Was soll ich schreiben wenn es dir schon die ganze Zeit daran mangelt zu verstehen was Ponzi ist, was du als Szenario gemalt hast und warum RV trotz systemischer Ähnlichkeiten kein Ponzi ist?
Ponzi ist ein Umlagesystem aber Umlagesysteme sind deswegen nicht gleich Ponzi.
Ein Umlagesystem das darauf angewiesen ist, dass sich ausreichend neue Einzahler finden (die es demographisch nicht gibt) und bereits jetzt mist 130 milliarden € subventioniert werden muss damit das System nicht kollabiert. Eben der Kern eines jeden Schneeballsystems. Du kannst noch so viel diskutieren, dass es das nicht sei, weil es kein überzogenes Renditeversprechen gibt, aber es wird nichts an der Sache ändern.
In einem Punkt muss ich dir aber Recht geben. Ein gewöhnliches Ponzi-Schema erkennt jeder Mensch mit einem IQ oberhalb der Raumtemperatur und kann dieses getrost ignorieren. Im Falle der GRV erkennt jeder Mensch mit einem IQ oberhalb der Raumtemperatur, dass das System nicht funktionieren kann und wird trotzdem gezwungen (als AN) in das System einzuzahlen. Es ist so gesehen eine noch viel pervertiertere Form eines Ponzi-Schemas.
Eben Altersarmut per Gesetz.
Was soll ich schreiben wenn du nicht verstehst das Sozialsysteme andere Zwänge und Absicherungen brauchen als private Systeme selbst im gleichen Bereich?
Ein rein privates und freiwilliges Rentensystem klappt nicht in der Gesamtbetrachtung, auch nicht bei KK, AV usw.
Die Frage ob privat oder staatlich ist erstmal zweitrangig. Im Vordergrund steht die Frage um man von einem Umlageverfahren (die dümmste aller Arten ein Rentensystem in einem überalternden und demographisch kollabierendem Land aufzusetzen) oder kapitalbildende Systeme nutzt.
Und selbstverständlich kann ein kapitalbildendes System flächendeckend funktionieren. Es gibt kein Axiom, das irgendwas anderes besagt. Nenn doch mal die Gründe warum das nicht funktionieren sollte.
Ich habe in meinen vorherigen Posts auch klar gemacht, dass das gerne damit einhergehen kann, dass vom Bruttolohn verpflichtend Beträge in Höhe der ansonsten in die GRV geflossenen Summen investiert werden müssen und das Geld erst zum Renteneintritt zur Verfügung steht. Ob die Beträge dann in einen vom Staat gemangten Fonds nach Vorbild des norwegischen Staatsfonds fließen, oder man selber die Freiheit hat sich ein Etf-Portfolio zusammenzustellen, oder man auf sonstige private Anbieter ausweichen kann, darf gerne diskutiert werden.
Der Vergleich zur KK und AV hinkt wieder. In der KK bekommen alle Einzahler die gleiche Leistung, egal ob Gering- oder Gutverdiener. Gutverdiener subventionieren den Geringverdienern die medizinische Versorgung sodass sich durchschnittlich die gleiche Leistung für alle ergibt. Man kann sagen, dass es innerhalb des Systems Gewinner und Verlierer gibt.
Das ist bei der GRV aber nicht der Fall. Die Höhe der Rente richtet sich nach den Beitragsjahren und Einzahlungen. Dabei muss jede Rente, egal ob 300€ im Monat oder 3.000€ im Monat vom Staat subventioniert werden (Ausnahme: Vorzeitiges Verrecken). Das System produziert ausschließlich Verlierer. Jeder Mensch der aus diesem System aussteigt, stellt daher langfristig eine Entlastung dieses Systems dar, da es eine Person weniger ist die später subventioniert werden muss. Der Bund muss bereits heute fast 130 Mrd. aus dem Haushalt zuschießen um dieses kaputte System am Leben zu erhalten.
Daher verstehe ich die Ablehnung nicht. Jeder der aus ideologischen Gründen im Armutssystem GRV bleiben möchte soll das gerne tun dürfen. Jeder der weiterziehen möchte, zu einer Altersvorsorge für einen würdigen Ruhestand, sollte die Möglichkeit dazu haben.
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