Zero Tolerance Der Nahe Osten und seine politische Situation

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1) ZTF für Zero Tolerance Forums Provokationen/Beleidigungen/Bashes/Trollen/OffTopic/Spam/etc führen zur sofortigen Bestrafung in Form von Bans. Entscheidungen sind endgültig und nicht diskutierbar.

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3) Einwanderungspolitik und Forderungen diesbezüglich sind nicht Teil des Threads und werden entsprechend behandelt. Davon nicht betroffen sind die Reaktionen von Muslimen hierzulande auf die Vorkommnisse, wie z.B. Pro-Palästina Demonstrationen.

4) Bei kurzen Clips oder Videos, welche bewusst durch vermeintlich unangebrachtes Verhalten Stimmung machen oder Empörung auslösen sollen, bedarf es einer Einordnung in den Kontext der eigenen Argumentation.

5) Benutzt bitte Spoiler-Kästen und benennt diese entsprechend, wenn ihr besonders grausame Darstellungen, Fotos sowie Videos postet.

6) Verzichtet bitte darauf, eurem Gegenüber pauschal bestimmte Ansichten und politische Einstellungen in Bezug auf die Konfliktparteien zu unterstellen, um dessen Meinung abzuwerten.

Naja, zur Verteidigung von AntraX: auch AI Scanner schlagen bei Daydreamer regelmäßig aus, dass seine Posts mit einer 'Confidence' von 90+% KI generiert sind.

Bei dem Post, den er zitiert hat ist es - so die AI Scanner - quasi ausgeschlossen, dass es rin Mensch geschrieben hat. Der davor hat er wahrscheinlich selber geschrieben und den wiederum davor war wieder zu größeren Teilen KI generiert.
Das kann ich mir aber jetzt nicht verkneifen und steht mir wohl noch zu. Ich habe deinen vorletzten Post, mit den aufgezählten Stichpunkten, auch mal durchlaufen lassen:
"vollständig KI-generiert: etwa 25–35 %
mit KI strukturiert oder überarbeitet: etwa 50–60 %."
Das war bisher auch immer zuverlässig.

Aber ich bin ja sowieso eher der Meinung, dass man über den Inhalt eines Arguments streiten sollte als über dessen Form. Wenn das Gegenüber in die Stilkritik übergeht, hat er entweder nichts mehr am eigentlichen Argument auszusetzen, und er stimmt mir im Eigentlichen zu, oder ihm werden wohl die Argumente ausgegangen sein. Sowieso sollte man spätestens ab dem Studium über die sinnvolle und korrekte Nutzung des Semicolons und des Bindestrichs Bescheid wissen, ähnlich wie der 07. Oktober haben auch sie eine Geschichte, die der KI vorausgeht :kruemel:
 
die Palästinenser dagegen als nahezu unveränderliches Kollektiv, dessen politische Zukunft sich bereits aus der Existenz der Hamas ableiten lasse.
Ich möchte dir weder antisemitische noch rassistische Motive unterstellen aber deine Argumentation ist schon sehr blauäugig.

Ist das nicht ein Widerspruch an sich ? Erst züchtet Israel, laut euch mit allem was sie machen die nächste Generation an Terroristen und Israel hassern in Gaza heran. Aber gleichzeitig bescheinifst du der Gegenseite rassistische Motive wenn man erwähnt das es etwas naiv ist anzunehmen das sich da ohne weiteres etwas ändert ?

Also eigentlich sind sich beide Seiten einig das sich da nichts ändert aber wenn es die pro Israelis sagen , dann kommt sofort wieder die altbekannte Opferrolle oder wo der Unterschied?
 
Ich möchte dir weder antisemitische noch rassistische Motive unterstellen aber deine Argumentation ist schon sehr blauäugig.

Ist das nicht ein Widerspruch an sich ? Erst züchtet Israel, laut euch mit allem was sie machen die nächste Generation an Terroristen und Israel hassern in Gaza heran. Aber gleichzeitig bescheinifst du der Gegenseite rassistische Motive wenn man erwähnt das es etwas naiv ist anzunehmen das sich da ohne weiteres etwas ändert ?

