Metroid Zero Mission
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Spielbar für: Zocker der ersten Stunde (Pflicht), Fans der Serie (auch Pflicht)
Unspielbar für: ???
Wann habe ich eigentlich Metroid auf dem NES gespielt? Puh, imo muss das so 90/91 gewesen sein. Es war auf jeden Fall eines der ersten Spiele für meinen 8-Biter von Nintendo. Hui, dass ist dann auch schon wieder gut 13 Jahre her, wie die Zeit vergeht.
Damals hatte ich wirklich keine richtige Ahnung von Videospielen, was zum einen an meinem Alter und zu anderen an der Tatsache lag, dass sich meine Erfahrungen in Sachen Gaming bis dahin auf das Zocken von Klassikern wie „Ladder“ oder „Entenjagd“ auf meinem Robotron-Rechner mit Kassettenlaufwerk beschränkten.
Als ich zusammen mit Samus Aran dann erstmals auf dem Planeten Zebes landete, hatte ich schon mit einem gewissen Mario Bekanntschaft gemacht (Super Mario Bros), hatte Schlösser erkundet und Vampire bekämpft (Castlevania), hatte das Fragment der Weisheit vereint (Zelda).
Aber was waren diese Abenteuer schon im Vergleich zu den Erkundungen der dunklen Gänge auf Zebes? Allein der Morphball und die fantastische Waffenupgrades als Gameplayelemenete des NES-Hits haben Videospielgeschichte geschrieben.
NUR ein Remake?
Ok, Zero Mission ist keine wirklich vollkommen neue Episode im Metroid-Universum. Vielmehr handelt sich beim dem Spiel um eine Art Remake des 86er Originals, welches allerdings mit neuen Features sowie einer veränderten Story wesentlich aufgewertet wurde.
Worum geht`s?
Die Space Pirates beherrschen unter Führung des biochemischen Organismus Mother Brain seit einiger Zeit den Planeten Zebes, auf welchem Samus Aran aufgewachsen ist und zu dem sie zu Beginn des Spiels zurückkehrt.
Leider sind wohl einige Experimente auf Zebes außer Kontrolle geraten und so konnten sich die gefährlichen Metroid-Organismen entwickeln, welche andere Lebewesen zu fressen gern haben.
Was bleibt Samus Aran da anderes übrig, als in ihrer ersten richtigen Mission Zebes von diesem Gesindel zu befreien?
Aus alt mach neu?
Das Gameplay wurde weitestgehend komplett von Metroid Fusion übernommen, was natürlich nicht unbedingt die schlechteste Entscheidung der Entwickler war.
Wie immer ist Samus Aran zu Beginn des Abenteuers reichlich spärlich ausgestattet, nach einigen Minuten besitzt der Spieler dann schon nette Items wie den Morphball oder den Distance Beam. Mit dem Morphball werden dann beispielsweise enge Tunnel unsicher gemacht und Bomben vor zerstörbaren Blöcken gelegt – soweit nichts neues.
Später lassen sich wie gehabt Tanks finden, welche die Lebensenergie oder die Anzahl der Raketen schrittweise erhöhen.
Gespeichert kann in speziellen Räumen werden, andere Räume dienen dem Download von diversen Karten.
Bestimmte Türen lassen sich nur mit bestimmten Raketen öffnen, welche erst irgendwo gefunden werden müssen, was dem Spiel einen gewissen non linearen-Charakter gibt und dieses typische Erkundungs-Feeling erzeugt. Also, Zebes will erforscht werden, auf geht`s!
Wer ist hier der Boss?
Das Salz in der Videospielsuppe sind doch die Boss-Gegner, oder? Ich denke schon.
Und bei diesem Punkt muss Zero Mission etwas Federn lassen.
Auf der einen Seite sind die Zwischen- und Endgegner toll designt wurden und optisch mehr als gelungen, auch die Kampftatiken der Monster wissen zu gefallen. Kraid, Ridley oder natürlich Mother Brain kommen sehr gut rüber.
Leider gibt`s aber deutlich zu wenig Boss-Fights und leider gestalten sich diese dann auch noch erschreckend einfach. Überhaupt kommt diese Remake von Schwierigkeitsgrad her mehr als leicht daher (Normal-Modus).
Ok, leicht muss ja nun nicht gleich schlecht sein, aber aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrads kann man Zero Mission locker in vier Stunden durchspielen und das ist halt ein bissl wenig, wie ich finde.
