Realismus oder doch lieber "die Kunst"? - Grafik

Was ist euch bei der Entwicklung der Grafik beim Videospielmarkt wichtiger?


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Phytagoras

L19: Master
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30 Aug 2005
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Was seht ihr lieber bei der Entwicklung von Videogames?
Den künstlerischen Aspekt eines Spieles oder doch lieber den des Realismus.

Man sieht momentan viele Games, die versuchen ein Abbild der Realität zu sein grafisch.
Ich persönlich hab dagegen nichts, doch frag ich mich manchmal, ob manche es richtig einzusetzen wissen.
Hab heute mal wieder PGR3 gespielt und ich muss echt sagen: "FUCK! Ich würde viel lieber zwischen den schön ausmodellierten Häuserblocks Shinjukus rumlaufen und ein Action-Adventure bestreiten, als dort rumzufahren!"
Gerade da fällt es mir auf, dass ich persönlich die Grafik "falsch eingesetzt" finde. Eine Art Yakuza oder Shenmue würden sich richtig dort anbieten, weil grade dort die Grafik einfach so einen schönen Realismusgrad aufweist.
In solche Games wird anscheinend dieser Realismusaspekt was Grafik betrifft nicht gesteckt.
Hier mal nen Beispiel, wie PGR4 Tokyo aussehen wird:

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Dann hingegen gibt es Spiele, die durch ihren künstlerischen Aspekt glänzen wie z.B. Okami oder SotC.
Man taucht dort in eine Welt ab, die man nicht kannte und lässt der Vielfalt freien Lauf. Es ist meiner Meinung nach nen anderes "Spielgefühl".

okami.jpg

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Also was ist für euch persönlich wichtiger? Ich persönlich möchte echt bei manchen Games einfach eine realistische Grafik haben. Als Beispiele hatte ich ja schon genannt, dass ich es gerne hätte, wenn Shenmue oder Yakuza so aussehen würde, wie es bei PGR Tokyo tut. Richtig schön realistisch, dass es die "Atmosphäre" der Wirklichkeit einfängt.
Und bei anderen Games möchte ich weiterhin den künstlerischen Aspekt. Sowas wie Okami fände langweiliger, wenn man nun nen echten Wolf mit FurShader und einer normalen Steppe spielen würde.
 
Ich find, man kann da nicht so pauschalisieren, kommt immer auf das Gesamtbild an. Wie du das schon richtig beschrieben hast :)
Oder auch aufs Genre, imo sollten Rennsimulationen schon realistisch aussehen, sonst würde einfach viel Reiz verloren gehen. Killer7 af der anderen Seite hätte ich mir mit nem realen Look mal überhaupt nicht vorstellen können, insofern kommt es halt immer drauf an.

Ich persönlich favorisiere aber das "künstlerische", mag bunte Sachen, Comiclook etc, steh da voll drauf ^^

:)
 
Beides ist schön, zT abhängig vom Genre. Sim Rennspiele, FPS Shooter zB. lieber realistisch. Ost RPGs lieber künstlerisch, Steam Punk, Sci-Fi genauso wie Jump n Runs.
 
was sollen die ganzen nintendo fans jetzt auch anderes antworten ausser "finde künstlerisch besser" ?? :-?
 
Hm, wie du bereits sagtest: Beides halt.

Es wird immer Spiele geben, die etwas simulieren wollen und so gut wie möglich versuchen werden die Realität darzustellen und spielbar zu machen.

Genauso wird es immer Fantasie, Ideen und fremde Welten mit ihrem eigenen Look geben.

Ich würde ehrlich gesagt bei einigen Spielen mal einen "Seitensprung" sehen, natürlich als Ausnahme.

Würde ein Zelda in einem Stadt-Setting @ 2007 funktionieren? Oder stellt euch vor in Call of Duty verirrt sich ein Soldat nach Hyrule...

Aber was sind eigentlich Spiele wie Halo oder Resident Evil für dich :-? Gehören die beide in die realistische Ecke, wegen dem Grafikstil, oder in die künstlerische, wegen der Wesen und Geschehnisse, die es in der realen Welt so nie geben wird? Als Beispiel kann man da den Master Chief oder die Zombies nehmen. Real weil sie eindeutig so aussehen, wie ein echter Sapce-Marine und Untoter aussehen würde, oder Kunst weil es sowas nicht gibt und das Design einem Entwickler zu verdanken ist?

@McRonald:
Schau einfach nach oben und sehe nicht immer nur das schlechte (nur um zu provozieren) :) .
 
was sollen die ganzen nintendo fans jetzt auch anderes antworten ausser "finde künstlerisch besser" ?? :-?

Billiger Seitenhieb, aber ich geh halt trotzdem mal drauf ein...