Also eigentlich sind sich beide Seiten einig das sich da nichts ändert aber wenn es die pro Israelis sagen , dann kommt sofort wieder die altbekannte Opferrolle oder wo der Unterschied?
Wenn man einer Gruppe einen unveränderlichen Wesenskern zuschreibt, dann ist das rassistisch - über ein solch eng gefasstes Verständnis von Rassismus werden sich hier ganz sicher nicht die Geister scheiden. Und selbstverständlich wird sich in Gaza etwas ändern, wenn sich die Bedingungen mit ändern.
 
Wenn man diese Zustände mit den Aussagen führender israelischer Politiker zusammennimmt, sind das keine beliebigen Begleitumstände, sondern Faktoren, die den Genozidvorwurf zumindest plausibilisieren - zumindest die Plausibilität dieser Vorwürfe müsste doch jeder mit gesundem Menschenverstand anerkennen können. Dann könnte man auch den Gedanken zulassen, dass es in Gaza womöglich gerade nicht mehr um „legitime Sicherheitsinteressen“ geht.
Führe keine zusätzliche Ursache ein, wenn die vorhandene Erklärung die Beobachtung bereits hinreichend erklärt. Eine genozidale Intention ist sowohl unplausibel als auch überflüssig zur Erklärung des Geschehens im Gazastreifen. Daran ändern auch gewisse Aussagen nichts.

Ich halte es deshalb wie Laplace: Ich brauche diese Hypothese nicht.

(Reminder: Vielleicht führe ich das irgendwann noch genau aus, verständigeres Publikum vorausgesetzt.)

Ohnehin bleibt bei deiner Argumentation ein grundlegendes Paradox ungelöst: Wie lange kann man sich auf Sicherheitsinteressen berufen, wenn deren Durchsetzung auf die Vernichtung eines Volkes hinausläuft?
Auf legitime Sicherheitsinteressen kann sich jeder solange berufen wie seine Sicherheit bedroht ist und wie er mit genau dieser Intention handelt. Die Legitimität des Ziels legitimiert dabei nicht jedes Mittel. Umgekehrt delegitimieren illegale Mittel nicht die Legitimität des Ziels. Wer in Wirklichkeit mit genozidaler Absicht handelt und Sicherheitsinteressen nur vorschiebt, kann sich nicht wirksam auf Sicherheitsinteressen berufen. Das hatte ich aber weiter oben bereits geschrieben.

Ab welchem Punkt widerlegt die Realität das angeblich legitime Ziel?
In dem Moment wo eine Alternativhypothese bzgl. des tatsächlichen Ziels die Beobachtungen besser erklären kann, wird die Alternativhypothese plausibler.

Kommt Dir daran immer noch etwas paradox vor, oder war es diesmal verständlich genug?

Begriffe wie „Antisemitismus“ und „israelische Sicherheitsinteressen“ behandelst du selbst gar nicht mit der begrifflichen Vorsicht, die du beim Genozidvorwurf so demonstrativ einforderst. Umso auffälliger ist die unverhältnismäßige Empörung bereits über die bloße Möglichkeit, dass die Zustände in Gaza tatsächlich einen Genozid darstellen könnten.
Antisemiten argumentieren nicht die bloße Möglichkeit, sondern glauben das wirklich. Und zwar i.d.R. mit nicht mehr korrigierbarer und somit wahnhafter Intensität. Wer sich davon abgrenzen und sich ernsthaft mit der Möglichkeit eines Genozids auseinandersetzen will, sucht deshalb nicht nur nach bestätigender, sondern ganz besonders gründlich nach widersprechender Information. Das haben wir von Popper gelernt. Wenn auf korrigierende Informationen (oder deren bloßer Möglichkeit) direkt mit Feindseligkeit reagiert wird, ist das für mich immer ein zuverlässiger Indikator wohin die Tendenz geht.
 
