Ich verstehe nicht, wie es in solchen Diskussionen immer damit endet, daß man kritischen Stimmen zur Diätenerhöhung einfach Neid unterstellt?
Die "Leistungen" unserer "Voksvertreter" (Wirtschaftsvertreter wäre der passendere Begriff) in der letzten Zeit bestanden darin das soziale Klima in unserem Land merklich abzukühlen (Agenda 2010 und die immer radikaler und menschenverachtender werdenden (europaweiten) Einwanderungsgesetze) und die Weichen in Richtung Überwachungs- und Zensurstaat zu stellen (IMHO befinden wir und bereits seit den Rot-Grünen "Anti-Terror"-Ermächtigungsgesetzen im Überwachungsstaat, rot-schwarz hat das ganze nur noch beschleunigt). Und das viele Gesetzesvorlage von den Gerichten wieder einkassiert werden (könnten), spielt dabei auch keine Rolle, denn entscheidend ist, daß die Politiker diese überhaupt ungestraft öffentlich verteidigen dürfen. Gerade bei manchen Äußerungen (nicht nur von den üblichen Verdächtigen wie Schäuble) läufte es einem eiskalt über den Rücken, wenn man darüber nachdenkt wie Menschen mit solch einer (reaktionären) Geisteshaltung überhaupt an so ein hohes Amt kommen konnten und ob es vielleicht sogar noch mehr solcher tickenden Zeitbomben in den anderen Parteien gibt.
Zwischen den Sitzungen zur Abschaffung und Einschränkung wichtiger Grundgesetze lassen sich diese "Volksvertreter" in ihren gut ausgestatteten, klimatisierten Büros von den Lobby-Freunden aus der Wirtschaft noch mal so richtig durchficken um dann lächelnd die vom Lobby-Abschaum und diversen neokonservativen Think-Tanks verfassten Gesetzesentwürfe im Bundestag einzureichen um danach auch noch ihren Verpflichtungen in den diversen Vorständen nachzukommen. Man will sich den Arbeitsplatz nach der Politikerkarierre ja noch schön warm halten, wie z.B. Schröder, der seine Politik gegenüber dem russischen Despoten Putin damals an den späteren Arbeitgeber anpasste oder Schily, der die Interessen seines späteren Arbeitgebers in der Biometrie-Branche noch in seinem Amt als Innenministers vertrat. So falsch ist allgemeine Meinung, daß SPD-Politiker meist meist in der Energie-Branche, die Konservativen in fast jeder anderen erdenklichen Branche (inklusive Waffenhandel, euphemistisch auch gerne öffters "Rüstungsbranche" genannt) landen, wohl doch nicht. Und dann erdreisten sich diese "Politiker" in den diversen ("Trash-") Talk Runden im öffentlich rechtlichen auch noch dem Volk eine Demokratieverdrossenheit zu unterstellen, ohne dabei selbst zu merken das dies inzwischen massiv auf sie selbst zutrifft.
Selbst in der Opposition ist nicht mehr viel gutes zu finden, denn sobald diese einmal am Ruder sind, wird es genau so weitergehen (was man ja gesehen hat, als die Grünen mitregierten). Weiter Links neigt man gelegendlich sogar dazu, fast schon wieder am rechten Rand herauszukommen. Mit der FDP in der Regierung würde die soziale Kälte und Lobbyismus zur Staatsdoktrin erhoben. Und weiter Rechts findet man eigendlich nur noch verurteilte Verbrecher oder Gewalttäter, wobei ich mich manchmal frage, ob es denn inzwischen noch rechter und verfassungsfeindlicher als in der CDU/CSU geht.
Gerade Kohl war/ist das beste Bespiel für diese Arroganz und Scheinheiligkeit. Er suhlt sich auf seinen diversen Buchvorstellungen (irgendwann müssen seinen Ghostwritern doch mal die Ideen ausgehen?) in Selbstgefälligkeit und spielt sich immer noch als "Wende-Kanzler" auf, ohne dabei zur Kenntniss zu nehmen, das der Fall der Mauer von der Mitte des Volkes ausging und er nur das große Glück hatte zu dieser Zeit noch immer Kanzler zu sein. Letztendlich hoffe ich immer noch das die Geschichte (und auf jeden Fall auch die Gerichte) über diesen fetten Spendenbetrüger richtet und er nur als hässlicher Fettfleck in den Geschichtsbüchern endet.
Und solchen "Menschen" wie Schäuble, Beckstein, Zypries oder Schily soll es erlaubt sein, für immer offener zur Schau gestellte Verfassungsfeindlichkeit auch noch zusätzlich abzukassieren? Vielleicht sogar noch als Belohnung für das Sägen an den Grundrechten und der Verfassung? Das Gegenteil wäre weitaus besser. Man sollte von der Abrechung mit den Überwachungs-Abschaum in der DDR lernen, nämlich das man solchen Schnüfflern am besten auch noch den Pensionsanspruch streicht.
Die für das Volk so euphemistisch geforderte "Eigenverantwortung" sollte auch im Politik-Geschäft Einzug halten, sprich die soziale Kälte sollte viel schneller auch über Politker hereinbrechen können, so daß es möglich wird, das bei einer noch so kleinen Fehlentscheidung von Seiten der Politiker, diese ungebremst durch alle sozialen Maschen purzeln und auf dem harten Asphalt der Gosse aufschlagen können. Daher würde ich statt Diätenerhöhung lieber mehr soziale Kälte für Politiker fordern!