-)
Ich persönlich glaube nicht, dass das Wembly Tor ein Tor war. Aber (!) der Schiri hat es gegeben und somit gibt es diesbezüglich nicht viel zu diskutieren. Das war sicherlich ein wenig Glück, aber die deutsche Nationalmannschaft hat fast immer Glück. Alleine die WM 2002 - ich will es immer noch nicht glauben. Die beste Mannschaft gegen die Deutschland spielte (bis auf Brasilien) war in der Weltrangliste hinter der schlechtsten Mannschaft gegen die England spielte. Wie kann man so ein Losglück haben wie Deutschland 2002 hatte?
Glück gehört zum Fußball dazu. Auch der Sieg von ManU gegen Bayern 1999 im Finale. Der Sieg von Liverpool über AC 2005 im Finale. Ohne Glück hätten beide Mannschaften den Titel nicht geholt. Das gehört zum Fußball dazu.
1966 hatte England eben ein wenig Glück und gewann den Titel. Aber dennoch haben sie den Titel verdient gewonnen. Es ging letztendlich auch nicht 3:2, sondern 4:2 aus. Beckenbauer selbst hat gesagt, dass England die beste Mannschaft des Turniers war und es verdient hat.
Ich für meinen Teil habe nichts gegen die Italiener. Im Gegenteil: Sie spielen teils sehr schöne Kombinationen und ihre Effektivität, was Chancenverwertung angeht ist unglaublich. Das Theater mit dem Fallenlassen können sie sich aber mMn sparen.
Schwalben und ähnliche Dinger sollte man normalerweise grundsätzlich sein lassen.
Ganz nebenbei: Am Mittwoch bin ich leider nicht Zuhause und würde gerne England vs Kroatien schauen. Das kann man doch per Internet anschauen (über so chinesisches Zeugs) oder täusche ich mich?