Antisemiten verurteilen auch die Taten von Jeffrey Epstein und sehen dahinter ne riesige jüdische Verschwörung, trotzdem würdet ihr wohl kaum alle die seine Taten verurteilen als Antisemiten bezeichnen, oder? Vielleicht könnte man auch einfach mal aufhören alle Menschen auf ihre Etnie, ihren Glauben oder ihre Herkunft zu reduzieren…
 
Antisemiten verurteilen auch die Taten von Jeffrey Epstein und sehen dahinter ne riesige jüdische Verschwörung, trotzdem würdet ihr wohl kaum alle die seine Taten verurteilen als Antisemiten bezeichnen, oder?
Richtig. Weshalb der Vorwurf eines pauschalen Antisemitismusvorwurfs in vielen Fällen ein völlig deplazierter Strohmann ist, der wiederum selbst antisemitisch motiviert sein kann oder durch mangelnde Lesekompetenz verursacht wird. Popper würde Dir jetzt empfehlen nach widersprechender Information zu suchen. Zb könntest Du Mort fragen ob ich ihm weiter oben antisemitische Tendenzen unterstellt habe. Oder einfach den Beitrag über Dir sorgfältiger lesen.
 
Da

Da er es schon durchgezogen hat ,hab ich wenigstens gehofft das er das Regime stürzt. Du nicht auch ?

Gehofft hatte ich das auch im Vorfeld des aller ersten Angriffs.
Als es dann damals los ging war mir von anfang an klar, das das nicht passieren wird.
Da es dafür einfach nicht die erforderlichen Truppen Kontingente in der Region gab und schnell klar wurde, das es nur eine Luftkampagne wird.
In dem Moment war mir klar das

a) es keinen regime Change geben wird
b) die USA diesen Konflikt beginnen mit einem hohen Risiko, diesen zu verlieren.

Im Verlauf gab es ja dann zumindest immer Andeutungen, Trump würde zumindest Spezialeinheiten und Luftlande Truppen im begrenzten AUsmaß einsetzen. Um ggf die Insel Kahrk zu besetzen. Aber selbst dazu konnte er sich ja nicht durchringen.
Spätestens mit der Sperrung der Straße von Hormus war klar, das die USA diesen Krieg strategisch verloren hatten
 
Richtig. Weshalb der Vorwurf eines pauschalen Antisemitismusvorwurfs in vielen Fällen ein völlig deplazierter Strohmann ist, der wiederum selbst antisemitisch motiviert sein kann oder durch mangelnde Lesekompetenz verursacht wird.
Eben, genauso ist er das bei Kritik an der israelischen Regierung wegen ihrer gegenwärtigen Kriegskampagnen. Denn diese kommt aufgrund ihrer Taten, nicht aufgrund dessen dass sie Juden sind. Antisemitismus setzt eine generelle Verurteilung aller Menschen jüdischer Abstammung aufgrund eben jener voraus. Trotzdem wird der Begriff immer wieder missbraucht um Kritik an Taten zu diskreditieren, ob von der israelischen Regierung selbst oder immer wieder leider auch hier im Forum.

Mit dem Begriff Genozid für das was da unten grad abläuft tu ich mich selber aber auch schwer. Denn meiner Meinung nach stellt sich auch da die Frage nach der Intention, denn es ist imho ganz klar nicht das Ziel der israelischen Regierung die palästinensische Bevölkerung auszulöschen, sondern es wird schlimmsten Falls in Kauf genommen um ihre Ziele zu erreichen. Der Vergleich wäre also wenn Siedler/Ureinwohner in den USA und klar nicht Holocaust.
Auf der anderen Seite gibts natürlich auch da die Argumentation, dass ein Genozid einfach ein Genozid ist, völlig egal ob gezielt oder kollateral herbeigeführt.
 
