Hideo Kojima ist für mich eine Art "George Lucas der Videospielbranche".
Beide waren lange Zeit nur einem kleinen Publikum bekannt (Kojima durch "Policenauts", "Snatcher" und den MSX "Metal Gear" Teilen, Lucas durch "THX 1183" und "American Graffiti") und sind dann quasi über Nacht durch einen Geniestreich weltberühmt geworden, dessen Universum sie in den Folgejahren durch diverse Nachfolgetitel und Ableger immer weiter ausgebaut und ausgeschlachtet haben. Beide reden nun seit Jahren davon, etwas neues zu machen das nichts mit ihren früheren Erfolgen zu tun hat, wobei man von beiden bislang noch rein gar nichts gesehen hat.
Wobei hier freilich die Gemeinsamkeiten enden. Denn während es George Lucas gelungen ist, sich in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg durch die "Indiana Jones" Reihe ein zweites großes Standbein zu erschaffen (an dem freilich mittlerweile auch schon fleißig gesägt wurde) und ja durch den THX Standard, Skywalker Sound sowie ILM eine Menge für die Filmindustrie getan hat, ist Kojimas zweites großes Projekt nach "Metal Gear Solid", "Zone of the Enders", stehts eher ein Geheimtipp geblieben und hat nicht mehr die große Beachtung gefunden.
Ich bin mal gespannt ob sich diese großen Namen jemals aus dem Schatten der Vergangenheit lösen und etwas komplett neues, eigenständiges erschaffen können.
Es wird in beiden Fällen schwer genug werden, denn ein Blockbuster wie "Metal Gear Solid", "Star Wars" oder "Indiana Jones" fällt ja nicht einfach vom Himmel. Da bleibt dann die Frage, ob die Tage der größten kreativen Schaffenskraft nicht doch vielleicht längst vorbei sind.