ich muss zugeben, der hatte nun n bisschen experimentcharakter der post weil ich deine reaktion sehen wollte
gibt mir aber gelegenheit meine meinung dazu bisschen genauer kundzutun *g
Erstens, dass is keine "linkspropaganda" das is nur meine verachtung gegenüber diesem typen. propaganda sieht anders aus.
Zweitens dann soll er sich nicht aufstellen lassen. man merkt doch dass er das nur gemacht hat um seine fans zu mobilisieren.....pure persönlichkeitswahl ohne wunsch auf politische mitgestaltung...dann hätt er sich halt nicht aufstellen sollen, ich als wähler käme mir nun jedenfalls getäuscht vor. und da überseh ich schon, dass jemand der die eu an sich ablehnt, konsequent gar nicht zur wahl antreten sollte....das hier is einfach ne doppel-strategie...gegen brüssel hetzen und gleichzeitig vom staat für wahlkampfkosten und durch eu-gehälter kassieren
Drittens ist Rechtspopulist genauso n gängiger Begriff wie Linkspopulist für n Chavez oder n Lafontaine zum Beispiel...sehe dass Problem nicht. Ist wie jede Zuschreibung natürlich verküzt, aber damit wird den Lesern halt ungefähr klar, was für ne Type da vor einen steht.....ansonsten dürfte man gar nicht mehr sagen, ob eine Partei eher konservativ, links,rechts,liberal,grün oder nationalistisch ist, weil diese Zuschreibungen verkürzt sind.
Wunder mich zwar, dass ich nun solche Begriffe irgendwie klarstellen muss aber ok.
Populisten sind Politiker, die sich heisser Themen annehmen beziehungsweise die eher unbequem sind und die dann in einer marktschreirischen und überzogenen Art und Weise vermarkten um somit zu einer politischen Marke zu werden ( geht bis zum Persönlichkeitskult wie z.B bei Jörg Haider ) und durch einfache Antworten auf brennende und komplexe Fragen, die eigenen Stimmen zu maximieren. Obwohl die Themen meistens überaus wichtig sind, steht der Entertainmenteffekt im Vordergrund und der betreffende Politiker, kann sich aufgrund seiner Monopolstellung auf Parolen stützen. Das jeweilige politische Establishment, im Normalfall die grösseren Parteien, versucht als Reaktion häufig, die "seriösere" Seite zu sein und den jeweiligen Populisten auszuschliessen. Das Problem dabei ist, dass der oft beleidigende und fast schon naiv simplifizierende Ton des jeweilgen Populisten, auch auf das Thema abfärbt und dazu führt, dass gewisse Themen noch mehr gemieden werden als vorher, weshalb Diskussionen noch mehr verunmöglicht werden.
Das betrifft dann Fragen wie Zuwanderung, soziale Gerechtigkeit, Reichensteuern und persönliche Sicherheit.
Alle diese Themen sind wichtig und mehr oder weniger bedeutungsvoll, aber sie bedürfen einer kritischen Debatte und eines seriösen Diskusrses. Da dauernd irgendwo Wahl ist, müssen manche Grossparteien fast schon dazu gezwungen werden sich ihrer anzuenhemn, aus Angst im Wahlkampf darauf reduziert zu werden und nen zerstörten Ruf zu haben. Populisten von links und rechts nehmen sich dieser Themen an, vereinfachen sie auf markige aber gut ankommende Parolen und führen so jahrelang Wahlkampf, da ihre Parteien normalerweise eh nie an der Macht sind. Wenn dise Parteien, dann mal an die Macht kommen, beziehungsweise an Regierungen beteiligt werden, stossen sie in 3 von 4 Fällen an die Grenzen ihrer Parolen, die in praktischen Sach- und Machtzwängen und in der Verfassung liegen und verlieren bisweilen einen grossen Teil ihrer Wähler. Siehe zum Beispiel die österreichische FPÖ in den beiden schwarz-blauen Koalitionen zu Anfang des Jahrtausends oder die niederländische Partei von Pim Fortuyn, deren Erbe Wilders quasi ist.