Eben, genauso ist er das bei Kritik an der israelischen Regierung wegen ihrer gegenwärtigen Kriegskampagnen. Denn diese kommt aufgrund ihrer Taten, nicht aufgrund dessen dass sie Juden sind. Antisemitismus setzt eine generelle Verurteilung aller Menschen jüdischer Abstammung aufgrund eben jener voraus. Trotzdem wird der Begriff immer wieder missbraucht um Kritik an Taten zu diskreditieren, ob von der israelischen Regierung selbst oder immer wieder leider auch hier im Forum.

Mit dem Begriff Genozid für das was da unten grad abläuft tu ich mich selber aber auch schwer. Denn meiner Meinung nach stellt sich auch da die Frage nach der Intention, denn es ist imho ganz klar nicht das Ziel der israelischen Regierung die palästinensische Bevölkerung auszulöschen, sondern es wird schlimmsten Falls in Kauf genommen um ihre Ziele zu erreichen. Der Vergleich wäre also wenn Siedler/Ureinwohner in den USA und klar nicht Holocaust.
Auf der anderen Seite gibts natürlich auch da die Argumentation, dass ein Genozid einfach ein Genozid ist, völlig egal ob gezielt oder kollateral herbeigeführt.
Genau, deswegen auch mein Vergleich mit den Römern. Die Massakrierung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus der Levante wurde nach außen hin mit Sicherheitsinteressen begründet. Faktisch lief diese „Selbstverteidigung” jedoch auf die Vernichtung eines ganzen Volkes hinaus. Zumal die Kräfteverhältnisse heute noch asymmetrischer sind als zu Zeiten Roms und der rebellierenden jüdischen Bevölkerung. Das zeigt, dass die Begriffe „Selbstverteidigung” und „legitime Sicherheitsinteressen” sehr schwammig sind bzw. keinen Marker besitzen, der anzeigt, wann diese Legitimität überschritten worden sein könnte. Hier wird so getan, als könnten machtpolitische Begriffe dazu dienen, einen komplexen Zusammenhang werteneutral zu bestimmen. Poppers Fallibilismus wird statt sinngemäß an der eigenen Hypothese anzuwenden an fremden Hypothesen angewendet, und das eher schlecht als recht. Während die eine Seite auf Journals, seriöse Journalisten und Forscher verweist, kommt Hasenauge häufig mit irgendwelchen obskuren Twitter-Nutzern, deren Ergebnisse aber selbst der kritischen Hinterfragung nicht standhalten. Ich denke nicht, dass das Poppers Anspruch an gute Wissenschaft entspricht.
 
Da sich der Streit beim Völkermordvorwurf fast ausschließlich um die spezifische Zerstörungsabsicht dreht (über die von Israel begangenen und eindeutig der Völkermordkategorie zurordbaren Handlungen sind wohl keine Widersprüche zu erwarten, trotz der dauerhaft wohlwollenden Billigung, Leugnung oder Relativierung), gibt es hier zwei Punkte, an denen sich diese Absicht messen lässt, nämlich 1) die Absicht muss aus dem Handlungsmuster eindeutig erkennbar sein und keine alternativen vernünftigen Deutungen erlauben oder 2) die Absicht muss explizit durch Aussagen offengelegt werden.

Unsere Israelversteher spekulieren auf das Scheitern von 1), was durchaus mit der heißen Nadel gestrickt ist, während es eigentlich die ganze Zeit um 2) geht, nämlich die expliziten Deklarationen einer Vernichtungskampagne durch israelische Politiker, deren Aussagen praktischerweise und in grob fahrlässiger Weise ausgeblendet werden, um die eigene pseudo-feinjuristisch präzisierte Gegendeutung nicht zu sabotieren. Die dokumentierten Äußerungen sind ranghoch und von einem hässlichen Vernichtungswillen geprägt. Und eben diese Äußerungen gehören bei der Feststellung der Absicht in offensichtlich logischer Weise zuerst verwertet, ehe man Schlüsse aus dem Handlungsmuster zieht.
 
