Was soll ich wählen? (Neuwahl in Hessen 2009)

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Fisker

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Hallo zusammen, ich hoffe der thread geht in Ordnung..

Ich hab ein Problem und zwar sind ja bald Neuwahlen in Hessen, nun weiß ich allerdings überhaupt nicht ob ich überhaupt wählen gehen soll (bin zum ersten mal Wahlberechtigt) und welche Partei ich dann wählen sollte...

Ich bin natürlich Demokrat aber sonst in allem ziemlich offen und es gibt ansätze bei so ziemlich allen richtungen und parteien die mir zusagen und die mich abschrecken:

z.b. CDU, ich halte die geplante Bildungspolitik mit freier Auswahl der Schulformen für richtig, ich bin für den ausbau des flughafens, jedoch hab ich mega schiss das roland koch eigenhändig wieder studiengebühren einführen wird (wie warscheinlich ist das wenn fdp und union die regierung bilden, kann mir das einer mit ahnung verraten?)

FDP, erst dachte ich marktliberalismus ist super, jetzt höre ich andere meinungen und denke wieder anders, keine ahnung ich weiß nicht ob ich die fdp gut oder schlecht finden soll

die grünen, ich finds sehr gut das sie gras legalisieren wollen aber sonst sagen die mir nicht wirklich zu

spd, ich glaube wenn man mich irgendwo einordnen würde wollen dann bin ich wohl am ehesten ein sozialdemokrat der alten schule aber die spd ist mir in den letzten jahren zu schwammig geworden in ihrer politik.. und die jahre unter schröder fand ich grausam, hab mir damals geschworen nie die spd zu unterstützen

die linken, sehr interessante partei und die meisten punkte finde ich gut: mindestlohn z.b., jedoch höre ich dann wieder andere meinungen, schaue dieses video

http://www.youtube.com/watch?v=6-eHdIPofVc&eurl

und denke wieder boah vllt sind die ja doch nicht so gut?! oder doch?

ich weiß nicht, ich bin eine sehr politisch interessierte person und wenn selbst mir die ideen fehlen was ich wählen soll dann kann doch etwas in unserer parteilandschaft nicht stimmen oder? ich schätze mal die meisten deutschen haben nicht halb soviel plan von politik wie ich und trotzdem entscheidet die masse schlussendlich über die regierung

macht das die wahl nicht irgendwie zu einer farce?


naja wie auch immer, den thread hab ich eigentlich nur gemacht um zu fragen ob es ebenfalls noch so politisch unentschlossene gibt wie mich..
außerdem frage ich mich in erster linie ob

1. unter der regierung von koch und fdp die studiengebühren wieder errichtet werden würden

2. das ich wählen sollte obwohl mich am ende keine der etabelierten parteien anspricht da eine nichtwahl extremistische parteien unterstützen könnte oder so

3. wenn punkt 2 wahr ist welche kleinpartei dann die sinnvollste wäre zu wählen.. ich hab gehört für uns internet user ist die piratenpartei ganz gut oder ich wähle die tierschützerpartei sollten die antreten denn für tierschutz bin ich ja sowieso
 
Bin zwar kein Hesse, aber ich stehe vor ähnlichen Problemen.

Manche Parteien sind für mich von vornherein ausgeschlossen, wie die CDU. Ich kann die Altkonservativen, gerade von der CSU nciht leiden, und eine Partei, die jemanden wie Schäuble frei walten lässt und sogar noch unterstützt, hat bei mir erstmal verspielt.

Die SPD ist wie du ausgedrückt hast sehr schwammig, man weiß nciht welche Position sie einnehmen. Was mcih aber stört, ist, dass die SPD gerne zum Mitläufer der CDU wird oder die CDU halbgar kopiert. Außerdem ist jetzt Müntefering zurück.

Die Grünen. Von den Erfindern des Dosenpfands habe ich immer den Eindruck, dass sie nciht wirklich was auf die Reihe kriegen können. Umweltschutz ist für mich nicht umbedingt das Hauptkriterium, nach dem ich eine Partei wählen würde. Insgesamt ist mir bei den Grünen auch der Kurs etwas zu unklar, das heißt was im Konkreten angestrebt wird.

