Ist es bedenklich das ich Miles fast zu 100% zustimme?

Zelda SS hatte für mich keine Magie mehr, es war nur noch ein gutes aber recht, naja, bedeutungsloses Spiel in einer Flut von gleichwertigen oder besseren. Twilight Princess hab ich geliebt, ist für mich wohl nach der Prime Trilogie immernoch das beste Spiel auf der Wii aber SS hab ich nicht beendet (weil meine Wii kaputt gegangen ist) und habs irgendwie nie bereut. Es hat mir einfach keinen wirklichen Spaß gemacht, es gab keine Welt die ich retten wollte weil es nur eine einzige mickrige Insel gab, es gab keine Überraschungen, das Fliegen fand ich einfach nur laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig nach 10 Sekunden, die steuerung fand ich "nett" aber hätte sie oft genug lieber gegen ne traditionelle getauscht, es hat mich einfach nichts dran gepackt. Und die Schuld schieb ich da eindeutig dem Spiel (bzw. meinem Geschmack selbstverständlich zu) weil ich TP geliebt habe und auch OoT 3DS verschlungen habe.
Ich bin zwar eigentlich normalerweise einer der "wenn sie so viel verändern sollten sie gleich ne neue IP machen" Schreier aber wenn Zelda U wieder "nur" ein traditionelles Zelda ohne größere Änderungen wird....werd ichs trotzdem kaufen und spielen aber nicht mehr mit dem gleichen Enthusiasmus wie früher.
Ich sag auch nicht das Zelda bestimmte Elemente von westlichen Spielen bräuchte, aber das Zelda Gameplay in ner kompakteren Skyrim Welt? Was daran falsch sein sollte müsste man mir erklären. Vielleicht würde Zelda wirklich mal sein Final Fantasy VII benötigen, dass die Welt einfach umkramt
Nein ist es nicht, ist ja jedem seine Meinung überlassen.

Ich kann auch jeden verstehen, der mit SS nicht warm geworden ist. Imo sind solche Untergangsszenarien aber etwas zu früh, Zelda ist eine Serie mit unglaublich breiter Fanbase, Nintendo wird es niemals mehr jedem Fan gleichzeitig recht machen können. Wenn man persönlich nun schon mehrere Teile hintereinander enttäuscht war, wird es vllt Zeit, die Serie zumindest für einen persönlich abzuschreiben, aber nur weil einem ein einziger Teil nicht gefallen hat, würde ich zumindest Zelda noch nicht aufgeben.
Zu deinem letzten: weil das Zelda-Prinzip dann nicht mehr funktioniert

Alle Items wären außerhalb der Dungeons unnötig, weil man einfach um jedes Hindernis herumlaufen kann.
Ich weiß, das wurde auch oft genug als Kritik an der Serie verwendet, aber das Schlüssel-Schloss-Prinzip für Items ist nunmal eines der Hauptelemente der Serie, welches man mit einer Skyrim-ähnlichen Oberwelt ad-absurdum führen würde.
Würde sowas aber doch mal kommen, wäre das wohl der Zeitpunkt, bei dem es Zeit für mich ist, den Untergang der Zelda-Reihe herauf zu beschwören, ich hasse die Oberwelten von Elder Scrolls Titeln.