Genau, deswegen auch mein Vergleich mit den Römern. Die Massakrierung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus der Levante wurde nach außen hin mit Sicherheitsinteressen begründet. Faktisch lief diese „Selbstverteidigung” jedoch auf die Vernichtung eines ganzen Volkes hinaus. Zumal die Kräfteverhältnisse heute noch asymmetrischer sind als zu Zeiten Roms und der rebellierenden jüdischen Bevölkerung. Das zeigt, dass die Begriffe „Selbstverteidigung” und „legitime Sicherheitsinteressen” sehr schwammig sind bzw. keinen Marker besitzen, der anzeigt, wann diese Legitimität überschritten worden sein könnte. Hier wird so getan, als könnten machtpolitische Begriffe dazu dienen, einen komplexen Zusammenhang werteneutral zu bestimmen. Poppers Fallibilismus wird statt sinngemäß an der eigenen Hypothese anzuwenden an fremden Hypothesen angewendet, und das eher schlecht als recht. Während die eine Seite auf Journals, seriöse Journalisten und Forscher verweist, kommt Hasenauge häufig mit irgendwelchen obskuren Twitter-Nutzern, deren Ergebnisse aber selbst der kritischen Hinterfragung nicht standhalten. Ich denke nicht, dass das Poppers Anspruch an gute Wissenschaft entspricht.

Kleiner Unterschied: das römische Reich hatte keinen jüdischen Staat an der Grenze, dessen Hauptsiel offen die Zerstörung des römischen Reiches und die Ermordung aller Römer war. Dein Vergleich mit dem römischen Reich hinkt darum ganz gewaltig und rein ideologisch gibt es absolut keinen Zweifel, dass Israel Sicherheitsinteressen verfolgt. Und Kräfteverhältnisse spielen keine Rolle in diesem Kontext, btw. Was die Hamas für einen Schaden anrichten können hat der 7. Oktober gezeigt.

Da sich der Streit beim Völkermordvorwurf fast ausschließlich um die spezifische Zerstörungsabsicht dreht (über die von Israel begangenen und eindeutig der Völkermordkategorie zurordbaren Handlungen sind wohl keine Widersprüche zu erwarten, trotz der dauerhaft wohlwollenden Billigung, Leugnung oder Relativierung), gibt es hier zwei Punkte, an denen sich diese Absicht messen lässt, nämlich 1) die Absicht muss aus dem Handlungsmuster eindeutig erkennbar sein und keine alternativen vernünftigen Deutungen erlauben oder 2) die Absicht muss explizit durch Aussagen offengelegt werden.

Unsere Israelversteher spekulieren auf das Scheitern von 1), was durchaus mit der heißen Nadel gestrickt ist, während es eigentlich die ganze Zeit um 2) geht, nämlich die expliziten Deklarationen einer Vernichtungskampagne durch israelische Politiker, deren Aussagen praktischerweise und in grob fahrlässiger Weise ausgeblendet werden, um die eigene pseudo-feinjuristisch präzisierte Gegendeutung nicht zu sabotieren. Die dokumentierten Äußerungen sind ranghoch und von einem hässlichen Vernichtungswillen geprägt. Und eben diese Äußerungen gehören bei der Feststellung der Absicht in offensichtlich logischer Weise zuerst verwertet, ehe man Schlüsse aus dem Handlungsmuster zieht.


Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass Komori noch nicht mal den rechtlichen Begriff "Vorsatz" kennt, hier aber den weitaus komplexeren Begriff "Genozid" definieren will. Für ihn ist Vorsatz ein Synonym für Fahrlässigkeit. Konsequenterweise ist auch Genozid ein Synonym für Krieg. Denn die Intentionalität spielt für ihn bei der Betrachtung einer Handlung keine Rolle.
 
