Eins vorweg: ich habe diesen Thread aufmerksam verfolgt und jeden einzelnen Post gelesen, deshalb ist mir durchaus bewußt, daß das, was jetzt an Ausführungen meinerseits folgen wird, definitv schon teilweise von anderen genannt wurde. Nichtsdestrotz halte ich es für wichtig, dass ich nochmals auf die generelle Problematik der Zelda-Präsentation der diesjährigen E3 eigehe. Man möge mir verzeihen. ;-)
Was mir persönlich absolut nicht an der Zelda-Präsentation auf der Nintendo-PK gefallen hat, ist die Tatsache, daß man es versäumt hat,
das Feature, das SS als
Alleinstellungsmerkmal auszeichnen wird, vorzustellen.
Viele hier machen einfach den Fehler, daß sie die Steuerung eines Videospiels mit dem Gameplay desselben gleichsetzen. Damit ihr das nicht in den falschen Hals bekommt, bringe ich mal ein Beispiel:
Jeder sollte
"Mensch ärgere Dich nicht" kennen, oder?!?
Was ist denn das Gameplay (oder die Spielmachanik) von "Mensch ärgere Dich nicht"?
Nun, zunächst bleibt festzuhalten, daß es sich bei "Mensch ärgere Dich nicht" um ein simples Wettlaufspiel handelt:
wer zuerst seine Spielfiguren ins eigene (Safe-)Haus gebracht hat, gewinnt das Spiel.
Das Fortschreiten auf dem Spielfeld wird mittels Würfelwurf ermittelt; dabei kann es passieren, daß man eine gegnerische Spielfigur vom Spielbrett befördert; gewürfelt wird reihum. Soweit alles klar?
Was ist denn die "Steuerung" von "Mensch ärgere Dich nicht"?
Ich würde meinen, daß damit ist das Setzen der eigenen Figuren gemeint, sowie das Würfeln, welches letztendlich mit dem erstgenannten Punkt direkt in Verbindung steht.
Und wie, mag sich der geneigte Leser jetzt fragen, steht das alles in Zusammenhang mit der diesjährigen Zelda-Präsentation?
Nun, ganz einfach: Nintendo präsentierte uns einfach eine "neue" Art des Würfelns bzw. eine "neue" Art des Setzens unsere Spielfiguren, um im "Mensch ärgere Dich nicht"-Bild zu bleiben. Fand ich persönlich schon sehr enttäuschend...
"Neu" deshalb ich Anführungsstrichen, da sich schon durch frühere Aussagen Miyamotos erahnen ließ, daß sich das neue Zelda durch Motion-Control wird steuern lassen. Und diese Art der Steuerung sollte beileibe nun mal kein "AHA"-Erlebnis für diejenigen unter uns darstellen, die z.B. Wii Sports Resort, Red Steel2, Grand Slam Tennis oder Tiger Woods10 gespielt haben.
Ich (und wahrscheinlich viele andere) hatten eher auf die Päsentation eines neuen Spielbretts mit geänderten Regeln gehofft und wurden mit dieser Hoffnung im kalten Regen stehen gelassen.
Und somit wären wir bei der Zelda-Falle angelangt, in der sich Nintendo (meinerseits frech behauptet) derzeit befindet: was haben sie uns denn präsentiert, das SS einzigartig erscheinen lassen wird?
Den Grafikstil? Wohl kaum; den hatten wir schon. (Ich find ihn gut btw)
Eine "neue" Steuerung, die schon vorher "bekannt" war? Hmmm...
Und sonst?
Wo ist denn das oben schon erwähnte
Alleinstellungsmerkmal, das SS auszeichen wird?
Ich glaube ja, daß Nintendo einfach in einer verfickten Zwickmühle steckt: sie wollen neue Spieler hinzugewinnen, ohne alte zu verschrecken.
Bei einer Spieleserie, die mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel hat, wird dieses Unterfangen verdammt schwer.
Im Moment versuchen sie es über eine vereinfachte, um nicht zu sagen Casual-freundliche

, Steuerung, aber ob das der richtige Weg ist? Oder anders ausgedrückt: macht eine Motion-Control-Steuerung ein Spiel gleich tiefsinniger, spielenswerter, aufregender?
Ach, Kinners! Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, aber ich hab schon vier halbe intus und warte erst mal ab, was für geistreiche Repliken an dieser Stelle auf mich warten. Dann werd' ich mich auch wieder zu Wort melden, ich verspreche es!