Im Konkreten stehe ich also vor allem zwischen FDP und Linke. Obwohl ich eigentlihc mehr zur Linken tendiere, schrecken mich die Altkommunisten ab, die immer wieder mal irgendwas Dummes von sich lassen. Und wenn ich auf deren Studentenseite gehe und das erste, was mir auffällt, ein Banner mit dem Titel "Alternativen zum Kapitalismus entwickeln" ist, dann frage ich mich doch, ob die Kommunisten nciht doch noch zu einflussreich in der Partei sind. Ich denke wir brauchen mehr Soziales, ein gerechtes Bildungssystem, das sich jeder ohne Schulden leisten kann, und bin gegen den Überwachungswahn und für die Förderung der Grundlagenforschung, aber auf Kommunisten, die ihr eigenes Macht-Süppchen kcohen habe ich keine Lust. Und deshalb treffe ich die Entscheidung, ob ich Linke wähle, erst kurz vor der Wahl, nach hinreichender Analyse, wie die Situation in der Linken jetzt eigentlich aussieht.

Und dann halt die FDP. Zur freien Marktwirtschaft habe ich wohl eine ähnliche Geschichte wie du durchgemacht. Von der FDP glaube ich halt, dass einige dabei sind, die wirklich konsequent und effizient einen Staat oder ein Bundesland führen können, also einige Experten. Aber auf die Bildungspolitik kann ich mir keine richtige Meinung bilden. Wie gesagt bin ich gegen Studiengebühren und gegen Privatisierungen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die FDP trotzdem noch zusätzlich Geld in die Bildung investieren wird. Aber da kann ich mich auch sehr irren.


Weitere Meinungen wären sehr hilfreich. :)
 
ich werde die spd wählen. warum? weil ich das parteibuch habe... :lol:

habe mich mit den parteien bei der diesjährigen wahl nicht wirklich beschäftigt. zudem sind die zeiten, in denen ich versucht habe, andere von meiner politischen meinung zu überzeugen, lange vorbei. gut ist erst mal, dass man wählen geht... :-)
 
man wählt immer spd.
Richtig Genossen.das haben wir schon immer so gemacht und das bleibt auch immer so.

Aber im Ernst @Fisker: du hast die Probleme eigtl. ziemlich gut aufgezählt, ich kann dir eigentlich nur zu einer Partei die nichts zu sagen haben wird raten..... Piratenpartei,APPD, (sogar die PBC wäre eine annehmbare Alternative) etc. das ist zwar eine weggeworfene Stimme aber hauptsache eine Stimme gegen rechts alternativ eine eigene Partei aufmachen. Ich weiss es klingt nicht sehr positiv aber ich muss zugeben das die Lage immoment total bescheuert ist. Wäre die SPD was sie mal war würde ich zu dem Klassiker Rot/Grün greifen aber so ......
 
Gibt zu wenig Parteien in diesen Land, darum kann man nur das kleinere Übel wählen.

Kompetent ist zur Zeit eh keiner.
 
Der SPD fehlt einfach komplett der Killerinstinkt...wieso sollte ich ne Partei wählen, die es als einzige nicht schafft die eigenen Anliegen so oder so durchzuboxen.....
DAS ist nunmal Realpolitik und wenn ich nicht wissen kann, wann bei welchen SPDlern plötzlich die Gelder von gewissen Energiekonzernen öh....das Gewissen sich durchsetzt ist das ne verlorene Stimme....die Linke killt sich in Hessen wohl auch selbst..ne FDP die sich sklavisch an Koch kettet ist auch kaum wählbar.-...bleiben wohl nur die Grünen für aufgeschlossene linksdemokratische Wähler :-)
 
oh, da kamen ja doch noch ein paar kommentare, danke dafür

im mom denke ich echt daran eine kleinpartei zu wählen, piratenpartei gefällt mir ganz gut auch wenn ich einige dinge von denen zum glück nicht für durchsetzbar halte
 