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Eben, genauso ist er das bei Kritik an der israelischen Regierung wegen ihrer gegenwärtigen Kriegskampagnen. Denn diese kommt aufgrund ihrer Taten, nicht aufgrund dessen dass sie Juden sind. Antisemitismus setzt eine generelle Verurteilung aller Menschen jüdischer Abstammung aufgrund eben jener voraus. Trotzdem wird der Begriff immer wieder missbraucht um Kritik an Taten zu diskreditieren, ob von der israelischen Regierung selbst oder immer wieder leider auch hier im Forum.
Auch Kritik an der israelischen Regierung kann antisemitisch motiviert sein. Sogar dann, wenn sie im Kern gerechtfertigt ist. Es gibt aber gute Möglichkeiten das eine vom anderen zu unterscheiden. Israelbezogene Doppelstandards sind immer ein starker Hinweis. Ich persönlich rieche antisemitische Kacke auch dann, wenn sie statt auf Juden stellvertretend auf Israel, die israelische Regierung oder die Zionisten gedroppt wird.

Auf der anderen Seite gibts natürlich auch da die Argumentation, dass ein Genozid einfach ein Genozid ist, völlig egal ob gezielt oder kollateral herbeigeführt.
Ja, es gibt manche Leute die sagen sinngemäß: Wenn es wie ein Genozid aussieht, dann ist es auch einer. Das Problem bei dieser Intent-bereinigten, rein effektbasierten Definition ist eine erhebliche begriffliche Aufweichung, da sie auch den Krieg der Alliierten gegen Nazideutschland als Genozid an den Deutschen klassifizieren würde. Soweit möchte man dann aber auch nicht gehen, womit wir wieder beim Thema Doppelstandards wären.

Poppers Fallibilismus wird statt sinngemäß an der eigenen Hypothese anzuwenden an fremden Hypothesen angewendet, und das eher schlecht als recht.
Warum wundert es mich nicht, dass Du von Popper noch weniger Ahnung hast als vom Geschehen in Gaza? Popper unterscheidet nicht nach eigenen und fremden Hypothesen. Das Falsifikationsprinzip ist auf jede Hypothesen gleichermaßen anzuwenden. Kritiker spielen nach Popper aber eine besonders wichtige Rolle, da sie nicht zugunsten der Hypothese voreingenommen sind und somit weniger anfällig dafür sind, mögliche Schwächen und Fehler auszublenden.

Anyway: wenn wir uns ernsthaft mit der Genozidhypothese auseinandersetzen wollen, müssen wir versuchen sie zu falsifizieren.

Während die eine Seite auf Journals, seriöse Journalisten und Forscher verweist, kommt Hasenauge häufig mit irgendwelchen obskuren Twitter-Nutzern, deren Ergebnisse aber selbst der kritischen Hinterfragung nicht standhalten. Ich denke nicht, dass das Poppers Anspruch an gute Wissenschaft entspricht.
Die Frage ist eher, ob Popper Dir diese tendenziöse Darstellung abkaufen würde. Der offensichtliche Appeal-to-authority in Gesellschaft mit der bloßen Behauptung, die Falsifikation des Kritikers sei gescheitert, würden Dir Poppers Vertrauen ganz sicher nicht einbringen. :lol2:
 
Auch Kritik an der israelischen Regierung kann antisemitisch motiviert sein. Sogar dann, wenn sie im Kern gerechtfertigt ist. Es gibt aber gute Möglichkeiten das eine vom anderen zu unterscheiden. Israelbezogene Doppelstandards sind immer ein starker Hinweis. Ich persönlich rieche antisemitische Kacke auch dann, wenn sie statt auf Juden stellvertretend auf Israel, die israelische Regierung oder die Zionisten gedroppt wird.
Arroganz und Vorurteile helfen deiner Argumentation hier deutlich weniger als du vielleicht denkst… Eine eloquente Beschreibung dafür das dich gewisse Kritik an Bibi und seinen Mannen triggert, mich triggert andersrum das wahllose umhergewerfen des Begriffs Antisemitismus um damit zu rechtfertigen was nicht rechtzufertigen ist… so here we are…
Ja, es gibt manche Leute die sagen sinngemäß: Wenn es wie ein Genozid aussieht, dann ist es auch einer. Das Problem bei dieser Intent-bereinigten, rein effektbasierten Definition ist eine erhebliche begriffliche Aufweichung, da sie auch den Krieg der Alliierten gegen Nazideutschland als Genozid an den Deutschen klassifizieren würde. Soweit möchte man dann aber auch nicht gehen, womit wir wieder beim Thema Doppelstandards wären.
Der Marshallplan ist bezüglich Nazideutschland der Gegenbeweis, so etwas traust du der israelischen Regierung aber wohl selber nicht zu, oder? Was dieses Argument schlussendlich ad absurdum führt…
 