Glücklicherweise wird nach dem ersten Durchspielen das originale NES-Metroid freigeschaltet und hey, dafür gibt`s von mir ein dickes Plus. Hier kommen nicht nur Nostalgiker auf ihre Kosten, nein, auch Profizocker erfreuen sich an den deutlich schwierigeren Mission. Wem das noch nicht reicht, der kann im Time Attack-Modus auf Rekordjagd gehen.
Ist Samus schön?
Eigentlich eine ziemlich freche Frage, denn wer diesen Augenaufschlag im Intro gesehen hat, der muss einfach hin und weg sein!
Mal ernsthaft, Zero Mission schaut sehr ordentlich aus, imo einen Tick besser als Metroid Fusion. Die Hintergründe wissen zu gefallen, Samus bewegt sich elegant durch die Gänge, die Locations bieten einiges an Abwechslung, viele kleine Details wurden durch die Entwickler integriert.
Der GBA hat aber in Sachen 2d-Actionspiele schon besseres geleistet, siehe Aria of Sorrow. Trotzdem trägt auch die Optik ordentlich zur genialen Atmosphäre von Zero Mission bei.
82%
Atmo durch Sound?
Kurz und knapp: In erster Linie macht der Sound Zero Mission so atmosphärisch, den hier stimmt fast alles.
Die einzelnen musikalischen Untermalungen passen perfekt zu den jeweiligen Locations, die Soundeffekte liegen fast auch dem gleich (hohen) Niveau – wie bei Metroid Fusion halt.
89%
Fazit
Mit Metroid Zero Mission ist eine Legende zurückgekehrt. Ich kann dieses Spiel nur jeden ambitionierten Zocker ans Herz legen, den was hier an Retro-Feeling, Atmosphöre, genialstem Leveldesign, ausgereiftem Gameplay und perfekter Steuerung geboten wird, dass ist die 40 Euro für ein GBA-Spiel locker wert (zumal man das NES-Original ja gleich dazu bekommt und das MUSS man einfach mal gespielt haben).
Technisch auf der Höhe der Zeit, leidet der Spielespass etwas unter der knappen Spielzeit und dem niedrigen Schwierigkeitsgrad, was mir letztlich aber egal war, denn allein das furiose Ende (ja, selbst Kenner des Originals werden denken, dass sie im falsche Film ... ähh ... Spiels sind) hat die genannten Kritikpunkte weggefegt.
90%
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Spielbar für: Zocker der ersten Stunde (Pflicht), Fans der Serie (auch Pflicht)
Unspielbar für: ???
Wann habe ich eigentlich Metroid auf dem NES gespielt? Puh, imo muss das so 90/91 gewesen sein. Es war auf jeden Fall eines der ersten Spiele für meinen 8-Biter von Nintendo. Hui, dass ist dann auch schon wieder gut 13 Jahre her, wie die Zeit vergeht.
Damals hatte ich wirklich keine richtige Ahnung von Videospielen, was zum einen an meinem Alter und zu anderen an der Tatsache lag, dass sich meine Erfahrungen in Sachen Gaming bis dahin auf das Zocken von Klassikern wie „Ladder“ oder „Entenjagd“ auf meinem Robotron-Rechner mit Kassettenlaufwerk beschränkten.
Als ich zusammen mit Samus Aran dann erstmals auf dem Planeten Zebes landete, hatte ich schon mit einem gewissen Mario Bekanntschaft gemacht (Super Mario Bros), hatte Schlösser erkundet und Vampire bekämpft (Castlevania), hatte das Fragment der Weisheit vereint (Zelda).
Aber was waren diese Abenteuer schon im Vergleich zu den Erkundungen der dunklen Gänge auf Zebes? Allein der Morphball und die fantastische Waffenupgrades als Gameplayelemenete des NES-Hits haben Videospielgeschichte geschrieben.
NUR ein Remake?
Ok, Zero Mission ist keine wirklich vollkommen neue Episode im Metroid-Universum. Vielmehr handelt sich beim dem Spiel um eine Art Remake des 86er Originals, welches allerdings mit neuen Features sowie einer veränderten Story wesentlich aufgewertet wurde.
Worum geht`s?
Die Space Pirates beherrschen unter Führung des biochemischen Organismus Mother Brain seit einiger Zeit den Planeten Zebes, auf welchem Samus Aran aufgewachsen ist und zu dem sie zu Beginn des Spiels zurückkehrt.
Leider sind wohl einige Experimente auf Zebes außer Kontrolle geraten und so konnten sich die gefährlichen Metroid-Organismen entwickeln, welche andere Lebewesen zu fressen gern haben.
Was bleibt Samus Aran da anderes übrig, als in ihrer ersten richtigen Mission Zebes von diesem Gesindel zu befreien?
