Wie die meisten wissen, bin ich schon auf der PS3 zu digital only gewechselt. Damals gab es vor allem zu Beginn noch wenige Spiele digital, weshalb ich das meiste physisch erworben habe. Aber mir war klar, dass ich all diese physischen PS3 Spiele vermutlich nie wieder auf einer PlayStation würde einlegen können. Der Wegfall der PS2 AK und damit der Wegfall von über 100 meiner Spiele hat mich damals schmerzlich getroffen, die lagern nun alle im Keller. Die Wahrscheinlichkeit, meine digitalen Spiele auf einer zukünftigen PS zu verwenden, schätzte ich zwar als gering, aber immerhin als vorhanden ein. ZB Auf der PS3 digital erworbene PS1 Spiele kann man auf PS4 und PS5 herunterladen, wenn sie dort erschienen sind (erbärmlich aber meine PS1 Discs gehen noch weniger).
Mein Wunschtraum ist immer noch eine PS die alle Generationen abspielen kann (auch vom Original Medium) aber das geht wohl nur am PC.
Ich kaufe digital Allerdings kaum etwas zum Release oder Vollpreis. Vielleicht ein Spiel im Jahr, wenn überhaupt. Der nächste Sale kommt bestimmt, und falls nicht, gibt es mehr als genug Spiele in meinem Backlog. Aber danke wesentlich höherer Marge wird Sony dennoch mehr verdienen. Die Zeiten, in denen ich Spiele mehrmals durchgespielt habe, sind schon 20 Jahre vorbei. Es erscheinen mittlerweile einfach viel zu viele hochwertige Spiele, ich kann gar nicht mehr alle spielen. Ich kann hier
@1Seppel23 sehr gut verstehen, der Spiele mit Kinofilmen verglichen hat. Für den Kinofilm zahlt man einmal und hat zwei bis drei Stunden eine tolle Zeit. Das Gleiche gilt für das Spiel, nur dass die Preis/Leistung eigentlich noch viel besser ist. Wenn das Erlebnis vorbei ist, kommt er nie wieder dazu zurück, also ist es egal, wie das Besitzrecht für ihn aussieht.
Das Thema AK ist sowieso etwas, das vor allem nur Core Gamer interessiert. Jim Ryan hat 2017 selbst gesagt, dass AK zwar heiß nachgefragt, in der Realität dann aber kaum genutzt wird. Aufgrund der x86 Architektur werden zwar PS4-Spiele auf der PS6 laufen, aber ob das den Mainstream wirklich interessiert? Leider wage ich das zu bezweifeln. Es war bisher bei allen Konsolenherstellern eine reine Glückssache, ob und wie alte Spiele auf der aktuellen Konsole funktionieren. Microsoft gibt sich nach außen hin zwar am meisten Mühe mit AK bis zur ersten Generation, aber wenn man genauer hinsieht, ist das auch eher ein stiefmütterlich behandeltes Feature. Bei Nintendo werden manche Legacy Spiele sogar in einem Abo versteckt. Wer lückenlose AK möchte, ist am PC am besten bedient. Wer sich aber über die Sony-AGB aufregt, sollte besser selber kein Steam nutzen. Die Heuchelei mancher User hier scheint echt keine Grenzen zu kennen.
Die weiteren Möglichkeiten, am PC günstig an Spiele zu kommen, halte ich ebenfalls für fragwürdig. Wenn man etwas Geduld hat, klappt das auch auf den Konsolen, das ist nicht unbedingt ein Argument für die eine oder andere Plattform. Und GoG? Wenn Gamer wirklich Wert auf ihre Rechte legen würden, läge GoG nicht abgeschlagen auf dem dritten Platz. Auch finde ich es merkwürdig, wenn Sony mit der PlayStation ein Monopol zugeschrieben wird, man im selben Atemzug aber davon spricht, auf die bessere und populärere Steam Plattform zu wechseln. Das ist doch schon grundsätzlich ein Widerspruch in sich.
Ich finde die Aktion von Sony eine absolute Schande. Von dem "4 the Players" aus der PS4-Generation ist leider nichts mehr übrig geblieben. Leider mussten alle gehen, die das vertreten haben. Unser Sony von damals ist nicht mehr das Sony von heute. Mich persönlich trifft es allerdings einfach nicht wirklich. Die Argumente, die hier eine düstere Zukunft vorhersehen, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Ich sehe nicht, dass Sony plötzlich auf ihrer Plattform die Preise willkürlich erhöht. Die Preise für Vollpreisspiele werden generell auf allen Plattformen steigen. Nintendo ist hier mit 90€ schon vorgezogen und GTA 6 setzt mit 100€ vielleicht einen neuen Standard für AAA-Spiele. Der Gesamtmarkt wird also weiterhin den Preis vorgeben. Nicht Sony mit dem PSN.
Und dass Retail für Sony super wichtig sei? Selbst wenn 50% aller Spiele retail verkauft werden und nur die Hälfte davon auf digital wechselt, macht Sony am Ende mehr Geld. Aus Sonys Sicht machen sie daher alles richtig. Nur: Ist es wirklich immer so wichtig, den maximalen Profit zu machen? Danke, Kapitalismus!
Gamer sind letzten Endes einfach Konsumsklaven, die alles mitmachen, Millionen von Memes erstellen, was nicht alles falsch läuft, und dann die nächste Pferderüstung kaufen.
Zudem sehe ich hier im Thread viele User, die ich sonst nie im Sony Bereich sehe. Es sieht etwas nach Freifahrtschein aus, um über Sony zu lästern. Was dann zwar den Eindruck erwecken mag, dass sich viele über Sony aufregen, wirkt auf mich eher so, als regten sich vor allem die auf, die sowieso keinerlei Verbindung mit der Plattform haben. Daher sehe ich auch nicht, dass sich groß etwas am Erfolg der PlayStation ändern wird, zumindest nicht wegen der Disk. Sony wird vor allem wegen des Preises der PS6 zu kämpfen haben und dass der mibile Bereich immer größer und Leistungsfähiger wird, den fehlenden Disk Support sehe ich eher als Randnotiz. Es wird natürlich schwer, 2029 aus dem Geschäftsbericht herauszulesen, warum nun weniger Hardware verkauft wird. Aber anhand der PS5 hat man ja gesehen, dass sie sich nur noch schleppend verkauft, und das auch schon, bevor das Disk Aus verkündet wurde. Die PS6 wird es daher noch viel schwerer haben aber so lange das Geld stimmt wird Sony das wenig kümmern, alle (zumindest die meisten) PS6 Spiele werden sowieso auch auf der PS5 laufen. Viele werden also gar nicht so schnell upgraden.
TLDR: Die Diskussion physisch vs digital kann man sich im Grunde sparen. Digital hat gewonnen. Nicht weil es irgendwie besser wäre sondern weil das von den Anbietern einfach so entschieden wurde.
Die Diskussion sollte sich darum drehen wie wir die Besitzrechte stärken und mehr Rechte für unser Geld bekommen. Aber tut sie nicht und die meisten merken nicht einmal wie sie gemolken werden und am Ende nur noch ein Gamescore an die nächste Generation vererbt wird, bis er vom Anbieter gelöscht wird.