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L17: Mentor
was issn das?
Graue Wölfe (türkisch: Bozkurtlar) ist die Bezeichnung für Mitglieder der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (Milliyetçi Hareket Partisi, MHP), die 1961 durch Alparslan Türkeş gegründet wurde. Sie bezeichnen sich selbst auch als Ülkücüler (deutsch: "Idealisten"). Die deutsche Organisation dieser Partei ist die Deutsche Türkische Föderation, Teil der Europäischen Föderation der Türkischen Demokratischen Idealistenvereine. Allerdings begreifen sich auch Mitglieder des ATB oder unorganisierte Nationalisten als "Idealisten".
Herkunft des Namens
Der Name Graue Wölfe ist an ein mythisches Tier namens Bozkurt angelehnt, das entsprechend der Göktürken-Legende die türkischen Stämme aus Ergenekon im Altai-Gebirge in Zentralasien herausführte. Diese hatten sich nach der Niederlage gegen die Chinesen im 8. Jahrhundert dorthin zurückgezogen. Dieses mythische Tier spielt eine weitere bedeutende Rolle in der Geschichte der türkischen Völker: die Wölfin Asena ist Teil der historischen Abstammungslegende der Türken.
Selbstdefinition
Necdet Sevinç, ein Vordenker der MHP, charakterisierte in Ülkücüye Notlar ("Notizen an einen Idealisten") den Ülkücü folgendermaßen:
Ein Idealist ist in der Regel kein Mann des Denkens, sondern immer ein Mann der Tat (...) Alle Denkweisen, Handlungen und Meinungen, die von Handlungs- und Denkweise der Idealisten abweichen, sind ungültig.[1]
Ziele
Ziel der Grauen Wölfe ist eine sich vom Balkan über Zentralasien bis in die Volksrepublik China erstreckende Nation, die alle Turkvölker vereint (Panturkismus). Zentrum der von ihr beanspruchten Gemeinschaft aller Turkvölker ist eine starke, unabhängige und selbstbewusste Türkei.
Feindbilder
Als Synonym für die kurdische Untergrundorganisation PKK wird auf einschlägigen Webseiten der Begriff Babymörder verwendet. Als weitere Feindbilder sind Juden, Zionisten, Freimaurer, der Vatikan, Kommunisten, Griechen, Armenier, Perser und die USA zu nennen.[2][3]