Die Texturen waren vielleicht auf dem Papier bei der Playstation stärker, aber nicht im Resultat/dem was am Ende auf dem Bildschirm zusehen war.
Die Texturen auf der PS1 waren fast immer komplett verpixelt und verschwommen, beziehungsweise hatten Clipping Fehler. Vergleiche die Hintergründe von Final Fantasy 7 mit den Hintergründen in Ocarina of Time in Hyrule-Stadt. Gerade vor dem Tempel der Zeit oder die detaillierten und klaren Pflastersteine auf dem Boden der Stadt. Oder die Fachwerkshäuser, die gibt es in FF7 ja auch, und die sehen nicht mal halb so gut aus, wie in Zelda.
Ihr übertreibt auch damit, dass Resident Evil 2, angeblich so unmöglich war, auf den Nintendo64 zu porten. Oder diese Videos zu diesem Thema übertreiben, um Emotionen zu erwecken und das Thema interessanter zumachen, als es war. Die Entwickler mussten nur komprimieren und die Videos verkleinern... um es im Gegenzug etwas untertrieben auszudrücken. Es war sicherlich Aufwand, aber es als eine Art Wunder hinzustellen, naja.
Das N64 hatte oft auch sehr klare und gute Texturen, deswegen waren solche Spielereien wie eine kleine erkennbare Bowser-Broché oder bessere Gesichter von Figuren als auf der PS möglich war. Und das Final Fantasy 7 auf dem N64 nicht möglich gewesen wäre ist genauso undurchdacht, wie zu glauben The Witcher 3 wäre auf der Switch 1 nicht möglich (auch unter Anderem angeblich wegen dem Speicherplatz der Module... lustig).
Auch für dich noch mal: Wir reden hier explizit vom Launchzeitraum, 1996/1997.
Ein FF7 mit den ausgereiften Devtools von Factor 5 und 64 MB Modulen Ende 1999 / 2000 halte ich mit den üblichen Abstrichen für durchaus machbar.
Auch war Zelda kein Launch-Game auf einem 8 MB Modul, sondern kam über 2 Jahre später auf einem 32 MB Modul.
FF7 nutzte die vorgerenderten Hintergründe Exzessiv, in dem Umfang sah man das auf dem N64 quasi nicht. Klar, kostet ja Speicherplatz auf den Cartridges.
Dass die Texturen auf der Playse verschwommener aussahen lag am fehlenden Texturfilter (3-point). War damals aber vernachlässigbar, da die wenigsten damals ihre Konsolen auf ein scharfes RGB-Signal umgebaut haben. Das Chinch-Signal was am Ende auf den 20-Zoll-Röhren-TV raus kam war eh ziemlicher Matsch. Was man deutlich sah, waren die per Filter verzerrten Texturen und die sich wiederholenden, farbreduzierten Texturen auf großen Flächen.
Warum muss ich hier eigentlich seitenlang gegen Strohmänner argumentieren? Die Aussage war klar: FF7 wurde auf die PS1 umgezogen, da das N64 1996/1997 nicht die nötigen technischen Voraussetzungen hatte. Hauptfaktor waren die Module, ein weiterer Faktor die schwachen Komprimierungstools, die Factor 5 1999/2000 nachgeliefert hat.
Wer also behauptet FF7 wäre technisch möglich gewesen, denn Square Enix hätte ja einfach mal dran glauben können, dass Nintendo die Speichermenge in vier Jahren verachtfacht, die Komprimierungstools bis dahin Dinge möglich machen, die man zum Launch nicht für möglich hielt und dabei die Zukunft des 64DD vorherzusagen, verdreht die Geschichte und unterstellt Square hellseherische Fähigkeiten.
Selbst wenn Square diese magischen Fähigkeiten gehabt hätte, wäre FF7 auf dem N64 aber nicht Anfang 1997 erschienen, sondern Ende 1999 oder sogar 2000. Ob es zu dem Zeitpunkt noch so eingeschlagen hätte, wo die Dreamcast schon ein Ding war und Sony erste PS2-Trailer zeigte, wage ich zumindest mal stark zu bezweifeln.