kolumne bedeutet nur, dass es meinungsjournalismus ist.
Trotzdem kann es falsch sein.
Viele Leute sind der Meinung, dass es keine Evolution gibt, oder das Kondenstreifen am Himmel in Wahrheit böse Chemtrails sind oder 9/11 ein InsideJob war.
Diese Meinung können diese Leute gerne haben und auch äussern, aber sie liegen damit nunmal falsch und sie müssen damit leben, dass ihren falsche Argumentation, fals sie überhaupt eine haben, zerpflückt wird.
Gleiches gilt für die Gamona Typen.
Es ist ja nicht verboten die XboxOne toll zu finden. Genauso wenig ist es verboten vom Spieleangebot der Ps4 enttäuscht zu sein.
Aber wenn ein Spielejournalist auf einer Spielewebsite einen Text veröffentlicht, dann sollte man schon eine vernünftige, durchdachte und vor allem kritische Argumentation erwarten.
Man sollte da so vorgehen wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit.
Wenn du in einer wissenschaftlichen Arbeit eine Position beziehst, dann wird immer erwartet, dass auf Gegenpositionen eingehst und deren Argumente, wenn möglich, widerlegst. Gibt es keine Gegenpositionen, bspw. weil du eine Arbeit über deine eigene, neue Forschung schreibst, dann solltest du selbst eine kritische Betrachtung vornehmen.
Kann das sein? Ist das logisch? Widerspricht das anderen Erkenntnissen? Wie siehts mit der Methodik aus?
Das sind einfache Dinge die jeder Journalist wissen sollte, eigendlich jeder der mindestens bis zur 10. Klasse in die Schule gegangen ist.
Wenn man also einen Artiekl schreibt der auf der Aussage basiert, dass Ps4 Käufer unzufrieden mit ihrem Kauf sind*, dann sollte man wenigstens überprüfen ob das stimmt.
Und wenn man mit einem Artikel die PS4 kritisieren will, dann sollte man überlegen ob die gleichen Dinge nicht auch auf die Konkurrenz zutreffen und wenn sie das tun, dann nimmt man auch noch die XboxOne mit in die Argumentation mit auf.
*
Und jetzt steht sie da: eure (verstaubte) Konsole. Die Freunde sind mittlerweile nicht mehr beeindruckt, das Portemonnaie wünscht sich seinen Inhalt zurück und ihr legt gelangweilt das gleiche Spiel zum hundertsten Mal in euer Laufwerk. Unfassbar, wie viele sich beschweren, motzen, negative Kritik verteilen und ihrem Ärger Luft machen.
Wo sind die denn alle?
Eine falsche Prämisse. Man könnte auch von einem Strohmannargument sprechen.
Aber man darf mit Gaming Journalisten auch nicht zu hart ins Gericht gehen. Vor allem mit den deutschen nicht.
Das ist Entertainment, kein richtiger Journalismus.
90% der Arbeit besteht darin Artikel von anderen aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen. Der Rest besteht aus dem Paraphrasieren von Pr-Texten.