Verstehe nicht so ganz wie man zwischen der FDP und den Linken schwanken kann. Unterschiedlicher geht es ja kaum. Wenn man ein wenig politisch interessiert ist müsste man auch wissen in welcher Richtung man sich politisch befindet (also eher links oder eher rechts). Die Wahl der Partei kann dabei dann Situationsbedingt variieren, aber in einem Atemzug zwischen FDP und Linken wechseln?
 
halte ich nicht für richtig, also ich lasse mich persönlich eh ungerne in dieses links/rechts gedenke einordnen, imo zählen am ende nur die menschen und die kann man auf konservativem wege glücklich machen und auch auf linkem, kann auch beides scheitern

ausserdem fühle ich mich beispielsweise trotz meiner eher linksgerichteten weltanschauung, der linkspartei im speziellen nicht sonderlich verbunden, so ist es vllt auch mit liberalen menschen die sich trotzdem nicht mit der fdp anfreunden können oder mit generell irgend einer partei
 
Verstehe nicht so ganz wie man zwischen der FDP und den Linken schwanken kann. Unterschiedlicher geht es ja kaum. Wenn man ein wenig politisch interessiert ist müsste man auch wissen in welcher Richtung man sich politisch befindet (also eher links oder eher rechts). Die Wahl der Partei kann dabei dann Situationsbedingt variieren, aber in einem Atemzug zwischen FDP und Linken wechseln?

geht locker
weil die fdp nicht "rechts" ist...sondern mehr oder weniger liberal.
und die linke für viele die aktuelle "echte" spd.....und linke parteien sind im normalfall auch liberal :)
( kann man hier natürlich streiten, bevor mich wieder wer mit stasi-vgl erschlägt)
wirtschaftlich werden die parteien wohl unterschiedlich sein, aber sie sind sich wohl in gesellschaftspolitischen fragen absolut einig...und....sie werden beide eine gewisse form der grundversorgung unterstützen...da kann man schon drüber nachdenken, abgesehen davon, dass sich cdu und spd in hessen aus vielen gründen weitaus mehr ausschliessen als bei der bundestagswahl ;-)
 
Früher hätte ich die SPD gewählt, aber heute sind die nicht besser als die CDU/CSU zusammen. Ein Haufen voller unwissernder Narren, wenn ich das mal so sagen darf. Daher bleibt für mich nur eins, die LINKE wählen.
 
c
d
u
is doch klar :-)
in hessen gäbe es da für MICH absolut keine diskussion (zumindest wenn man einige dämliche äußerungen kochs ignoriert ;-) ), studiengebühren sind doch gut!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Linke = Mist IMO, ein Riesenhaufen Idealisten, die noch der DDR nachtrauern

Grüne = Weitestgehend OK.

FDP = OK

SPD = Hmmm... Neee.

CDU = Auch OK.
 
Linke = Mist IMO, ein Riesenhaufen Idealisten, die noch der DDR nachtrauern
Ja, besonders im Westen bei den Linken ein Riesenproblem. Die sind quasi überlaufen von Ex-DDRlern.

Wieso wird dieser Quatsch eigentlich immer noch geglaubt? :-? Im Bund und in den ostdeutschen Ländern könnte ich diesen Vorwurf ja halbwegs verstehen, aber auf Länderebene im Westen? Da sind ja wohl weit mehr Ex-SPDler als alles andere in der Linkspartei.
 
Linksliberalismus? Kann man das essen?

nichts ist liberaler als z.B. Anarchie und mir kann niemand erzählen das Anarchie rechts ist sogar Wikipedia sagt das der "Individualanarchismus" eine Extremform der Liberalisierung ist (Man kann natürlich sagen das das wieder eine Sache ist die jeder reinschreiben kann aber im Ernst das müsste man eigentlich erkennen). Freiheit ist weder rechts noch links. So genug der Propaganda. Das die ganze Linke die DDR in Hessen wiederaufbauen will halte ich für übertrieben gehört aber auch in den anderen Thread.Wählen tu ich sie trotzdem nicht sind mir viel zu propagandistisch .... genau wie die anderen Parteien. -.- Und deswegen eine kleine Partei wählen. (wie du es anscheinend auch vor hast)
 
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