Die Themen derer sich Populisten annehmen sind oft richtig und wichtig, nur es geht ihnen selten um konkrete und realistisch umsetzbare Programme sondern um pure Aufmerksamkeit und Vereinfachungen und bisweilen auch auf Hetze, gegen Manager und Minderheiten. Populisten sind gut für die politische Welt um Paradigmenwechsel hervorzurufen, aber sie sind für normal nicht in der Lage irgendwas selber umzusetzen und bestehen bisweilen auch nur aus einer massiven Staubwolke um einen, so gut wie immer, berechtigen Kern Wahrheit der die Wähler eben auch besonders bewegt.
Das sind für mich Populisten....und Wilders ist für mich eben einer....einer von der rechten Seite des politischen Spektrums...also n Rechtspopulist.
Kleiner Auszug aus dem Parteiprogramm:
Austritt aus dem Schengener Abkommen.
Abschaffung des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission.
Keine neuen EU-Beitritte,
Verbot der Errichtung weiterer Moscheen und Koranschulen.
Keine medizinische Versorgung für illegale Einwanderer
Steuersenkungen durch weniger Abgaben an die Europäische Union, sowie Kürzung der Entwicklungshilfe
Erhöhung des Tempolimits.
Erhöhung der Gefängnisstrafen
Lebenslange Freiheitsstrafe nach drei Gewaltdelikten
Einführung von "Umerziehungslagern"
Typisch populistische Forderungen, von der politisch eher rechten Seiten....
und nun zum Abschluss
Viertens:...Termi ich muss mich doch sehr wundern. Du erklärst mir Jahr und Tag wie pöse verrucht der Begriff "rechts" in Deutschland ist und ich hab dir nun bereits mehrfach erklärt, dass ich das hier weitaus differenzierter sehe. Wenn ich sage Rechtspopulist bzw eine österreichische Zeitung, wie der Standard eine ist, ist das keine Beschimpfung sondern eine Bezeichnung. Ein Populist rechts der politischen Mitte...check ;-)
Und keine Ahnung was für Medien ihr habt, ich persönliche lese im Spiegel und in der Süddeutschen regelmässig die Bezeichnung Linkspopulist für Leute wie eben, Chavez und Lafontaine....passt halt perfekt auf die Populismuserklärung die ich oben abgegeben habe. Ich muss fast schon annehmen, dass du selber Opfer der von dir verhassten Medien geworden bist und nun schon selber ne Beschimpfung vermutest, wenn man jemanden als "Rechten" bezeichnet...was es in keiner Weise sein sollte, sondern ne Statusbeschreibung...muss ich hier nun ernst sagen, dass zwischen rechts, rechts-konsevrativ, recht-liberal, rechtsextrem und nationalsozialistisch n Unterschied ist ? Darüber sind wir doch weit hinaus
Ich sehe die kleine Auswahl da oben, + seine Zitate wie
Wilders schrieb:
"# "Der Kern des Problems ist der faschistische Islam, die kranke Ideologie von Allah und Mohammed, wie sie in dem islamistischen 'Mein Kampf' niedergelegt ist. […] Ich habe genug von dem Koran: Verbietet das faschistische Buch. Genug ist genug."
# "Wenn Mohammed heute noch leben würde, könnte ich mir vorstellen, dass ich ihn als Extremisten geteert und gefedert aus dem Land jagen würde." - "
und seine Aussagen zu Bulgarien und Rumänien, machen ihn zu nem populistischen Sicherheitsapostel, wie es sie nunmal im politisch rechten Spektrum gibt.
Ich sehe das Problem da echt nicht....wenn er nun von "eat the rich" und "enteignungen" labern würde, wäre er halt n Linkspopulist......
sollte nun ausreichend dargelegt sein,.... Rechtsextremist ist er keiner, dafür halt n Rechtspopulist...tut doch keinen weh und gehört zum politischen Spektrum aber richtige Lösungen sollte man von solchen Fraktionen nur in Ausnahmesituationen erwarten.....gute Ansätze zur weiteren Debatte gibts aber allemal ;-)