Marvel VS. Capcom
„Pirnzip Chaos“ - So lautet die Idee hinter dem Beat’em Up „Marvel vs. Capcom 3“. In Hamburg stellte Capcom den Mitte Februar erscheinenden Prügler vor.
Wilde Rudel-Klopperei
Das Coolste an „Marvel vs. Capcom 3“ gibt eigentlich bereits der Name des Spiels selbst preis. Denn das Prügelspiel kombiniert Helden aus gleich zwei beliebten Franchises. In unserer Version tummelten sich 30 Figuren. Bis zum Release im Februar sollen noch weitere Helden dazu stoßen. Zum Vergleich: Der knapp zehn Jahre alte Vorgänger hatte mehr als 50 Recken zur Auswahl.
Das Arsenal im aktuellen „Marvel vs. Capcom“ reicht von Marvel-Figuren wie Spider-Man, Hulk, Super Skrull bis hin zu Capcom-Figuren wie Dante, Chun-Li oder Arthus aus „Ghost’n'Goblins“. Doch diese Ansammlung an geballter Schlagkrafft ist auch notwendig: Denn in „Marvel vs. Capcom 3“ kämpft ihr immer mit drei Helden gegen drei andere Figuren. Klassische Einzelkämpfe sind nicht möglich. Dadurch sind die Matches länger. Schließlich muss jede Figur des gegnerischen Teams besiegt werden.
http://www.youtube.com/watch?v=yYLJ5iYvitw&feature=player_embedded
Fingerspiele im Stakattotakt
„Marvel vs. Capcom 3“ sieht sich selbst nicht als beinhartes Core-Gamer-Spiel wie etwa „Street Fighter IV“. Vielmehr versucht Capcom diesmal, Gelegenheitsspieler und Comic-Freunde ins Boot zu holen. Daher bietet das Spiel zwei unterschiedliche Steuerungmodi an. Im Simpel-Modus benötigt ihr lediglich vier Knöpfe. Luft-Attacken funktionieren ohne das schnelle Übergreifen der Tasten. Und natürlich gehen Kombinationen halbautomatisch von der Hand. Allerdings hat der Simpel-Modus seine Grenzen: Laut den Entwicklern sind fortgeschrittene Angriffe hier nicht möglich. Wer sich also wirklich in die Materie einfuchsen möchte, ist über kurz oder lang verpflichtet, auf „Normal“ umzuschalten.
Hier gibt es vier Tasten – jeweils für leichte, mittlere und schwere Angriffe, sowie einen für den Uppercut zum Einleiten von Aerial-Combos. Jede Figur besitzt ein anderes Move-Set und andere Eigenschaften. Ein Hulk etwa ist ausgesprochen langsam, riesig groß, dafür aber mächtig stark. Dante aus „Devil may Cry“ besitzt laut den Entwicklern doppelt so viele Aktionen wie die übrigen Prügelknaben. Er kombiniert Schwertattacken mit flotter Revolver-Schwingerei. Das klingt jetzt kompliziert, funktioniert aber tadellos. Bei „Marvel vs. Capcom 3“ gilt das alte Prinzip: Drücke ein paar Tasten und etwas Geiles passiert.
Super-Attacken-Leckerbissen
Durch kleinere Aktionen ladet ihr den Special-Balken am unteren Bildschirmrand auf. Mit den entsprechenden Kombinationen löst ihr schließlich die toll inszenierten Super-Attacken aus: Der Bildschirm wird kurz schwarz. Die Kamera fährt dicht ans Geschehen. Und dann packen die Kollegen ihre schweren Geschütze aus. Iron Man etwa fährt eine riesige silberne Kanonen auf und ballert mit einem blauen Energiestrahl um sich.
Noch extremer fallen die Team-Kombos aus. Über die Schultertasten ruft ihr kurzzeitig einen eurer drei Kollegen in den Ring. Dieser zeigt dann seine zuvor ausgewählte Support-Aktion. Doch die Team-Angriffe sind noch eine Nummer härter. Denn dann lassen alle drei Kollegen auf einmal ihre Superkräfte spielen. „Marvel vs. Capcom 3“ entfacht wirklich ein Effektfeuerwerk auf dem Schirm. Blitze durchzucken das Bild. Überall kracht, bollert und blinkt es. Hier sollte sich jeder die Epilepsiewarnung genauer durchlesen.
Eine gesonderte Position nimmt der so genannte X-Faktor ein. Drückt ihr vier Tasten gleichzeitig, füllt sich der Energiebalken wieder bis in den gelben Bereich auf. Zudem sind die Figuren kurzzeitig schneller und resistenter gegen Attacken. In unserer Session stellte der X-Faktor gerade bei knappen Matches das Zünglein an der Waage dar.
System: PlayStation 3
Vertrieb: Capcom
Entwickler: Capcom
USK: ab 12 Jahren