Seit Ankündigung der Xbox One ist die Diskussion um den Gebrauchtspielemarkt wieder voll entflammt. Doch wie sähe ein Markt ohne Gebrauchtspiele aus? Das versucht eine aktuelle Studie zu analysieren.
Wie die aktuelle Informationslage ist, werden Gebrauchtspiele mit der kommenden Konsolengeneration zwar nicht blockiert, doch die Publisher und Hersteller wollen an dem Gebrauchthandel mitverdienen. Wie das genau aussehen soll, ist noch nicht ganz klar, aber anscheinend werden die Next-Gen-Spiele einen individuellen Code auf der Disk beherbergen, so dass man die einzelnen Datenträger an einen Account binden kann. Ob das nur der erste Schritt zur Verbannung des Gebrauchtspielhandels ist, oder ob man sich mit der Zuverdienstmöglichkeit zufrieden geben wird, sei vorerst dahingestellt.
In einer umfangreichen Studie beschäftigen sich Andrew Ching von der Universität in Toronto und Masakazu Ishihara von der Universität in New York mit dem Thema und kommen dabei zu dem Schluss, dass die Gewinne um 10% zurückgehen würden, wenn die Spiele nicht deutlich günstiger würden. Sie begründen das damit, dass besonders zum Launch eines neuen Spiels, viele Kunden ihre alten Spiele verkaufen, um so die neuen zu finanzieren. Würde diese Quelle wegfallen, würden auch weniger Neuspiele gekauft werden.
Demnach müssten die Spiele deutlich im Preis gesenkt werden, um den gleichen Umsatz mit der Neuware erzielen zu können, in einem Markt ohne Gebrauchtspielhandel. Würden die Hersteller sogar um 33% mit dem Neupreis heruntergehen, auf den amerikanischen Markt bezogen also von durchschnittlich 60$ auf 40$, könnten die Umsätze sogar um 18% erhöht werden.