Ich habe es z.B. ganz freiwillig im Kindesalter gelesen. Das war bei mir (DDR) noch nichtmal Schulstoff. Ohnehin war die meiste Pflichtlektüre damals IMO Müll und/oder langweilig wie z.B. "Nathan der Weise", "Faust I", "Die neuen Leiden des jungen W.", "
Die Abenteuer des Werner Holt", "Die Reise nach Sundevit", "
Timur und sein Trupp"

eigentlich fand ich von der Schulpflichtlektüre nur "Der Schimmelreiter" richtig gut. Ich hatte mir allgemein damals regelmäßig Bücher aus der Bibliothek geholt und eigentlich immer irgend ein Bibliotheksbuch gelesen. Am beliebtesten dürfe damals wohl die russische "
Zauberer der Smaragdenstadt"-Buchreihe von Alexander Wolkow (die später von anderen Autor fortgeführt wurde) gewesen sein, denn die Bücher (die allesamt stark abgewandelt auf "Der Zauberer von Oz" basieren und inzwischen auf 17 (!) Teile kommen) waren selten verfügbar. Viele der "Klassiker" hatte ich damals tatsächlich aus Interesse gelesen, Edgar Allen Poe, Mark Twain, Jules Verne und eben auch die Odyssee. Genervt abgebrochen habe ich z.B. nur "Die Kinder des Kapitän Grant" von Jules Verne und ganz besonders die öden Machwerke von Karl May. Seltsamerweise habe ich solche Klassiker aber wirklich nur damals gelesen, inzwischen mit wenigen Ausnahmen eher überwiegend moderneren Horror und Sci-Fi (dazu hatte ich ja schon gelegentlich etwas im
"Bücher"-Thread geschrieben), mit vielleicht der Ausnahme einiger Werke aus dem radikal-libertären 18. Jahrhundert Torture Porn Œuvre des Marquis de Sade, die ich damals definitiv nicht hätte lesen können oder überhaupt erst lesen dürfen und die IMO selbst gemessen an modernen, splattrigen, härtesten Horrorromanen so ziemlich das extremste und perverseste sein dürfte, das je zu Papier gebracht wurde.