Manhunt ist in meinen Augen zwar recht brutal, aber nicht ansatzweise so Brutal wie man es darstellen will.
1. Der Effekt des Gore-Voyeurismus(ein Spiel wegen der Gewalt zu zocken) lässt extrem schnell nach. Bei Manhunt probiert man die Stufe 2 und Stufe 3 Finishing moves nur 1-2 mal aus um zu gucken wie die Aussehen, danach benutzt man zu 95% nur noch den Stufe 1 Finisher da dieser am schnellsten zu machen ist.
Die Gewalt wird langweilig und man zockt das Spiel des Spiels willens und nicht der Gewalt willen.
2. Muss ich bei mir persönlich feststellen, das mich unnötige Film-Gewalt viel schlimmer trifft als unnötige Game-Gewalt.
Bei einem Spiel weiß ich zu 100% das sich das nur jemand ausgedacht hat und das niemals der Realität entspricht. Von überzogener Comic-Gewalt wie bei Dead Rising, Mad World und House of the Dead, usw. will ich erst gar nicht anfangen. Sonst müsste man die Simpsons wegen Itchy und Scratchy zensieren.
Filme wie Saw 2-25, Hostel und andere Machwerke sind in meinen Augen 100 mal schlimmer als jedes brutale Computerspiel.
Saw 1 habe ich noch geguckt und fand ihn gut, nah an der Grenze(imo) aber gut und spannend, die Nachfolger sind nur noch da um jedes mal noch brutalere Foltermethoden zu präsentieren . Hostel habe ich leider geguckt und bereue es bis heute. Da sind Szenen dabei("Auge"(für die die ihn kennen)), bei denen ich nicht nachvollziehen kann wie sich jemand so etwas angucken kann und sich dabei gut unterhalten fühlt.
Da schreit keiner, das Folter Kinofilme immer mehr werden und die das einzige Ziel haben sich gegenseitig mit noch mehr abstrakten Gewaltfantasien zu übertreffen.
Es scheint die neue Ausrede zu sein, das brutale Filme ja nur passiv sind und das man sie daher ja ungestört gucken kann ohne davon gewalttätig zu werden.
Ich werde mir in Zukunft mit Freuden in Spielen wie Gears of War Monster mit der Kettensäge zersägen und ihre auf dem Boden liegenden Köpfe zertreten ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Auf der anderen Seite jedoch werde ich Filme wie Hostel meiden, die mir die Perversion der Gesellschaft vor Augen führt die sich an Folter ergötzt und nach immer unübertriebeneren Darstellungen schreit, wenn ich weiß(und das ist eine Tatsache) das es so etwas in der Wirklichkeit genau so gibt. Es ist im Gegensatz zu dem Monstergeschnetzel Realität das Menschen auf brutalste Art und Weise verstümmelt und zur eigenen Belustigung Gefoltert werden.
Also zeigen mir diese Filme im Gegensatz zu Spielen eine Realität die sehr Wohl der Wahrheit entsprechen kann.
P.S.
Abschließend möchte ich noch auf das imo Brutalste Spiel zu sprechen kommen.
Postal 2
Warum es brutal ist??? Weil es eine unbequeme Wahrheit verbreitet.
Die eigentliche Aufgabe des Spielers ist es, seinen Gehaltscheck bei der Bank einzulösen und ne tüte Milch zu kaufen.
Hört sich nicht sonderlich Brutal an oder????
Aber der Entwickler hat dem Spieler die Möglichkeit gegeben nahezu alles zu tun was ihm gefällt.
Bsp 1. Nimm eine Schaufel und schlage einem Passanten den Schädel vom Kopf und spiel damit eine Runde Fußball.
Bsp 2. nimm einen Benzinkanister und spritze Benzin auf die Straße durch die gleich die Zirkusparade marschiert. und wenn der Elefant die Benzinspur erreicht hat zünde diese an und guck dir die Show an die der Elefant bietet wenn er Amok läuft und alles in seinem Weg vernichtet.
Spaßig???? Menschenverachtend????
Ja und ja.
Postal 2 ist das was der Spieler gerne möchte.
Eigentlich ist es dass langweiligste Game der Welt...
Wenn der Spieler es aber so will, ist es im Moment das brutalste Machwerk der Computergeschichte.
Eine Frage stellt sich mir dann aber.
Wer ist der schuldige??
Der Entwickler der es Ermöglicht scheiße zu bauen(ohne es im Spiel zu verlangen) oder der Spieler der ohne das er dazu aufgefordert wird Mord und Zerstörung sät??
Imo halten die Entwickler dem Spieler einen Spiegel vor die Nase.