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Der Marshallplan ist bezüglich Nazideutschland der Gegenbeweis, so etwas traust du der israelischen Regierung aber wohl selber nicht zu, oder? Was dieses Argument schlussendlich ad absurdum führt…

Also Israel, die im Kernstaat die palästinensische Bevölkerung weitestgehend gleichberechtigt leben lässt trauen wir nicht zu, dass sie die palästinensische Bevölkerung unterstützen?

Aber gleichzeitig hält man es für plausibel, dass in Palästina wie durch Zauberhand die offen antisemitische und genozidale Hamas, die nach jeder Untersuchung bei einer Wahl die stärkste Kraft im Staat wäre, keine Rolle spielt und / oder die Juden einfach in Ruhe leben lässt?

Schwierig.

Ich wiederhole mich gerne: niemand kann gleichzeitig Palästina die komplette Selbstverwaltung zustehen und die israelische Regierung für ihr Vorgehen kritisieren. Denn all das, was Israel in Kauf nimmt strebt die Hamas offen und völlig unumstritten vorsätzlich an.

Und dass die Hoffnung, dass die Hamas einfach verschwindet so weit verbreitet ist, legitimiert das Vorgehen von Israel zusätzlich. Wieso sollen die diese Hoffnung 'naja... könnte gut gehen. Spricht zwar nichts dafür, aber who knows?' bei der akuten Bedrohung an der Grenze einfach mal übernehmen?
 
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Da sich der Streit beim Völkermordvorwurf fast ausschließlich um die spezifische Zerstörungsabsicht dreht (über die von Israel begangenen und eindeutig der Völkermordkategorie zurordbaren Handlungen sind wohl keine Widersprüche zu erwarten, trotz der dauerhaft wohlwollenden Billigung, Leugnung oder Relativierung), gibt es hier zwei Punkte, an denen sich diese Absicht messen lässt, nämlich 1) die Absicht muss aus dem Handlungsmuster eindeutig erkennbar sein und keine alternativen vernünftigen Deutungen erlauben oder 2) die Absicht muss explizit durch Aussagen offengelegt werden.

Unsere Israelversteher spekulieren auf das Scheitern von 1), was durchaus mit der heißen Nadel gestrickt ist, während es eigentlich die ganze Zeit um 2) geht, nämlich die expliziten Deklarationen einer Vernichtungskampagne durch israelische Politiker, deren Aussagen praktischerweise und in grob fahrlässiger Weise ausgeblendet werden, um die eigene pseudo-feinjuristisch präzisierte Gegendeutung nicht zu sabotieren. Die dokumentierten Äußerungen sind ranghoch und von einem hässlichen Vernichtungswillen geprägt. Und eben diese Äußerungen gehören bei der Feststellung der Absicht in offensichtlich logischer Weise zuerst verwertet, ehe man Schlüsse aus dem Handlungsmuster zieht.
Also ich hoffe mal das hat meine ki geschrieben 😂
Aber halten wir fest Israel hat bei seinem Genozid weniger Zivilisten getötet als der Iran beim Machterhalt. Usw...

Nicht zu vergessen die 300k Kinder die seit 8 monaten hätten, frei Tage später , verhungern sollen...

