Aber mehr als das hab ich ja auch nicht geschrieben. Ich esse keinen Käse weil ich ihn nicht mag und ich mag ihn nicht weil er stinkt und scheiße schmeckt.
Und so isses bei mir mit JRPGS.
Käse schmeckt nicht scheiße, er schmeckt nur anders, als du ihn gerne hättest ^^.
Spieltechnisch kann ich verstehen, aber Erzählerisch? Da kommt es mir vor, als wären WRPGs seit einiger Zeit in einer Endlosschleife gefangen, die langsam nach unten führt. Es gibt Ausnahmen wie Planescape (ist aber auch mittlerweile schon ziemliche lange her) oder The Witcher, aber in der Hinsicht bin ich von WRPGs ziemlich entäuscht.
Ich weiß nicht, vielleicht liegt es nur an meiner Sozialisation als Europäer aber ich kann mit den WRPGs einfach viel viel mehr anfangen. Vor allem die von Bioware glänzen aber auch die von Bethesta haben mitunter ihre Stärken.
Die Dialoge sind viel glaubhafter und auch die Entwicklung der Figuren untereinander wirkt natürlicher.
In jRPGs gibt es auch jede Menge Klischees, aber die Experiementierfreude ist einfach höher. Manche mögen die Stories abgedreht, verrückt oder einfach nur bescheuert nennen, aber mir gefällt es allein schon aus dem Grund, dass die Stories oft Themen und Gebiete erforschen, die man sonst in Spielen nicht sieht.
Ja, da hast du recht, einerseits können diese Spiele so schön abgedreht sein. Andererseits empfinde ich es eher so,dass dies nur auf die äußere Handlung zutrifft, mit Paralleldimensionen, dunklen Türmen usw.
Früher empfand ich die Storys der Ost RPGs auch als interessanter aber mittlerweile wiederholen sich einfach zuviele Klischees. Und diese Spiele sind seeeehr linear. In West RPGs verliert man sich mehr, oft weiß man gar nicht, warum man eigentlich wo ist und wo man hingehen sollte, um der ganzen Sache einen Sinn zu geben. Das hat sich aber in der Vergangenheit doch etwas geändert. Die Spiele sind nicht mehr sooo furchtbar lang und inszenieren ihre Story besser.
Ich mag auch die Scifi RPGs sehr. Die gefallen mir persönlich auch fast schon besser als die Mittelaltersachen.Man kann auch mehr machen, als nur die Hauptquest oder ein paar Minispiele wie es in JRPGS oft ist.In KOTOR kann man z.B. Mordfälle aufklären oder sogar als Verteidiger in einer Gerichtsverhandlung arbeiten.Man hat sozusagen viele kleine, in sich abgeschlossene Handlungen, die später nicht unbedingt noch von Bedeutung sein müssen, trotzdem können diese für Abwechslung sorgen.
Megaten ist nen ganz anderes Level als FF, SO, Tales watever imo (und bevor man nicht mal eines gespielt hat, sollte man sich lieber bissel zurückhalten bezüglich vorurteile ala: "man muss nen fable zu mangas haben um sowas zu mögen")
Naja, ob es soooo ein anderes Level ist? Ich finde viele Ideen toll. Eine entvölkerte Welt in der im Grunde fast nur Dämonen hausen.Eine geheime Stunde vor Mitternacht, in der nur die Auserwählten umherwandeln usw usf. Nur die Figuren, also echt, es fällt sich schwer, mit vielen von denen zu identifizieren. Ich spreche hier vor allem von Persona 3. Aber generell ist das in JRPGs oft der Fall, dass das Durchschnittsalter der Hauptfiguren meist deutlich unter 25 oft sogar unter 20 Jahre ist. Darüber hinaus sind die Figuren äußerst verklemmt und prüde.
Und generell ist der Humor dann meist sehr grell und albern oder man nimmt sich selbst zu ernst und zerfließt in Selbstmitleid. Als man z.B. in dem einen Spiel in der Damenbadequelle war und die einen dann gleich umbringen wollte, weil man ja irgendwas sehen könnte. Ich weiß nicht, das passte halt nicht, nicht zu Leuten auf denen das Schicksal der Menschheit lastet. Wenn ich dauernd mein Leben gefährden würde, wäre ich gegenüber trivialen nicht lebensbedrohlichen Dingen viel lockerer.
Ehrlich gesagt langweilt es mich, wenn irgendwelche Kiddies sich mal endlich trauen Händchen zu halten oder irgendwelchen albernen Streitereien führen. Und diese Spiele, auch wenn sie neue Ideen hatten aber gerade die Megatenspiele sind ein Beispiel dafür, hatten die aber auch eine Menge spielerischer Schwächen. Ich habe selten etwas langweiligeres erlebt, als diesen Tartarus zu erklimmen. Man läuft ewig gleiche Gänge entlang, tötet Monster uns sammelt Dinge ein. Und alle 10 oder 15 Stockwerke ändert sich die Farbe der Gänge oder die Gegner. Auch die Tagesabläufe sind monoton und soziale Kontakte zu knüpfen, seine Figur zu trainieren usw usf kommt einen irgendwann wie arbeit vor.
Wenn man 20 tausend Freunde hat und nicht mit allen zusammen was unternehmen kann, ist es total schwer, alle Leute glücklich zu machen. Die eigentliche Handlung lief meist zu Vollmond ab, das dazwischen war halt alles unverbindlich.
Naja. Ich denke in beiden Genre-Arten gibt es noch viel zu viele Kritikpunkte.
Gab mal nen Bild, wo bei JRPG stand: "Du wirst auf der Stadt verbannt. Kannst nie wiederkommen."
bei WRPG dann sowas wie: "Du hast 100 Leute aus der Stadt ermordet. Du kommst ins Gefängnis. 2 weeks later in der selben Stadt die Bewohner: Hey, wie gehts dir? Lange nicht gesehen!"
Man kann es aber auch so sehen, dass es in einem JRPG eher weniger Möglichkeiten gibt. Jemanden zu verbannen, das sperrt eine ganze Stadt und der Entwickler bzw Spieler muss sich nie mehr mit dem Thema befassen..
In Morrowind kann der eigene Ruf ruiniert werden, überall wird man gejagt, die Händler verkaufen einem nichts mehr oder zu perversen Preisen. Nur muss das Spiel irgendwie doch wieder spielbar gemacht werden. Das ist der Preis der Freiheit, man kann sich seine eigene Story zerstören, wenn man bestimmte Figuren tötet und für jede Eventualität eine Geschichte entwickeln ist leider ebenso unmöglich.
Deswegen geschehen eben auch solche unlogischen Dinge, weil nicht jede Handlung in all ihren Konsequenzen vorausgesehen und von den Entwicklern umgesetzt werden kann.
Immerhin besser als wie in JRPGS wo jeder nicht relevante NPC nur seine vorgefertigten 2-3 runterleiert und immer an einem einzigen Punkt verhaart. Spiele wie Gothic 1 und 2 haben einfach eine wirklich atmosphärische, lebendige Welt mit 1000 möglichkeiten, interessanter Handlung und trotzdem charismatischen Figuren.