Wenn es um Open-World-RPGs geht, bevorzuge ich Gothics und Risens Ansatz - und lustigerweise ist der durch die festen Levels der Monster recht ähnlich zu dem von Zelda nur eben in einer RPG-Welt.
Wahrscheinlich. Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich erst seit dem neuem Lapi mich mit Gaming außerhalb Sony und Nintendo beschäftige, weswegen das für mich auch eine neue Erfahrungswelt ist. Trotzdem erlaube ich mir aber Vergleiche zu ziehen, wo man Zelda verbessern könnte.
Kannst du gerne, aber dabei nicht vergessen, dass es da auch den Effekt vollkommen neuer Erfahrungen gibt, wenn du vorher so gut wie nie PC gezockt hast. Kein Wunder, dass dich also ein Spiel eher flasht, wenn du noch nie zuvor ein ähnliches gespielt hast.
Wenn ich jetzt mein erstes Call of Duty zocken würde, dann würde auf mich z.B. nicht die Kritik zutreffen, dass jedes Call of Duty sich wie CoD4 spielt und ich würde die Erfahrung, die andere damals bei CoD4 gemacht haben, jetzt mit Blops 2 haben. Das macht einen enormen Unterschied in der Wahrnehmung.
Letztendlich kann es natürlich genauso sein, dass dir die Designphilosophien der Spiele einfach besser gefallen unabhängig von der Neuheit der Erfahrung, wollte das aber mal angemerkt haben, weil man so leicht auf seine Erfahrungen "hereinfallen" kann und erst später mit mehr Erfahrung eindeutige Fehler bemerkt etc.
Stimm dir auch dabei zu. Ich würde auch nicht sagen, dass HR der Kracher ist, aber es hat vieles getan, was ich zB in Zelda vermisst habe. Die Freiheit alles mögliche zu tun. SS war da eher meh unterwegs und die Oberwelt war dermaßen shitty bis zum geht nicht mehr. Man sagt ja auch, dass man ein Midgard nicht in einem FFVII-Remake umsetzen kann - aber wieso schaut dann die Shanghai-Location quasi ähnlich aus? Imo läuft da etwas falsch mit den Prioritäten der Japaner, selbst bei Nintendo. So viele "Überlegungen" sehe ich da auch nicht mehr, wie sie einst früher waren. Und ich denke mir, dass Miyamoto die treibende Kraft des Stillstands ist bei Zelda, wenn wir vom Gameplay absehen. Da muss einfach mehr getan werden, damit ich mich inzwischen begeistern kann. Komischerweise bleiben die 2D-Zeldas auf einem ähnlich hohem Niveau.
Deus Ex Human Revolution ist aber auch eine vollkommen andere Art von Spiel. Es ist ein halbes RPG und grade bei WestRPGs sind nunmal Entscheidungsfreiheit und co. sehr wichtige Elemente.
Das kannst du dir gerne für Zelda wünschen, Fakt ist aber nunmal, dass Zelda ein Action Adventure ist mit maximal leichten RPG Elementen. Damit befindet sich Zelda eher in Bereichen wie Assassins Creed, Batman, Darksiders, Red Dead Redemption etc.pp. Entscheidungsmöglichkeiten sind einfach kaum teil dieses Genres, du kritisierst Zelda also im Prinzip dafür, dass es nicht in dem Genre zu Hause ist, dass es dir aktuell sehr angetan hat.
Man muss nunmal Designenprioritäten und -entscheidungen treffen, RPGs entscheiden sich hier oft für eine sehr wenig interaktive Welt und steife Animationen die dafür viele Hintergrundinfos, Entscheidungsmöglichkeiten und Charaktere bieten, Action Adventures wiederum bieten viel mehr direkte Interaktion mit der Welt bei flüssigeren Animationen und tieferen Steuerungssystemen und machen andererseits bei Hintergrundinfos, Entscheidungsbäumen, Dialogszenen etc. Abstriche.
Was man lieber mag, muss natürlich jeder selbst wissen und ich kann jeden verstehen, der hier RPGs nennt, aber dann ein Spiel dafür zu kritisieren, dass es nicht im eigenen Lieblingsgenre erscheint, ist imo keine fundierte Kritik.
