Star Wars Outlaws – Von Hype zur Ernüchterung: Mein Fazit
Ich war selten so gehypt wie bei der ersten Präsentation von
Star Wars Outlaws. Die Atmosphäre erinnerte mich sofort an
Rogue One, den ich bis heute absolut feiere. Dazu kam Massive Entertainment – das Studio hinter
The Division – ein großes Budget, offene Welten, ikonische Star-Wars-Schauplätze und sogar Raumkämpfe. Die Erwartungen waren dementsprechend riesig.
Die Realität fällt leider ganz anders aus.
Trotz verschiedener Grafikmodi läuft das Spiel auf meiner PS5 Pro nicht wirklich flüssig. Die Hintergründe wirken übertrieben stilisiert, das Level of Detail ist gering, vieles erscheint verwaschen oder klobig – insgesamt wirkt die Grafik instabil und generisch.
Warum Ubisoft nicht auf gängige Shooter-Standards setzt, ist mir ein Rätsel.
- Interaktion ist auf die selbe Taste für Sprinten auf R3,

- Waffenwechsel per D-Pad rechts,
- umständliche Auswahl von Granaten,
- kein manuelles Nachladen,
- andere Waffen erst per Patch nutzbar …
… und dazu kommt ein insgesamt schwammiges, clunky Gunplay. Gerade von den
Division-Machern hätte ich etwas deutlich Besseres erwartet. Der Speeder steuert sich ebenfalls alles andere als präzise.
Kaum eine Mission bleibt im Gedächtnis. Das Spiel besteht überwiegend aus Fetchquests ohne echte storygetriebene Einbindung. Die Inszenierung wirkt flach, teilweise sogar peinlich.
Besonders störend sind die plötzlich direkt vor einem spawnenden Gegnerwellen – Call-of-Duty-Stil, aber völlig fehl am Platz. Die KI wirkt dazu extrem schwach.

Viele Minigames wirken wie wildes Buttonmashing ohne erkennbaren Tiefgang.
Der Loot ist oberflächlich, Crafting fühlt sich unfertig und lieblos an. Es gibt weder echte Builds noch nennenswerte Waffen- oder Rüstungsvielfalt. Es wirkt so, als hätte man das System auf das absolute Minimum reduziert, damit wirklich jede Zielgruppe problemlos klarkommt.
Mit Kay Vess werde ich absolut nicht warm. Für mich wirkt die Figur fehlbesetzt, ohne emotionale Tiefe oder Ausstrahlung. Optisch wie charakterlich fühlt sie sich eher wie eine Nebenfigur an.
Gerade im Vergleich zu starken Charakteren wie Aloy oder Ellie wird klar, wie wenig Identität und Liebe zum Detail hier investiert wurde.
Star Wars Outlaws ist für mich eine klare Enttäuschung. Die Atmosphäre zu Beginn und der niedliche Nix retten ein wenig, aber unterm Strich reicht es für mich nur für eine
4/10. Selbst 24 Euro wären dafür rückblickend zu viel gewesen.
Für mich war das definitiv der letzte Ubisoft-Kauf dieser Art.