Wie gesagt, ist das auch teilweise vom Genre abhängig, da ich stark auf Jump n Runs, Adventures, Ost-Rpg's stehe, ist mein Urteil ja nicht allzu weit hergeholt :rolleyes:
 
@McBain

Mal abwarten. Viele davon haben ja auch ne 360 (wie ich z.B.).


Btw. ging es mir z.T. auch in meinem Post dadrum, dass z.B. einfach viele Entwickler ihre "Chance" verpassen. Wie gesagt. Ein Shenmue oder Yakuza in PGR-Grafik sähe mehr als fett und wirklichkeitsnah aus. Es würde die richtige "passende" Japan-Atmosphäre rüberbringen.
Und viele Games können dies irgendwie trotz realitätsnaher Grafik nicht tun.

Bei mir kam z.B. bei einem Gears of War nicht die Kriegsatmosphäre rüber, die die Entwickler wohl beabsichtigt haben, obwohl das Game toll und realistisch aussieht...



@Devil momentan würde ich zu RE5 sagen, dass es doch nen ziemlich realistischen Weg bzgl. Grafik einschlägt. Sieht schon sehr nach dem "Afrika" aus (wenns denn Afrika sein soll), dass man aus Dokus ausm TV kennt.
Es geht mir hier eher um den "Grafikstil", als um die äußeren Geschehnisse.
 
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was sollen die ganzen nintendo fans jetzt auch anderes antworten ausser "finde künstlerisch besser" ?? :-?

Wow, gratulation, nicht auf den Thread geantwortet und dafür wiedermal ne dicke Verallgemeinerung rausgehaun.
McBain du bist mein Held sowas schafft nicht jeder :o


Zum Thema:
Manche Spiele verlangen einen realistischen Stil: Rennspiele etc.
Ansonsten bin ich der Meinung, es muss zum Spiel passen.


Aber ein Zitat geb ich hier trotzdem noch mit:

Und wenn wir jedes Teilchen nachbilden können, dann werden wir verstehen, dass Realismus kein Stil ist
 
Und wenn wir jedes Teilchen nachbilden können, dann werden wir verstehen, dass Realismus kein Stil ist

Mag sein, aber dennoch kann man einfach z.B. das Nachtleben Shinjukus oder Akihabaras super finden.
Und wenn es dann richtig realistisch nachgeahmt wird von der Grafik her, wird man auch dies einfach super finden.
 
Wäre ich nicht so extrem müde, würde ich es ein wenig schöner ausschmücken:

Beides ist wichtig, aber es sollte net auf so einer hohen Leistung sein, dass die Spiele immer wieder verschoben werden und dann doch nur ein Failure sind. Ich mein, wir spielen Spiele und net die Grafik.
 
Bin jetzt auch viel zu müde -____-

Aber mal in kurz:

Realistische Grafik kann (wie schon oft gesagt) richtig genial sein. GTA, Shenmue etc. Kommt halt aufs Spiel an.
Ein GTA wäre mit einer Okami Grafik einfach nicht gut. -> Atmosphäre geht flöten.

Künstlerische Grafiken sind in Fantasyspielen vorallem richtig gut.
-> Okami, Eternal Sonata oder auch Zelda Wind Waker erzeugen durch die Grafik einen bestimmten Reiz.
 
Überflüssiger Thread. Es läuft so oder so darauf hinaus, dass die meisten beides als Antwort klicken, was auch richtig ist. Denn man kann es nicht verallgemeinern.
 
Ich hasse das Streben nach Realismus. Wird ohnehin nie erreicht, und Spiele sehen zudem immer befremdlicher aus, je näher man ihr kommt. Uncanny Valley und so.
 
Wie bei vielen Bereichen im Leben kann man hier auch nicht nach Schwarz und Weiß, Yin und Yang unterscheiden, es kommt immer auf das Spiel an, auf das Setting oder das was das Spiel ausdrücken will.

Bei den Stil von Gears of War oder Ut will ich kein Cel-Shading sehen, es wirkt so perfekt wie es ist, rabiat und böse, das was es ausdrücken will, aber Cel-Shadeing bei Zelda:TWW oder Jet Set Radio Future ist widerrum perfet.
Wie auch, aber genau im Gegensatz gehalten, bei Okami, egal wie es technisch ist, mit sein Bitmap Gras etc, aber für seine Art wie es ausdrücken soll ist es perfekt.