Eben. Charaktere, wie TWW-Ganondorf waren eben das, was die Serie gebrauchen könnte. Und Klischées kann man nicht umgehen, man kann nur daraus etwas formen. Und bei DE:HR hattest du nette Ansichten, je nachdem, wie du das Spiel zockst. Bei Zelda gab's auch auch öfters diese Mini Choice-Verfahren, die meist immer in "hast du es verstanden?" geendet haben. Vielleicht sollte sich das Team bissel mehr auf die Story und die Charaktere fokussieren.
Ja, weil Deus Ex ein halbes RPG ist, wenn du mehr davon willst spiel Mass Effect oder Obsidians Spiele.
Zelda wird genau wie Assassins Creed oder Batman solche Entscheidungen nicht bieten, selbst wenn sich die Schreiber auf die Story konzentrieren.
Mal davon abgesehen, dass solche Entscheidungsbäume sowieso mehr zu westlichen Designphilosophien gehört, aber dann müssten wir hier einen kompletten West-vs-Ost Thread draus machen und das ist es ja nicht.
Kommt auf's Spiel an, aber wie gesagt: Zelda würde davon profitieren!
Sehe ich anders, ist aber sicherlich Geschmackssache.
True. Aber mir geht's auch weniger um das Konzept, sondern mehr um die Möglichkeiten. Und da versagt Zelda bei mir.
Naja, muss ja jeder selbst entscheiden. Ich mag Zeldas einfache Handlung, die oft genug trotzdem mitreißen kann. Erwarte mir von einem Zelda aber eben auch solche Dinge nicht sondern will vor allem mit gutem Gameplay und spaßigen Charakteren in einer tollen Welt unterhalten werden. Und auch wenn Nintendo nicht unbedingt für ihre Stories bekannt sind, Welten bilden können sie imo so gut wie die besten der Branche. Fand bisher noch jede Zelda Welt enorm charmant und sogar glaubhaft obwohl sie so märchenhaft rüberkommen. Ist mir persönlich bei Abenteuerspielen weitaus wichtiger, als die eigentliche Story.
Ich würde schon sagen, dass die Spiele besser sind. Sie besitzen mehr Herz in allem, was sie tun. Ob Gameplay, Spaß, Atmosphäre, etc. Für eine ähnliche Entwicklungszeit bekommt man einfach mehr geboten, als bei Zelda. Bei SS haben sie ja schon eine Ewigkeit nur für die neue Steuerung gebraucht, was an sich lächerlich ist, so etwas entwickelt man in maximal einem Jahr, aber nicht in drei Jahren. Und soweit ich mich im Interview erinnere, haben sie für das Spiel zwei Jahre gebraucht.
Musst du ja wissen, ich stimme nicht zu. Ich liebe Xenoblade, aber es ist einfach etwas vollkommen anderes. Die großen Gebiete waren wegen der tollen Architektur spaßig zu erkunden, sie sind letztendlich aber leere uninteraktive Bühnen. Ich habe bei den kleineren Zelda Welten viel mehr Spaß, einfach weil man diese aktive verändern kann. Hier ein Baumstamm weggerollt, da einen Stein zerbombt. Lianen hochklettern und dran schwingen um dann über eine Grube zu balancieren etc.
Natürlich braucht Xenoblade das nicht, weil es ein RPG ist, aber das zeigt eben auch, welche unterschiedlichen Ansprüche an RPG und AA Welten gestellt werden müssen.
Vor dem Hintergrund fällt es imo sowieso enorm schwer, die Spiele zu vergleichen, aber ich hatte letztendlich mit Zelda nochmal mit Abstand mehr Spaß (kein Wunder, Skyward Sword ist imo das bisher beste Spiel, das ich je gespielt habe

) und hatte auch nicht das Gefühl, dass dem Spiel Herz fehlen würde bei den ganzen Details mit denen SS mal wieder geschmückt ist.
Ich sag auch nicht, das eine Meinung besser ist, als eine Andere. Nur ich seh einfach den gewaltigen Unterschied zwischen den Entwickerln inzwischen.
Ich weiß, falls das bei dir wie ein Vorwurf meinerseits ankam, dann sry so war das nicht gemeint.
Ich stimme halt nur nicht zu, ist nur schwer, da zu argumentieren, weil beides letztendlich auf persönlichen Meinungen beruht.
