So, hier auf Wunsch von Captain Smoker ne "kurz" (Spooky_O kurz.

) Zusammenfassung, um was es bei M.U.L.E. geht.
Cover siehe Post #257
Video siehr Post #259
M.U.L.E. ist eine Echtzeit Aufbau- und Wirtschaftssimulation.
Vier Siedler, sprich Spieler, werden auf dem unbewirtschafteten Planeten Irata (Atari rückwärts gelesen) abgesetzt. Sie haben nun ein Jahr Zeit, das entspricht 12 Spielrunden, um dort ihre Kolonie aufzubauen. Nach Ablauf der Zeit werden sie wieder von ihrem Raumschiff abgeholt. Der reichste Siedler ist der Sieger des Spiels. Je nachdem wie stark die gesamte Kolonie war, gibt es 5 Stufen des möglichen Erfolges.
M.U.L.E. macht am meisten im Multiplayer spaß. Es können bis zu vier Spieler die Rolle der Siedler übernehmen. Sollten nicht genug Mitspieler da sein, übernimmt der Computer die unbesetzten Siedler.
Die Karte wird für jedes Spiel neu erzeugt. Ebenen und Gebirge werden zufällig verteilt, es gibt aber immer ein Flusstal in der Mitte der Karte. Ebenso ist die Siedlung mit den Läden und der Kneipe immer in der Mitte des Tales.
Der/das Namens gebende M.U.L.E., (Multiple Use Labor Element), ist ein Maulesel-ähnlicher Arbeitsroboter. Diese werden auf einen Parzelle installiert und produzieren, je nach Ausrüstung, entweder Lebensmittel, Energie, Schmiede-Erz oder Edelsteine.
Pro Runde braucht jeder Spieler eine gewisse Menge an Energie und Lebensmittel. Die Länge, die einem Spieler zur Landentwicklung zur Verfügung steht, richtet sich nach der vorhandenen Menge der Lebensmittel. Die Anzahl der installierten M.U.L.E.s bestimmt die benötigte Energie.
Schmiede-Erz wird zur Produktion neuer M.U.L.E..s benötigt. Edensteine sind die Währung und sind zur Spekulation gedacht. Sie werden allerdings auch von Piraten begehrt.
Eine M.U.L.E. Runde sieht wie folgt aus:
Landverteilung eine Parzelle gibt es umsonst.
Landversteigerung ab uns an werden Parzellen versteigert.
Landentwicklung die Spieler für reihum nach einander ihre Züge aus, die Reihenfolge wird durch die Vorrundenrangfolge bestimmt.
Kaufen, Ausrüsten und installieren von M.U.L.E.s auf den Parzellen.
Produktion jetzt produzieren alle M.U.L.E.s ganz brav. Voraussetzung es ist genug Energie vorhanden.
Ergebnisse z.B. gute Ernte, Feuer oder Piratenüberfall
Handel eine Versteigerung pro Warensorte
Rundenergebnis Hieraus resultiert die Spielreihenfolge für die nächste Runde
Wenn es um Landverteilungen oder Versteigerungen geht, sind alle Spieler gleichzeitig dran.
Sie markiern ihr Wunschgrundstück bzw. verändern ihre Preise.
Bei Versteigerungen ist neben Handel mit dem Laden auch Privathandel zwischen zwei Spielern möglich.
Jedes Gelände ist unterschiedlich gut für die Produktion geeignet, so gibt es in den Bergen das meiste Schmiede-Erz, Lebensmittel im Flusstal, Energie auf dem flachen Land und für Edelsteine gibt es pro Spiel drei Parzellen mit hohem Vorkommen.
Je nach Angebot und Nachfrage schwanken die Preise und am Anfang ist alles knapp...
Und das kann man sich für kleine Gemeinheiten zu nütze machen. So ist es möglich ein Monopol für eine Warensorte aufzubauen, dann im Laden alle Vorräte aufkaufen, um dadurch die Preise zu bestimmen. Oder man hortet einfach Schmiede-Erz und verknappt so die M.U.L.E.s
Kleines gemeines Spiel. :devil2:
Am Rande sei noch eben nen ganz guter M.U.L.E. Klone erwähnt, "Subtrade Return to Irata" aus dem Jahre ´93. Gab es für Amiga/ST und MS-DOS. Ist heute auf der ein oder andern Amiga-Compilation enthalten bzw. via DOS-Box spielbar.
Als ich das geschrieben hab, ist mir so die ein oder andere M.U.L.E. Session wieder eingefallen. Cooles Game, hab es daraufhin gleich mal am Wochenende rausgesucht und ne Runde mit zwei Kumpels gezockt. Und siehe da, trotz der inzwischen wirklich, wirklich antiquierten Grafik, das Game ist immerhin von '83 :o, macht es immernoch verdammt viel Spaß. Es ist fast wie ein Brettspiel.
Es hat mir mal wieder gezeigt, dass gute Spiel auch mit extremst altbackener Grafik noch verdammt viel Spaß machen können.
Stay Retro, sei pixlig.
