Assassin's Creed: DirectX 10.1 bleibt entfernt
Als Ubisoft das PC-Spiel Assassin's Creed veröffentlichte, barg es eine technologische Neuerung: Support für DirectX 10.1, welches bisher von der Radeon-HD-3000-Serie sowie von der S3 Chrome 430 GT unterstützt wird. Erstaunlicherweise wurde diese neue Technik aber weder beworben, noch in Interviews hervorgehoben. Mit dem Erscheinen des Service Pack 1 für Windows Vista konnten dann die Benutzer allerdings die Vorteile der neuen Schnittstelle genießen - nach einem Test der PC Games Hardware brachte der neue Renderpfad eine höhere Performance sowie eine bessere Funktionalität der Antialiasing-Funktion.
Mit dem Patch 1.02 entfernte Ubisoft dann überraschend die Unterstützung für die neue Schnittstelle. Im offiziellen Forum gab ein Mitarbeiter an, dass die Implementation überarbeitet werden müsste. ("since we need to rework its implementation"). Laut offiziellen Aussagen wurde ein Renderpass beim DirectX-10.1-Pfad weggelassen.
In einem Interview, dass die PCGH nun mit einem Vertreter Ubisofts führte, war jedoch keine Rede mehr von einer "Überarbeitung" - der Renderpfad soll ganz entfernt bleiben. Dabei beruft sich das Unternehmen weiterhin darauf, dass die Implementierung der neuen technologischen Schnittstelle fehlerhaft war.
Diese Aussagen sind unter dem Gesichtspunkt, dass Assassin's Creed Teil des Nvidia-Programmes "The Way it's meant to be played" ist und der Tatsache, dass Nvidia zurzeit keine Grafikkarten mit DirectX-10.1-Unterstützung anbietet und dies auch in absehbarer Zukunft nicht tun wird, jedoch ziemlich merkwürdig, zumal den testenden Personen keine Verschlechterung der Bildqualität durch den neuen Pfad erkennen konnten - im Gegenteil: Durch den korrekten Einsatz von Antialiasing verbesserte sich sogar die Bildqualität - und die Performance stieg zusätzlich auch noch. Es bestand daher keine offensichtliche Notwendigkeit, den Support für den neuen Pfad zu entfernen.
Ubisoft entfernte den Pfad dennoch - vermutlich auf Druck Nvidias. Nach Informationen von HardOCP hat Nvidia Ubisoft mit 4 Millionen US-Dollar für Diversitäten unterstützt, was Ubisoft zu einer Entfernung dieses Renderpfads bewegen ließ. Mit sehr ungenauen Aussagen Ubisofts sowie die Tatsache, dass zwar kostspielig ein neuer technologischer Pfad programmiert wurde, aber dieser nicht beworben und auch keine "Fehler" in diesem behoben wurden, stützt Ubisoft diese Vermutung auch noch. So bleibt die nun endgültige Entfernung des Renderpfads sehr negativ behaftet.