Der Morgen in Balmora begrüßte mich mit warmem Sonnenschein, der den Schlickschreiter und die südliche Mauer in ein beeindruckendes Schattenspiel hüllte. Ein angenehmer Kontrast für meine erste, kontrastarme Mission.
Eine Dunmer im östlichen Teil von Balmor hat ein Problem: Höhlenratten haben sich in ihrem Haus breit gemacht. Zwei von den großen Nagern konnte sie im Lagerraum des oberen Stockwerkes einsperren, der dritte fand jedoch seinen Weg in das Schlafzimmer. Von Angst durchzogen überreichte mir die Dunmer den Schlüssel zu dem Lagerraum und ich erledigte die Ratten.
Im Bücherregal ihres Schlafzimmers entdeckte ich dann den 20 Band der 36 Lehren des Vivec, was mir den Umgang mit langwaffen, meiner präferierten Waffengattung, näher brachte.
Nach dem erfolgreichen niedermetzeln der Ratten, kehrte ich in die Gildenhalle zurück und ließ mich weiter in der Kunst des Schwertkampfes durch eine Bretonin ausbilden, ehe ich meine zweite Mission Annahmen: Eierdiebe haben sich in der Nähe an den Eiern der Kwama zu schaffen gemacht und ich soll sie auslöschen.
Dies war die erste Mission mit einer umfangreicheren Wegbeschreibung. Der südliche Ausgang von Balmora führte sowohl zur Festung der kaiserlichen Legion, einem Ort den ich später noch Kennenlernen werde, als auch die Berghänge Richtung Süden entlang. Diesem zweiten Weg folgend findet man früher oder später die Eiermine.
Hier erstreckt sich auch die Landschaft der Umgebung, auch West-Gash genannt, ein Name, den viele Spieler vielleicht gar nicht kennen, und der in späteren Titeln mit "Westspalte" abgeändert worden war
Dem Weg durch die Gash weiter folgend fand ich mich dann in einem Ahnengrab wieder.
Dieses Mal mit einer verzauberten Waffe vom guten Ra'Virr ausgerüstet, machten mir auch die Ahnengeister in dieser schmuckhaften ruhestätte keine Probleme, anders als in einem Grab dass ich in der Nähe von Seyda Neen vergeblich zu erkunden versuchte.
Im Aschebecken im Ende der Gruft fand ich dann zwei Behälter vor, beide nicht gerade mit lohnenswerter Beute gefüllt.
Wieder zurück in der Gash machte ich mich weiter Richtung Süden zur eiermine auf. Draußen vor den arterienartigen Tunneln der sonnenlichtarmen Mine fand ich zwei minenarbeiter vor, die an einem lagerfeuer einige Gläschen von obskuren alkoholgetränken zu sich nahmen. Da einer von ihnen ein Bosmer war verzichtete ich auf potenziell angebotenes Gesöff, da die Waldelfen unter anderem für ihre aus vergorenem schweineblut bestehenden Getränke bekannt sind. Nicht dass man mir Getränke angeboten hätte, denn wenn Morrowind eines ist, dann fürchterlich rassistisch und wenn ich eines bin, dann fürchterlich fremdländerisch.
Die minenarbeiter erklärten mir, dass mein Geruch für die in den Höhlen hausenden Kwama fremd sei und sie, als wären sie Dunmer, mich vermutlich attackieren würden, weil ich ein Fremder bin. Ein guter Hinweis für meine erste außer-städtische Mission.
Und trotz aller Sorge, spiele ich das Spiel immerhin auf einem höheren Schwierigkeitsgrad als sonst (+ 50), machten mir die Eier Diebe keinerlei Probleme, genauso wenig wie die garstigen Bewohner der Minen selbst.
Mit einer in Seyda Neen gefundenen, oder gekauften, Schriftrolle des Göttlichen Eingriffs, gelangte ich nach dem erledigen der Diebe schnurstracks wieder hinaus und fand mich inmitten der vorhin erwähnten kaiserlichen Festung wieder. Meinen ehemaligen Kerkermeister bereits überdrüssig verließ ich die Festung in Richtung Westen zurück nach Balmora.
Hier bot sich mir auch eine schöne weitsicht, immerhin von durchschnittlich 0,33 Zellen auf 10,0 Zellen erhöht. Doch etwas stimmte bei dem Blick nicht. Alles war glasklar vor meinen Augen und wirkte einfach unnatürlich. Also verringerte ich die Weitsicht auf "nur noch" das Zehnfache des Originalspiels, um in der Ferne feine nebelschwaden zu haben um der Welt auch eine größere Tiefe zu verleihen.