Fantastic Four First Steps
Ich habe selten einen Film gesehen, der es so wenig schafft eine stimmige und kohärente Welt aufzubauen. Standig gibt es Deus Ex Machina Momente, nie wird klar, zu was die Fantastic Four und ihrer Gegenspieler in der Lage sind (im Sinne von, welche Kräfte besitzen sie). Dazu kommen unglaubwürdige Handlungsstränge und ein Fokus aus eine junge Familie und ihr Neugeborenes, die einfach nicht zum Film passt.
Ich versuche mal ein paar dieser Dinge aufzulisten, die mir besonders störend und unpassenden in Erinnerung geblieben sind
• In dieser Welt wurde Reisen mit Lichtgeschwindigkeit erfunden, aber keine kabellosen Kopfhörer
• Da reist man mit dieser Lichtgeschwindigkeit mal eben zu einem weit entfernten Planeten, um dem Bösewicht gegenüber zu treten, als dieser dann zur Erde kommt, dauert es ewig. Entfernungen und Zeitverhältnisse sind einfach nicht klar.
• Passend zum Punkt davor, da wird eben mal schnell ein Teleportationsnetz um die Welt aufgebaut, als sei es nichts. Wie lange das gedauert hat, wie das funktioniert, it's Magic
• Auch nicht klar ist die Motivation dieses Bösewichts. Ganz wenig wird angedeutet und das klingt auch nicht uninteressant, aber er ist nur dazu da, böse zu sein
• Was sollte diese Geburt im Weltall?
• Wie schlecht kann man eigentlich kommunizieren, dass die Welt untergeht und man die naheliegende Option ablehnt (also das Baby)?
• Und wie kann man bitte aus 3 Worten eine ganze Sprache lernen?
• Als der Silver Surfer am Ende das Teleportationsnetz zerstört, fliegt sie so unglaublich schnell um die Welt, das müsste auch annähernd Lichtgeschwindigkeit gewesen sein. Mir war nicht bewusst, dass sie das kann und so einen übermächtigen Gegner wollen sie besiegen
• Wie dumm ist überhaupt der Plan, die Erde mittels Teleportationsnetz in ein anderes Sonnensystem retten zu wollen? So viel kann da schief gehen, es ist absurd aufwändig, die Erde kann danach auch einfach sterben, weil, zu heiß, zu kalt. Alles auf der Erde ist doch gerade in einem fragilen Gleichgewicht
• Und überhaupt, wer baut eine Raketenabschussrampe mitten in New York?
• Und wieso schickt man eine Schwangere "an die Front", als der Silver Surfer auftaucht?
Der Film hat immerhin ganz ansehnliche Effekte und ich mochte dieses Retro Futurismus Design, das wars aber auch schon.
3/10
Oppenheimer
Mich hat der Film bei Erscheinen schon wenig interessiert. Physiker dabei zuzusehen, wie sie etwas entwickeln, selbst wenn es die Atombombe ist. Vermutlich nicht seh spannend. Spannender könnte da die Kommunistenjagd sein, nur habe ich an dem Thema wenig Interesse.
Jetzt habe ich ihn endlich nachgeholt und zwar auf die schlechtest denkbare Weise. Im Flugzeug. Und das ist bei Nolan Filmen nicht nur wegen des kleinen Bildschirms ein Problem, sondern weil die Soundabmischung so schlecht ist, dass ich zT nur die Hälfte eines Dialogs verstanden habe. Und das bei einem Film mit vielen Figuren, komplexen Themen und einer unnötig komplizierten Handlung. Ich hab ihn also nicht unter den besten Umständen gesehen.
Insgesamt bin ich enttäuscht. Der Film ist für das, was er zeigt zu lang. Die Struktur mit den sich abwechselnden Zeitebenen hat es mir schwer gemacht, dem Inhalt zu folgen, die beiden Anhörungen habe ich durcheinander gebracht und viele Personen konnte ich den gesamten Film über nicht klar zuordnen.
Am meisten hat mich am Film die Handlung rund um das Manhattan Project gefesselt, davor war es mir zu beliebig, die Anhörung danach zu politisch und die Verstrickungen der einzelnen Charakter nicht klar genug. Ich habe zB nie verstanden, warum Oppenheimer sich das alles antut.
Was man dem Film zu Gute halten muss, toller Cast, zT wirklich tolle Schauspieler und sehr schön gefilmt. Nur die Soundabmischung war nicht gelungen. Aber das alles reicht nicht, um den Film über 3h zu tragen. Wie anfangs geschrieben, ich habe mich nie groß für den Stoff interessiert und hatte auch danach nicht das Bedürfnis den Wikipedia Artikel zu lesen.
6/10
Ich - Einfach unverbesserlich 3
Ich möchte Teil 1 damals sehr, Teil 2 weniger, war aber über die stark ausgebauten Minion Szenen froh. Ein Film nur mit Minons funktioniert wiederum nicht und nach all den Jahren, dachte ich, kann man sich mal wieder einen Teil anschauen. Und was hätte ich für einen Spaß. Viele Gags sitzen, der 80er Jahre Antagonist ist herrlich, die Minions haben einige sehr coole Auftritte (allein die Szene im Gefängnis)
und Grus Bruder bringt frischen Wind rein. Die unter 90min verfliegen sehr schnell und ich werde nun auf jeden Fall noch Teil 4 schauen.
8/10