Food Wars:
Das Setting des Animes hatte mich neugierig gemacht. Wie setzt man das Kochen in einem Manga/Anime um?
Ich war leicht überrascht, dass sich die Kämpfe wirklich ums Kochen drehen & das sich nicht mit Besteck & Küchenutensilien bekriegt wurde. Ich fand den Anime unterhaltsam & immer wenn ich befürchtet habe, dass nur Kämpfe aneinander gereiht werden, kam eine neue Herausforderung, die etwas Abwechslung brachte. Der Anime hat eine hohe Pace, was seinem Setting zu Gute kommt.
Natürlich ist das Setting der Elite-Koch-Schulen völlig überzogen & lächerlich. Man stelle sich vor, solche Ressourcen würden auch in der Realität zur Verfügung gestellt werden.
Ich fand den Anime auf seichte & humorvolle Art unterhaltsam, auch wenn die Darstellung der "Geschmacks-Orgasmen" teilweise sehr bodenlos sind.
EIn Dämpfer für die Unterhaltung ist die Subjektivität. Ob ein Gericht nun wirklich besser gekocht wurde bzw besser schmeckt, ist als Zuschauer schlechter beurteilbar, als wenn man sich ein Kampf im Anime-Form anschaut, sei es klassisch oder im Sport-Genre. Nach eigener Recherche hat anscheinend 1 echte Köchin bei den Gerichten geholfen. Für mich ist es schwer vorstellbar, dass die Varianz nur durch eine Köchin zustande kam, auch wenn man heutzutage viele Hilfsmittel hat.
Storymäßig fand ich den Twist bzw. die Rückkehr von Azami sehr interessant, vor allem wie die Düsternis visualisiert wurde. Leider hat mich die letzte Staffel gar nicht mehr abgeholt, weil mir die Umsetzung des Blue Wettkampf & die Einführung des neuen Antagonisten nicht gefallen hat. Das war selbst für die Serie over the top. Es hätte gereicht, wenn man daraus einen internationalen, klassischen Wettkampf gemacht hätte.
Mit dem Ende konnte ich aber ganz gut leben, weil es ein Feel-Good-Ending ist. Ich würde der Serie trotz der finalen Staffel eine 8 von 10 geben.