Es lagen 26 Minuten dazwischen, aber verbuchen wir es doch einfach unter Missverständnis.
Wenn ich auf einen Beitrag ausführlich antworte, dann lade ich die Seite nicht ständig neu. Daher lass es uns gerne als Missverständnis verbuchen.
Kritik ist erlaubt, aber man sollte sich halt weiterhin die Situation vor Augen führen und nicht so tun als wenn es keine Daten gäbe, die diesen Schritt rechtfertigen.
Dass Daten diesen Schritt aus wirtschaftlicher Sicht und dem sterben nach mehr Profit rechtfertigen, steht außer Frage. Was mich an der Debatte mitunter enorm stört, ist, dass suggeriert wird, dass die Unternehmen dazu gezwungen sind. Das sind sie nicht, vor allem Sony mit ihren Rekordgewinnen nicht.
Ich frage genau deshalb stets nach Argumenten aus Sicht des Unternehmens für physische Datenträger um den Leuten vor Augen zu führen, dass wenn den Leuten, denen das etwas bedeutet nichts einfällt, dass das Unternehmen gar keine andere Möglichkeit sieht anders zu entscheiden.
Und genau an dem Punkt gehen unsere Sichtweisen auseinander, zumal Dir positive Argumente für physische Spiele aus dem Blickwinkel eines Unternehmens in einem anderen Thread bereits dargelegt wurden. Es gibt faktisch andere Möglichkeiten, mit der gegebenen Situation ebenso im Sinne des Kunden, als auch des Unternehmens zu agieren und zu entscheiden. Digital Only ist kein Muss, sondern ein umgesetzter Wille mit Kalkül.
Es fehlt auch kein Kontext, wie ich dir an Resident Evil Requiem aufgezeigt habe. Die Zahlen sind mehr als eindeutig, selbst die von Sony.
Doch, genau der fehlt bei den Beiträgen von Matt Pistacella, wie ich schon dargelegt habe. Es werden zahlen nur aus dem US-Amerikanische Markt herangezogen und andere starke Märkte schlicht vernachlässigt. Es gibt keinen Einblick darüber, wie sich das Prozentuale Verhältnis zwischen Digital und physisch aufteilt, sondern nur Kennzahlen ab einen gewissen Wert, mit dem man in Gänze kaum etwas anfangen kann, außer der Erkenntnis, dass 7 Titel die 100k erreicht haben und es laut seinen Daten keiner über 275k kamen.
Bleiben wir beim Beispiel Resident Evil Requiem: Dieser Titel soll weltweit sich auf der Playstation 3,5 Millionen mal verkauft haben, davon sollen es mehr als 27% physische Einheiten gewesen sein. Hier sprechen wir also von rund 945k an physischen Einheiten Weltweit im auf der PlayStation. Die 6,9 Millionen, die Du hinzugezogen hast, beziehen sich auf PC, XBOX, PlayStation und Switch 2. Bei der Switch 2 werden GKC vertrieben und diese werden als digitale Versionen von Capcom geführt. All das sind Punkte, welche die Betrachtung verfälschen.
Die Zahlen von Sony legen zudem dar, dass sich im FY25 70 Millionen (!) physische Kopien verkauft werden. Das ist noch immer eine nicht zu ignorierende Zahl, die ordentlich Gewinn abwirft. Dass im Verhältnis die digitalen zahlen deutlich höher sind, auch was die Gewinnmargen angeht, bestreitet niemand. Aber man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, dass wir hier von geringen oder gar unbedeutenden Beträgen sprechen, dass ist mitnichten der Fall.
Wenn das der Kampf wäre, dann würde jeder Gamer ihn befürworten. Es wird daraus jedoch ein Kulturkampf unter Gamern gemacht. Selbst ein Matt wird angegriffen nur da er eben Zahlen liefert um zu zeigen das Sony nicht aus Willkür agiert, sondern weil die Gamer mehrheitlich für den digitalen Vertrieb sind.
Er wird unter anderem deswegen kritisiert, weil er unvollendete Tatsachen kommuniziert und das in Teilen schon fast als manipulativ werten kann. Dieser Kulturkampf wird demnach noch unnötig durch solche Beiträge befeuert.