noch was: high tide hatte schon quartale mit knapp 10 mio free cashflow. irgendwann, wenn die firma ausgewachsen ist, wird man kaum neue stores mehr eröffnen und all die kohle geht dann direkt an die aktionäre. egal ob als dividende, aktienrückkäufe oder was auch immer. gehen wir mal nur von den 10 mio pro quartal aus, auch wenn da ohne weitere neue stores natürlich noch wesentlich mehr fcf möglich gewesen wäre, dann reden wir von 40 mio free cash flow im jahr zum aktuellen stand ohne weiteres wachstum.
gehen wir jetzt davon aus, dass high tide in den nächsten 5 jahren im schnitt mit 20% pro jahr im umsatz wächst (sollte mit remexian wesentlich mehr werden, wir sind ja jetzt schon bei 19% und die haben gerade erst 51% der firma mit ner call option auf die andere hälfte plus zukünftige skaleneffekte) und die bottom line sich nicht verbessert (normalerweise wächst der gewinn schneller als der umsatz und es gibt noch jede menge optimierungspotenzial, da man ja gerade aktiv die wettbewerber mit preisdruck und künstlich niedrigen preisen aus dem markt schiebt).
dann hätten wir in 5 jahren, vorausgesetzt man fährt danach weiteres wachstum runter und man behält den cashflow anstatt ihn in neue stores zu investieren, und alle anderen parameter bleiben gleich, 100 mio free cashflow jedes jahr (40 mio * 1,2^5). was nach der aktuellen marktkapitalisierung von weniger als 270 mio cad eine free cashflow yield von 37% wäre (bei meinem einkaufspreis von 1,41 sogar 50%). natürlich wird high tide nicht aufhören in 5 jahren weiter zu expandieren, aber das beispiel soll nur mal verdeutlichen was selbst unter extrem konservativen annahmen theoretisch möglich ist (keine kostenoptimierung, kein höheres wachstum der bottom line, kein weiteres umsatzwachstum nach 2030, keine expansion in amerika und ganz europa, keine akquise der anderen hälfte von remexian, keine weiteren deals wie der mit remexian, keine verbesserung der margen, keine steigende akzeptanz bei konsumenten und damit wachstum im allgemeinen cannabis markt uvm.)
all diese annahmen in klammern sind komplett unrealistisch und blödsinn, aber ich habe sie absichtlich getroffen um eine große margin of safety zu haben. du rechnest dich einfach mit absicht schlechter und wenn dann immer noch so ein krass gutes ergebnis rauskommt, könnte die aktie "vielleicht" ein deal sein.
aber lass es die hälfte davon sein, selbst knapp 20% free cashflow yield wären pervers gut. und da sind noch nicht einmal die theoretisch möglichen expansionsmöglichkeiten in der ganzen welt mit eingerechnet. in 10-20 jahren haben wir hier einen globalen big player, eben weil das geschäftsmodell funktioniert und man dies nur auf die anderen märkte anwenden muss. wer im schwierigsten markt kanada (mit extrem hohen steuern und regularien) bestehen kann, der kann es überall auf der welt.
es wird aber wieder phasen größerer expansion geben. in den jahren vor 2024 ist man teilweise mit 100-200% gewachsen. das ist zwar bei der größe der firma mittlerweile unrealistisch, aber raj hat schon angedeutet, dass sie cash aufbauen um irgendwann in der zukunft weitere spannende akquisen wie remexian durchzuführen. dabei ist der amerikanische markt noch nicht einmal berührt. man bewegt sich aktuell eigentlich nur in kanada und jetzt seit kurzem in deutschland mit remexian.
und der ceo ist halt abnormal gut. er hat bis dato aus 50k eigenkapital eine firma mit 650 mio jährlichem umsatz aus dem boden gestampft, dabei nie irgendwelche investorengelder gehabt wie die ganzen cannabis schrottfirmen, welche mal 6 mrd und mehr kapital hatten und alles verbrannt haben (tilray, canopy, aurora *hust*).