in dem bereich habe ich auch schlimmes erlebt und ich denke ich kann mir auch vorstellen, was in machem amokläufer vorgeht...
ich war/bin schon immer der etwas rühigere typ, der lieber ein paar wenige gute freunde als zig kumpels hatte.
so zur 7-8 klasse musste ich die schule wechseln. voher auf der schule wie gesagt, hatte ich meine kontakte war aber auch definitiv nicht der klassenstar.
auf der neue schule kannte ich dann niemand, und hab dann versucht anschluss zu finden, aber wie gesagt ich war halt noch nie der aller kommuikativste der gern in der ersten reihe steht. zudem muss ich sagen, dass ich voher auf einer recht konservativen schule war, wodurch ich vieles nicht gewöhnt war. beispielsweise gerade kamen diese ganzen markenklamotten auf, bzw hatten die auf der neuen schule schon alle, wodurch ich etwas schief angeschaut wurde. dazu haben viele schon mit mädchen rumgemacht, was ich auf der alten konservativen schule bis dahin nicht erlebt hatte, etc...
gut wie gesagt, ich bin/war eher zurückhaltend, war damals (heute nichtmehr) sehr schmächtig, neu in der klasse, und vieles so nicht gewohnt. dazu kam dann dass ich auch aus heutiger sicht einige fehler gemacht habe, welche einfach aus meiner unsicherheit den anderen gegenüber zurückhaltend zu reagieren resultierten. ich hätte mich halt damals mehr versuchen müssen zu integrieren, wobei ich da auch vermutlich mehr unterstützung der lehrer und klasse hätte bekommen müssen, um meine eigene zurückhaltung/unsicherheit zu überwinden!
gut dann nach ein paar wochen/monaten ging dass dann los, einer hat mich gefragt in der straßenbahn über 2 sitzreihen hinweg ob ich DAVID (ein freund von mir und bekannter von ihm) kennen würde. ich antwortete ja. dann brach gelächter aus, und ich hab dann mitbekommen, dass er wohl meinte "bist du noch mit DAVID zusammen?". gut dann nach einem tag musste ich mir von jedme in der klassen anhören/die frage stellen lassen ob ich schwul wäre. und keiner wollte mehr neber mir sitzen etc...
so usw ging das dann bis ende der 10. klasse, wie schlimm das war brauche ich nicht zu schreiben, zum glück habe ich es hinter mir. wobei ich kaum körperlich gemobbt wurde, natürlich wurde man mal herumgeschubbst, aber eher selten, und wenn war das schlimme sowieso immer nur auf psyschichen ebene. es gibt nichts schlimmeres, als wenn nie jemand neber einem sitzen will, oder wenn die ganze klasse zu tuscheln und zu lästern anfängt wenn man nach vorne an die tafel muss etc.... die körperlichen wunden heilen sehr schnell, die psychischen dagegen nicht!
aus heutiger sicht hätte ich mich an hilfe wenden sollen, nur damals und eigentlich heute auch noch ist mir das peinlich gewesen, und ich hab die schuld an mir selbst gesucht, sodass ich dass immer alles in mich reingefressen hab. gut dazu kam, dass ich aus der alten schule usw einen privaten freundeskreis hatte und ein gutes verhältniss zu meinen eltern hatte, dadurch konnte ich mich auffangen, und hatte nur solange ich musste mit den idioten aus der schule was zu tun. allerdings , wie gesgat, war mir die sache sehr peinlich und ich hätte mich noch mehr als schwächling und versager gefühlt so hab ich das stets versucht zu verheimlichen. so wissen bis heute meine eltern und mein umfeld nicht was ich damals durchgemacht habe, wobei es vermutlich besser gewesen wäre, wennn ich es nicht sogut hätte verheimlichen können, und mir leute von außen geholfen hätten. und irgendwie will ich jetzt auch heute diese baustelle nicht wieder aufreißen, indme ich es meinen eltern / etc erzähle wobei, das bedürfnis deshalb auch diese kommentar scheinbar da ist.... ah ka...
gut dann kam die oberstufe , die ganzen versager sind alle mit realschulabschluss abgegangen. wir waren dann von 30 noch 10 leute, mit mir 2 jungs und 8 mädels. diese letzten wochen der 10. klasse waren dann die schönsten die ich auf diserr schule je hatte. als die ganzen idoten weg waren, hab ich mich super mit den mädels und dem anderen jungen verstanden. (wobei ich mit einigen auch so schon gut auskam, nur als die anderen idioten noch da waren, war es praktisch nicht möglich mich mit denen so zu kommunizieren).
gut, dann kam die 11 und die übrigen klassen wurden neu zusammgemicht. von meiner alten klasse, waren dann außer paar mädels mit denen ich mich gut verstanden hatte, keine mehr dabei, und ich war dann ein relativ normaler schüler der klassengemeinschaft.
mobbing hab ich dann zum glück seit dem nicht mehr erlebt!
dennoch bin ich mir sicher, dass diese 3 jahre mein leben verändert haben, ich bin heute immernoch zurückhalten , schüchtern und nicht so kommunikativ wie manch anderer, wobei dass jetzt kein problem ist, und auch oft vorteile hat, aber dennoch hat diese zeit narben hinterlassen, die man sein ganzes leben über behält....
ich hab übrigens, einen von damals vor kurzem auf ner party das erste mal wieder getroffen, und mich mit ihm lange und sehr gut unterhalten, und mich hat es wirklich sehr berührt, als er gesagt hat wie leid das es ihm tut, was sie damals getan haben und das, dass ihm als die schule vorbei war sehr schnell bewusst geworden ist.
genau hier liegt das problem, die leute merken erst wenn es zu spät ist, was sie einem angetan haben....