Ich fand auch schon die Spiele der letzten Generation zu 90 % enttäuschend, weil sie kaum spielerischen Fortschritt boten (das gilt auch für Nintendo Spiele und dem GameCube). In dieser Generation wird mit der PS3 und 360 eigentlich nur noch schlimmer.
Spiele spielt man und ein Videospiel wird eigentlich über das Interface gespielt: Spieler > Eingabe > Rechensystem > Ausgabe > Spieler > ... Seit der 3D Revolution hat sich an der Ausgabe von Spielen wenig geändert. In der letzten Generation konnten 3D Spiele noch für ein paar effektive und längere Wow-Gefühle sorgen, aber auch nur noch sehr wenige. Heutzutage ist es fast unmöglich mit 3D Grafik noch jemanden zu schocken. Es reicht nicht einfach schärfere Texturen darzustellen und mehr Polygone, eine realistischere Physik, menschlichere KI und höhere Anzahl an Objekten zu benutzen. Das verändert das Spiel nicht wirklich, macht das Spiel in den meisten Fällen einfach nicht interessanter und spaßiger. Betrachtet man das Spiel aus der Perspektive eines Filmzuschauers, dann wird das sicherlich alles interessanter und unterhaltsamer. Aus der Perspektive eines reinen Spielers ändert sich immer weniger und wird somit auch immer langweiliger als auch sinnloser. Deshalb bietet Nintendo auch meiner Meinung nach die fortschrittlichsten Spiele, weil sie im Gegensatz zur Konkurrenz wenigstens einen Bestandteil des Interfaces grundlegend verändert haben, wodurch Spiele ein vollkommen neues Spielgefühl erzeugen und als vollkommen neues Spiel auftreten können. Ein Formel 1 auf der PS3 spielt sich bestimmt nicht viel anders als auf der PS2, im Grunde reden wir vom gleichen Spiel. Ein Super Mario Galaxy hat mit einem Super Mario World, Super Mario Bros, Super Mario 64 oder Super Mario Sunshine wenig zu tun. Das ist ein ganz anderes Spiel. Natürlich gibt es Ausnahmen auf dem Wii als auch auf der 360 / PS3, aber das sind eben nur Ausnahmen und diese bestätigen die Regel.