Die Beispielen die Phytagoras angebracht hat, die ich auch nachvollziehen kann, sprich mit den Detaireichtum von PGR3 bei Shenmue oder Yakuza einsetzen, muss man natürlich den Aufwand beachten den so ein Unterfangen mir sich bringen wurde.
Was mir persönlich aber ein wenig sauer aufstößt, auch wenn ich da wie es mir vorkommt alleine auf der ganzen weiten Welt bin, ist Bioshock und No more Heroes.
Bei Bioshock ist das Art-Design der Wahnsinn, die Detailverliebheit der Hammer, nur finde ich die Farben zu konstrastreich, zu Bunt für das Thema des Spiels, ist zwar nur ein kleiner Dämpfer im Gegensatz zu den wirklichen Vorzügen des Spiels, finde ich aber einfach unpassend.
Bei No More Heroes, wie soll ich sagen, Cel-Shading kann geil wirken, wirk für mich bei den Spiel aber viel zu Glattgestrichen und lieblos, spricht mich gar nicht an, aber was imho bei den Spiel richtig geil gewirkt hätte wäre ein Stil den die Zelda:TP Artworks vermittelt haben, also eine Mischung von Okami mit schärferen Konturen und Cel-Shading, das wäre der Hammer gewesen, aber so wie es jetzt aussieht wirkt es auf mich gar nicht.

Also, eingentlich stehe ich auf der künsterischen Seite, ich lieb es wenn Spiele eine eigene Welt kreieren, aber wiederrum freue ich mich wenn ein GranTurismo oder ein Taktikshooer immer realistischer wirkt, es kommt halt auf das Spiel an.......
 
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Der Designaspekt ist natürlich der viel wichtigere, deswegen sind die ganzen Kindergarten Diskussion um die bessere Grafik sowieso wayne...
Grafikpracht alleine ist crap ohne ein zünpftiges Design, Spiele wurden früher auch nicht gemacht um real zu wirken oder zu sein.
Es ergibt schon Sinn ein Spiel real zu gestalten wenn es sich um eine Simulation handelt bsw. GT aber sowas wie Okami oder SOTC ist Gott sei dank nicht real.
Hoffentlich wird die Wii bald viel mehr Cel Shading Spiele bekommen, ich finde den Stil einfach genial... XIII part2 comfirmed ^^.
 
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Diese Frage habe ich mir schon in der letzten Gen gestellt.:-P


Ich finde die künstlerische Grafik wichtiger. Spiele sollen nunmal nicht die Realität sein. Sonst bräuchte man gar nicht spielen.

Bei immer mehr Realismus ist auch fraglich, ob Shooter da noch in Zukunft Spaß machen werden. Man stelle sich nur mal einen Shooter ala Painkiller vor, der nicht von der Realität zu unterscheiden wäre. :confused3:

Wirklich weit weg davon sind wir ja nicht mehr (siehe die Human Head Präsentation von NVidia und man stelle sich vor, was danach kommt).


Künstlerische Grafik lässt einen besser in eine fremde/virtuelle Welt eintauchen. Hier können auch viel mehr Effekte benutzt werden. Das tolle hier ran ist meiner Meinung nach, dass sich die Welt stark von der echten Welt abhebt und so fasziniert. Es ist nichts Alltägliches, man kann richtig ins Spiel eintauchen und entflieht der Realität.


Allerdings wäre jetzt nur diese unrealistische Grafik auch nicht wirklich das gelbe vom Ei. Ein Max Payne zum Beispiel kann ich mir schwer mit einem anderen Grafikstil vorstellen. Hier passt auch dieses realistische Setting, zu dieser doch tragisch-traurigen Geschichte.
Ein Call of Duty oder ein Company of Heroes wäre mit einem anderen Stil einfach unvorstellbar.


Ich habe mal für Künstlerisch gestimmt. Ist für mich eben wichtiger. Das heißt aber nicht, dass Realismus unwichtig ist, nur eben bedenklich an dem Punkt, wenn man wirklich "Realismus" erreicht hat.
Wobei es eigentlich immernoch unreal wäre > auch unbedenklich (@Killerspieldiskussion).
...kompliziertes Thema:blushed:


Das Zeldabild von Kuchen_Chan flasht mich sehr viel mehr, als diese PGR4 Bilder oben.


btw. was hat dieser Thread mit dem War-Bereich zu tun?
 
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Wozu noch eine Diskussion, der Threadersteller hat ja schon alles gesagt ;)

Naja ein Mario oder Zelda Game sollte nicht zu realistisch sein, aber auch bei Racinggames fehlt mir inzwischen das alte Wohlfühlerlebnis, früher haben Daytona und Ridge Racer einfach nur geflasht, heute wird mir zuviel Realität geboten. Ich möchte in einem Videogame etwas sehen, was in der realen Welt so nicht existiert.

Angenommen ich hätte einen fotorealistischen Shooter, es würde mich erschrecken auf Menschen zu schießen. In jedem Genre sollte ein Funken künstlichkeit sein^^
 
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