Aus alt mach neu?
Das Gameplay wurde weitestgehend komplett von Metroid Fusion übernommen, was natürlich nicht unbedingt die schlechteste Entscheidung der Entwickler war.
Wie immer ist Samus Aran zu Beginn des Abenteuers reichlich spärlich ausgestattet, nach einigen Minuten besitzt der Spieler dann schon nette Items wie den Morphball oder den Distance Beam. Mit dem Morphball werden dann beispielsweise enge Tunnel unsicher gemacht und Bomben vor zerstörbaren Blöcken gelegt – soweit nichts neues.
Später lassen sich wie gehabt Tanks finden, welche die Lebensenergie oder die Anzahl der Raketen schrittweise erhöhen.
Gespeichert kann in speziellen Räumen werden, andere Räume dienen dem Download von diversen Karten.
Bestimmte Türen lassen sich nur mit bestimmten Raketen öffnen, welche erst irgendwo gefunden werden müssen, was dem Spiel einen gewissen non linearen-Charakter gibt und dieses typische Erkundungs-Feeling erzeugt. Also, Zebes will erforscht werden, auf geht`s!
Wer ist hier der Boss?
Das Salz in der Videospielsuppe sind doch die Boss-Gegner, oder? Ich denke schon.
Und bei diesem Punkt muss Zero Mission etwas Federn lassen.
Auf der einen Seite sind die Zwischen- und Endgegner toll designt wurden und optisch mehr als gelungen, auch die Kampftatiken der Monster wissen zu gefallen. Kraid, Ridley oder natürlich Mother Brain kommen sehr gut rüber.
Leider gibt`s aber deutlich zu wenig Boss-Fights und leider gestalten sich diese dann auch noch erschreckend einfach. Überhaupt kommt diese Remake von Schwierigkeitsgrad her mehr als leicht daher (Normal-Modus).
Ok, leicht muss ja nun nicht gleich schlecht sein, aber aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrads kann man Zero Mission locker in vier Stunden durchspielen und das ist halt ein bissl wenig, wie ich finde.
Glücklicherweise wird nach dem ersten Durchspielen das originale NES-Metroid freigeschaltet und hey, dafür gibt`s von mir ein dickes Plus. Hier kommen nicht nur Nostalgiker auf ihre Kosten, nein, auch Profizocker erfreuen sich an den deutlich schwierigeren Mission. Wem das noch nicht reicht, der kann im Time Attack-Modus auf Rekordjagd gehen.
Ist Samus schön?
Eigentlich eine ziemlich freche Frage, denn wer diesen Augenaufschlag im Intro gesehen hat, der muss einfach hin und weg sein!
Mal ernsthaft, Zero Mission schaut sehr ordentlich aus, imo einen Tick besser als Metroid Fusion. Die Hintergründe wissen zu gefallen, Samus bewegt sich elegant durch die Gänge, die Locations bieten einiges an Abwechslung, viele kleine Details wurden durch die Entwickler integriert.
Der GBA hat aber in Sachen 2d-Actionspiele schon besseres geleistet, siehe Aria of Sorrow. Trotzdem trägt auch die Optik ordentlich zur genialen Atmosphäre von Zero Mission bei.
Atmo durch Sound?
Kurz und knapp: In erster Linie macht der Sound Zero Mission so atmosphärisch, den hier stimmt fast alles.
Die einzelnen musikalischen Untermalungen passen perfekt zu den jeweiligen Locations, die Soundeffekte liegen fast auch dem gleich (hohen) Niveau – wie bei Metroid Fusion halt.
Fazit
Mit Metroid Zero Mission ist eine Legende zurückgekehrt. Ich kann dieses Spiel nur jeden ambitionierten Zocker ans Herz legen, den was hier an Retro-Feeling, Atmosphöre, genialstem Leveldesign, ausgereiftem Gameplay und perfekter Steuerung geboten wird, dass ist die 40 Euro für ein GBA-Spiel locker wert (zumal man das NES-Original ja gleich dazu bekommt und das MUSS man einfach mal gespielt haben).
Technisch auf der Höhe der Zeit, leidet der Spielespass etwas unter der knappen Spielzeit und dem niedrigen Schwierigkeitsgrad, was mir letztlich aber egal war, denn allein das furiose Ende (ja, selbst Kenner des Originals werden denken, dass sie im falsche Film ... ähh ... Spiels sind) hat die genannten Kritikpunkte weggefegt.

Aber leider etwas spät. Der Test ist ja schon einen Monat hier drin.

