nochmal für die seite :v:
videogameszone.de
Das hat uns an Medal of Honor gefallen:
Ein neues Spielgefühl
Die Call-of-Duty-Spiele servieren euch traditionell völlig übertriebene Szenarien voller Explosionen, Gegnermassen und Bombast. Sie sind die Michael-Bay-Blockbuster der Videospielwelt. Medal of Honor könnte - wäre es ein Film - eher aus der Hand von Oliver Stone oder Clint Eastwood stammen. Hier fehlt es zwar auch nicht an Massenschlachten und bombastischen Momenten, das alles wirkt aber in der Tat recht glaubwürdig und real. Zudem fühlt sich das Spiel einfach anders an, als bisherige Shooter. Das Tempo ist beispielsweise in der Regel eher ruhig. Ihr vermeidet offene Schusswechsel, umschleicht Gegner und erledigt viele Ziele aus weiter Entfernung. Obendrein müsst ihr wirklich auf die Befehle eurer Kameraden hören, um aus allen Situationen heil herauszukommen. Eine Minimap oder präzise Bildschirmhinweise fehlen komplett. Es kommt wirklich gut rüber, wie all das die tägliche Arbeit einiger sehr spezialisierter Soldaten ist. Dieses tolle Gefühl hat allerdings seinen Preis: Das ganze Solo-Abenteuer ist von vorn bis hinten durchgeskriptet. Allzu große spielerische Freiheiten genießt ihr darin nicht.
Tolle Inszenierung
Auch wenn die Technik von Medal of Honor nicht immer beeindruckt (siehe Contra-Punkte), so ist euer Afghanistan-Abenteuer doch wirklich packend inszeniert. Egal ob ihr euch nachts an Gegnern vorbeischleicht oder mit einem Luftschlag einen kompletten Hügel plättet - immer wieder erwarten euch Nervenkitzel und Adrenalin-Momente. Freut euch außerdem auf die Mutter aller Flugzeugabstürze!
Viele nette Details
Nein, wirklich realistisch ist Medal of Honor nicht. Dann wäre es unspielbar. Aber wir fanden viele kleine Dinge, die davon zeugen, wie genau die Entwickler die Arbeit der Tier-1-Kämpfer simulieren. Beispielsweise ladet ihr stets taktisch nach, ladet also eine Kugel in den Lauf, bevor ihr das Magazin wechselt. Somit habt ihr eine Patrone mehr zur Verfügung falls es brenzlig wird. Auch die teils kryptische Militärsprache wirkt sehr authentisch. Wir empfehlen: Synchro auf Englisch! Wirkt gleich doppelt authentisch!
Abwechslungsreiche Missionen
Ihr infiltriert nachts Bergdörfer, fordert Luftschläge an, bedient diverse Bordgeschütze oder wehrt euch gegen eine Offensive. Das passt wunderbar, setzt aber auch keine neuen Maßstäbe.
Das Rutschen in Deckung
Klingt komisch, ist aber eine wirklich tolle Funktion: Das Rutschen in Deckung. Wenn ihr sprintet und dann die Taste für Kriechen drückt, rutscht euer Alter Ego mit Schmackes auf dem Boden entlang - im Idealfall hinter eine schützende Deckung. Das geht schnell in Fleisch und Blut über und fühlt sich einfach gut an. Das dürfen andere Hersteller gern kopieren!
Tolle Akustik
Der Sound des Spiels ist herrlich kraftvoll, räumlich und mitreißend. Und auch der rockige Soundtrack passt wunderbar zur Bildschirmaction.
Das hat uns an Medal of Honor nicht gefallen:
Kurzer Umfang
Mit etwa sechs bis sieben Stunden Spielzeit ist die Solo-Kampagne von Medal of Honor leider arg kurz geraten. Da hilft auch der "Tier 1"-Modus nichts, bei dem ihr einzelne Missionen auf Zeit, mit extrahartem Schwierigkeitsgrad und nur einem Leben spielt. Skill-Kills bringen dabei wertvolle Sekunden. Doch durch das eher träge Gameplay wirkt das arg aufgesetzt. Hätten es hier nicht spezielle Level sein können?
Frust-Gefahr
Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad stellte das Spiel für uns kein Problem dar. Dennoch gab es ein paar Stellen, an denen wir wieder und wieder ins Gras bissen. Teils, weil nicht 100%ig klar war, was zu tun ist und teils, weil manche Stellen einfach etwas unfair gestaltet sind.
Technische Macken
Die Grafik des Spiels ist wirklich solide glänzt sogar hin und wieder mit toller Beleuchtung. Mindestens genauso oft fielen uns aber nervige Macken auf, etwa unscharfer Pixelbrei, weil Texturen zu spät nachgeladen werden oder merkliches Detail-Popup. Schlimmer noch: An einigen Stellen konnten wir in unserer Testversion die Skripte der Spielmechanik aushebeln. Als wir bei einer Sniper-Mission etwa einen gegnerischen Scharfschützen ausschalteten, bevor wir auf ihn hingewiesen wurden, war ein weiterer Spielfortschritt unmöglich.
Videogameszone-
Spielspaß-Wertung: 86 %
Grafik:8 /10
Sound:9 / 10
Multiplayer: -/ 10
Der erhoffte große Wurf ist Medal of Honor zwar nicht geworden, dennoch ist EAs Angriff auf den Platzhirsch Call of Duty ein wirklich unterhaltsames Erlebnis. Die Action ist packend, die Inszenierung und das Feeling sind erfreulich unverbraucht und bis auf einige arg simple Baller-Abschnitte bleiben die Missionen stets unterhaltsam und anspruchsvoll. Man merkt Medal of Honor aber an, dass die Entwickler unter Zeitdruck standen. Mehr Umfang und Feintuning hätten den Shooter sehr gut getan und ihn sicher in höhere Wertungskategorien befördert. Nichtsdestotrotz werdet ihr damit wirklich toll unterhalten. Und darauf kommt es uns an!
http://www.videogameszone.de/Medal-o...hwer-793789/2/
Gamers.at
wertung 87 %
MoHs singleplayer-experience can't match Infinity Ward's masterpiece, but DICEs Multiplayer part countervails that little shortfall pretty well. Bottom line: No Must-Have, but a good shooter nevertheless.
Games Master UK
Like Battlefield before it, Medal of Honor is an engrossing online shooter with an above-average campaign mode bolted on. As a result, it's a purchase you should only seriously consider if your console is hooked up to the intarwebs. On a wider scale though, this reboot thrusts Medal of Honor back into the spotlight, and for the first time in ages we can't wait to see where EA take the series next. [Dec 2010, p.68]
wertung : 85 %