Hier mal für die Leute, die nicht so gerne Blogs lesen
Ich habe letzte Woche
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots beendet. Und naja, ich hatte sehr hohe Erwartungen an Kojima und das Spiel. Die höchsten die ich jemals an ein Spiel hatte! Also hier mal mein Review:
Story:
Eines vorweg: Die Story von MGS4 ist mit einem Wort zu beschreiben: Episch! Die Story von MGS4 bringt alle losen Handlungsfetzen und Fragen der letzten Teile zusammen und klärt sie auf. Kojima hat mit der Story dieser Saga großes geleistet. Die Geschichte um Solid Snake wird zum Ende gebracht. MGS4 spielt im Jahre 2014, in einer Welt, die von Krieg beherrscht und umgeben wird. Der Krieg hat sich verändert. Der Krieg ist ein wichtiger Wirtschaftszweig geworden. PMC (private military companies) beherrschen das Kriegsgeschehen rund um den Globus. Liquid, der Zwilling von Solid Snake schart eine Armee von PMC's um sich. Es braut sich etwas großes an. Oberst Roy Campbell, Mitglied des UN-Sicherheitsrats, beaufttragt Snake damit Liquid zu stoppen. Es soll seine letzte Mission sein, den er altert rapide und nähert sich seinem Ende. Es beginnt eine Verfolgungsjagd um den Globus, bei dem viele bekannte Figuren der Serie auftauchen und verborgene Seiten zeigen. Die Charaktere (es gibt sehr viele in MGS4) sind allesamt sehr tiefgründig und dynamisch. Sogar die Bossgegner (Beauty and Beast Corps) haben eine sehr dichte Hintergrundstory. Die vielen Dialoge werden in sehr langen und häufigen Cutscenes präsentiert. Viele Leute sehen das als Negativ punkt, ich allerdings ganz und garnicht. Es wäre einfach nicht möglich diese gigantische Story anders zu erzählen. Snake altert und man sieht das Ende kommen. Man möchte nicht dass seine Geschichte endet, doch genau dorthin wandert das Geschehen im Verlauf des Spiels. Danke Hideo Kojima für die meiner Meinung nach besten Story der Videospiel-Geschichte!
10/10
Umfang:
Der Umfang von MGS4 ist ganz ok. Ich habe das Spiel in ca. 18 Stunden durchgespielt, wobei allerdings rund die Hälfte aus Cutscenes bestand. Somit ist MGS4 etwa gleich auf mit der Spielzeit seiner Vorgänger. Sehr schade fand ich es, dass kein Theater- oder Bossmodus als extra beigelegt wurde, wie das noch bei den Vorgängern der Fall war. Aber eine große Neuerung ist der Online Modus: Metal Gear Online, welches ich jedoch noch nicht gespielt habe.
8,7/10
Präsentation:
Metal Gear Solid 4 lässt grafisch einige Muskeln spielen! Die Gesichtsanimationen sind zusammen mit Heavenly Sword meiner Meinung nach Referrenz, und das Konsolenübergreifend! Die Charaktere sind wunderschön modelliert und bewegen sich sehr naturgetreu. Die Licht- und Explosionseffekte sind auch bombastisch! Man fühlt sich während der PMC- und Militiaschlachten mittendrin im Geschehen. Die Texturen sind gut, allerdings weit von Uncharted Niveau entfernt. Man erkennt ab und zu eine schlecht aufgelöste Textur, doch insgesamt sind sie gut. Es gibt 5 verschiedene Schauplätze in MGS4: Der mittlere Osten, Südamerika, Osteuropa, Shadow Moses Island und ein Schiff. Mir hat der mittlere Osten stilistisch am besten gefallen, allerdings weckt Shadoiw Moses einige sehr schöne Erinerungen bei MGS-Veteranen. Der Sound ist wohl der Teil der Präsentation, der die Grafik überragt: Man merkt wofür die Blu-Ray Kapazität draufgegangen ist! Das Voiceacting ist sehr gut ausgefallen, wobei mir David Hayter nicht so sehr gefällt wie in den vorherigen Teilen. Ich finde er übertreibt es etwas. Die Musik-Stücke sind melodisch wieder sehr toll geworden, wie man es von der Metal Gear Solid Serie kennt. Im Gesamtpaket wohl nach Uncharted das schönste Playstation 3 Spiel!
9,4/10
Gameplay:
Beim Gameplay hat sich wohl das meiste getan. Viele alteingesessene Metal Gear Solid Fans beschwerten sich, dass Metal Gear Solid 4 zu Shooter-lastig sei. Doch ich bin anderer Meinung. Metal Gear Solid 4 lässt sich genauso spielen wie seine Vorgänger: Als Stealth-Action Game! Wer schleichen will, kann das tun. Wer schießen will, der kann auch das tun. Vielleicht hätte Konami Spieler, die shooter-mäßig herumrennen etwas härter bestrafen sollen (in Form von stärkeren Gegnern zb.), doch ich komme mit diesem neuen Stil sehr gut zurecht und finde nicht, dass eine alternative Spielweise das Geschehen stört. Wenn euch im Falle eines Alarms ein Gegner zu nahe kommt oder ihr keine Munition mehr habt (wobei es Unmengen an Munition gibt und ihr auch jederzeitbeim Waffenwäscher Drebin welche kaufen könnt) geht ihr mit Snake in den CQC Nahkampf. Neu sind auch einige Gadgets, die ihr von Snake's treuem Freund und Begleiter Otacon bekommt. Sowie das Octocamo, mit dem sich Snakes Anzug automatisch oder wahlweise auch manuell an die Umwelt anpasst. Ein anderes Gadget ist das Solieye, eine Art Augenklappe, die sich wahlweise als Nachtsichtgerät, Fernglas oder Radar einsetzen lässt. Neben den normalen schleich Missionen gibt es auch einige Stellen in denen ihr z.b. das Bordgeschütz eines Panzerwagens bedienen müsst oder Spuren lesen müsst. Diese Parts sind sehr erfrischend und abwechslungsreich. Ihr bekommt bei MGS4 nie das Gefühl bestimmte Sachen zu lange am Stück zu tun. Ein großer Teil der Metal Gear Solid Serie waren immer die Bossfights. Diese sind in MGS4 mal wieder klasse geworden, auch wenn die Kämpfe nicht so eine besondere Taktik erfordern wie in den vorherigen Teilen. Dafür sind sie umso cooler in Szene gesetzt. Alles in allem viele Neuerungen im Gameplay, die manche als negativ, ich jedoch als sehr positiv sehe.
9,4/10
Fazit:
Hideo Kojima hat mit
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots die Saga um Solid Snake zu einem furiosen Ende gebracht! Eine Demonstration der Spielekunst! Jeder Playstation 3 Besitzer sollte dieses Meisterwerk sein Eigen nennen. Solid Snake, du hast dir deinen Ruhestand verdient! Für mich zusammen mit GTA4 bisher Game of the Gen!
Wertung:
Singleplayer: 9,5
Online: - (noch nicht gespielt)
Gesamt: 9,5