Eigentlich hätten es die ganzen Israel hasser mal verdient zu sehen was passiert wenn Israel Gaza einfach Gaza sein lässt. Ägypten oder andere Nachbarn helfen bestimmt gerne.... Aber anders als die Israel hasser haben die Palästiner es nicht verdient so im Stich gelassen zu werden.

# Iranhilft
#schlechtestergenozidallerzeiten
#nichtmaldasbekommtderjudehin
 
Trump und Israel haben komplett versagt. Durch Ihren Angriffskrieg auf den Iran haben sie der Welt geschadet und globale Lieferketten gesprengt. Weltweit Ländern wirtschaftlich so zugesetzt, dass Wirtschaftsprognosen (Wachstum) nach unten korrigiert werden mussten.

Der Iran hat mit dem Oman ein Abkommen für die Straße von Hormuz geschlossen. Iran will 5% bis 7% für die Durchfahrt kassieren (vom Wert der Ladung). Bei einem Supertanker entspricht das ca. 12 Mio USD was ein Fiasko für die Weltwirtschaft und die Ölpreise bedeutet. Die USA spielen keine Rolle mehr, da Sie gezeigt haben, wie unfähig Sie unter Trump handeln und keinen Einfluss auf die Situation im Nahen Osten und der Straße von Hormuz nehmen können. Zudem wurden fast alle relevanten Reserven an Raketen verschossen, so dass es bis zu 4 Jahre dauern wird, bis man diese wieder nachproduziert. China steht schon in den Startlöchern, um diese Schwäche auszunutzen.



Iran wird eine Gebühr etablieren. Es geht jetzt nicht mehr um das Atomabkommen. Es geht jetzt nur noch darum, dass die Straße von Hormuz wieder befahren werden kann, was vor dem Krieg eh der Fall war und da kostenlos.

Obama hatte hier einen super Deal mit dem IRAN und Trump hat nun den schlechtesten ausgehandelt. Israel (Ein Treiber des Angriffs auf den Iran) hat den Iran gestärkt. Iran wird für China und Russland KEINE Gebühr erheben für die Durchfahrt.

Währenddessen benennt Trump die stärksten Schiffe im Nahen Osten nach sich um, als ob das jetzt noch was ändern würde. Beachtet, dass man Schiffe oder Flughäfen oder sonstige Einrichtungen nur nach Personen benennt, welche eigentlich nicht mehr am Leben sind um diese zu ehren für Ihr Lebenswerk!


Währenddessen wurde in den Niederlanden der Helferinnen, Helfer sowie Ärztinnen und Ärzte in Gaza gedacht, die bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen sind.


Vom Oktober 2023 bis Februar 2026 wurden bereits über 70.000 Palästinenser getötet und aus dem Leben gerissen.


Trump hat etwas geschafft, was kein US-Präsident zuvor gemacht hat. Make Iran great again.
 
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Arroganz und Vorurteile helfen deiner Argumentation hier deutlich weniger als du vielleicht denkst… Eine eloquente Beschreibung dafür das dich gewisse Kritik an Bibi und seinen Mannen triggert, mich triggert andersrum das wahllose umhergewerfen des Begriffs Antisemitismus um damit zu rechtfertigen was nicht rechtzufertigen ist… so here we are…
Kognitiver Fehlschluss. Dass sich Antisemitismusvorwürfe nicht immer nach Deinen enger gefassten Maßstäben und Regeln richten, bedeutet nicht, dass sie gar keinen Regeln folgen, also wahllos seien. Erst recht folgt daraus nicht, dass sie als Rechtfertigung für irgend etwas dienen.
Der Marshallplan ist bezüglich Nazideutschland der Gegenbeweis, so etwas traust du der israelischen Regierung aber wohl selber nicht zu, oder? Was dieses Argument schlussendlich ad absurdum führt…
Der Marshallplan ist der Gegenbeweis zur Genozidabsicht. Welche von der intentbereinigten Definition ja gerade nicht berücksichtigt wird. Es ist somit nicht meine Argumentation, die hier ad absurdum geführt wird.
 
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