project hail mary
ich liebe das buch und natürlich muss man abstriche hinnehmen, wie bei ausnahmslos jeder buchverfilmung.
viele, bis sogar die meisten, wissenschaftlichen erklärungen kommen nicht zum zug, was der pace zuliebe verständlich ist und sich auch nicht in einen 2,5 h film packen lassen. dadurch können einige dinge etwas aus der luft gegriffen wirken.
der humor ist vielleicht, im vergleich zum buch, ein spürchen zu viel, obwohl die vorlage auch einen sehr positiven ton hat. aber ist auch ok so.
eva stratt ist für den film etwas zugänglicher charakterisiert, was vor allem in einer bestimmten szene offensichtlich wird. im buch ist sie sehr unnahbar und "marschiert", zum wohle des grossen ganzen, eiskalt durch, was sie für meinen geschmack besonders interessant machte in der buchvorlage. sie funktioniert aber trotzdem und wird von sandra hüller toll gespielt.
und natürlich ist das eine oder andere kapitel gekürzt oder ganz gestrichen.
diese meine kritikpunkte sind aber dem mediumwechsel geschuldet und grösstenteils verständlich.
ansonsten ist es einfach ein toller film, grosses kino und auch eine gute buchverfilmung. die essenz der vorlage ist in meinen augen auf jeden fall gut getroffen. nichtkenner des romans werden mit den meisten kritikpunkten sowieso nicht konfrontiert und können dieses tolle stück cinema einfach vollumfänglich geniessen.
hat das zeugs zum besten film des jahres zu werden und im scifi bereich hat dieses jahr sowieso nur steven spielberg ne chance ranzukommen mit "disclosure day". so viel herz wird er aber garantiert nicht haben.
ein muss für jeden der was mit scifi anfangen kann.
8,5/10 vielleicht sogar 9/10