In diesem Thread wird eindeutig zu viel mit Zahlen um sich geworfen. Muss irgendwie verlockend sein, da Zahlen ja so objektiv aussehen. Ich geh mal davon aus, dass keiner der Poster schon Erfahrung als Publisher oder Analyst hat (ich auch nicht) - trotzdem wird munter mit Halbwissen um sich geworfen, was ich nun gerne auch tun werde
Punkt 1:
Jede neue Generation hat bisher höhere Entwicklungskosten verursacht, der Trend existiert seit über 20 Jahren.
Punkt 2: Der Wii ist ein Phänomen für sich, da er technisch die letzte Generation vertritt, aber neue Zielgruppen anspricht.
Punkt 3: Es besteht bei grossen Titeln selten der Anspruch, dass diese die Kosten direkt wieder einfahren. Das Game Business ist wesentlich komplexer als "Entwickle ein Game, verkaufe es, wenn unter dem Strich was übrig bleibt, ist gut, sonst hast du verloren". Häufig geht es bei defizitären Projekten um Bekannmachung der Marke, der Konsole oder der Engine.
Punkt 4: Niemand zwingt die Publisher, Games mit aufwändigerer Technik (und höherem Entwicklungsbudget) zu unterstützen, trotzdem wird es getan.
Punkt 5: Klassische Strategien zum Auffangen der Kosten sind: Multititel, weniger neue IP's, frühzeitige Bekannmachung & Abklärung nach dem Bedarf.
Punkt 6: Der Markt wächst trotz Unkenrufen munter weiter.
Punkt 7: Niemand weiss, ob die Wii in einem Jahr noch erfolgreich ist (oder gar noch viel erfolgreicher als bisher)
Punkt 8: Software auf der Next Gen verkauft sich prächtig (zumindest auf 360)
Punkt 9: Es ist vollkommen üblich, dass Publisher zu Beginn einer neuen Generation Geld investieren. Das Geld wird gegen Ende der Generation wieder eingeholt.
Punkt 10: Es gibt offenbar einen Core Markt, den die Wii nicht bedienen kann. Wie gross dieser ist, muss sich noch zeigen.