Enterprise...

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Also jetzt muß ich da mal meine Senf dazu geben:

Ich persönlich finde die neue Enterprise spätestens seit der 3. Staffel sehr gut. Und ich finde, daß sie tatsächlich auch eine "richtige" Enterprise-Serie ist.

Allerdings gibt es zwei Sachen, die mich gleichzeitig stören und auch wieder nicht.


1. In den bisherigen Serien war das Thema Sex eher ausgeblendet oder höchstens angedeutet. Aber in der neuen Enterprise kommt es jetzt recht dicke:

T'Pol im Ponfar, T'Pol halbnackt mit Trip, T'Pol küßt Sim usw.

Sogar die Schauspielering Jolene Blalock (T'Pol) äußerte einmal zu der Entwicklung besonders ab der 3. Staffel der Serie, daß auch "Arsch und Titten" keinen mangelhaften Handlungsbogen ersetzen können.

Fand ich aber unfair, weil gerade mit der 3. Staffel ein sehr spannender, straffer Handlungsbogen hineinkam.


2. In den anderen Serien waren die Führungsoffiziere eigentlich immer das Vorbild in Person. Captain Archer hingegen ist ein Mann, der auch vor Folter (wiederholt) und gar der Androhung von Mord nicht zurückschreckt.

Das Agieren der Darsteller besonders ab der 3. Staffel erinnert doch fatal an das Vorgehen ein George W. Bush und der Amerikaner gegen reale oder eingebildete Terroristen. Das hinterläßt einen sehr fahlen Beigeschmack.



Andererseits, sind es nicht genau diese beiden Dinge, die die neue Enterprise realistischer machen, "näher ans Leben" bringen? Denn es ist doch klar, daß eine Frau wie T'Pol - und dann noch eine von wenigen Frauen - Begehrlichkeiten bei der männlichen Crew weckt.

Und hat man nicht zumindest Verständnis für das Vorgehen eines Captain Archer? Dafür, daß er den Belangen Einzelner - und vor allen Dingen denen des Feindes - nicht mehr so hohe Bedeutung beimißt, beimessen kann, angesichts der Bedrohung der Auslöschung der gesamten Menschheit?

Gerade dieser Punkt macht die Serie kantiger, unangenehmer, aber eben auch realistischer. An einem Picard konnte man sich immer als Vorbild hochziehen, Archer ist "menschlicher", unbequemer, regt dadurch aber auch mehr zum Nachdenken an.

Ich möchte da nur an die Folge "Ebenbilder" erinnern. Mann, was war da alles drin: Ein Klon, Liebe, Tod, Mord(androhung), Gewissen, philosophische Fragen der Ethik usw.

Aber nicht so "abgehoben" gelöst wie es sicher bei TNG passiert wäre, sondern recht, recht real, ja brutal. Diese eine Folge hat mich schon mehr zum Nachdenken angeregt als so manche Staffel einer anderen Enterprise-Serie.

Ich würde eine Einstellung sehr bedauern, denn die "neue" Enterprise ist anders, ich war erst mehr als skeptisch, aber sie ist für mich ganz klar eine wahre Enterprise-Serie!
 
Die Charaktere sind der Höhepunkt von Enterprise, die Entscheidungen die Archer treffen muss um seinen Heimatplaneten zu retten (Wartet erst Azati Prime ab!) sind nachvollziehbar auch wenn sie moralisch anfechtbar sind.

Archer hasst sich selbst für die Dinge die er getan hat und Azati Prime ist sozusagen der Höhepunkt dieser Ereigniskette.

Die ersten 2 Staffeln von TNG waren auch nicht das wahre, Farpoint war ganz eindeutig der schlechteste Trek-Pilot den ich je gesehen habe und das Ende der 2. Staffel hat bei mit Gehirnschäden verursacht.

Der einzige wirklich tödliche Fehler von Enterprise war das das gesamte Prinzip für den Arsch ist. Es gabe NIE einen Moment in der Serie in der sie als Prequel funktioniert hat.

Die Erde wird angegriffen, halb Florida wird vernichtet und etliche Millionen Menschen sterben, die Starfleet trifft auf Ferengi, Borg und Romulaner und es gibt Phasenkanonen, Transporter etc.

Wenn man ein Prequel macht dann muss man so konsequent sein und auf ein paar Technologien verzichten die es in den anderen Serien gab und man sollte möglichst Spezies aus der TOS Ära benutzen (wie es in Staffel 4 der Fall ist) statt aufeinmal übermächtige Feinde zu erschaffen oder eine TNG Spezies zu benutzen.
 
Frenck:

Völlig d'accord mit Dir! Aber haben sie nicht in Carpenter Street einen - wenn auch schwachen - Versuch unternommen, diese Unstimmigkeiten auszuräumen?

So sagte doch der Mann aus dem 30. Jahrhundert Daniels, daß er noch gar nichts davon wisse, weil sich gerade jetzt erst die Zeitlinie verändere mit den aktuellen Ereignissen.

Ein Hinweis darauf, daß Archer nicht nur die Erde retten wird sondern damit auch die Zeitlinie korrigiert und es damit erklärbar ist, warum Kirk & Co von alledem nichts wissen?
 
Das würde aber nicht erklären warum die Enterprise diese ganze moderne Technologie wie Photonentorpedos, Phaser und Transporter hat. Sie wurde ja nicht aus der Zukunft ausgebessert wie die Xindi und die Suliban.

Am Unterhaltungswert der Serie ändern diese Kleinigkeiten nichts, aber es ist ärgerlich das uns diese Serie als Prequel verkauft wird das angeblich 100 Jahre vor TOS spielen soll obwohl die gesamte Technologie anbord der NX-01 Enterprise viel fortschrittlicher ist als die anbord der TOS Enterprise.

Ich hätte es toll gefunden wenn sie in dem Prequel keine Starfleet gehabt hätten, wenn sie keinen Bildschirm auf der Brücke gehabt hätten, keine künstliche Schwerkraft und vor allem keine Waffensysteme!
 
Ich muss Frenck rechtgeben mit der Technologie und Terminator muss ich auch recht geben mit dem "unabeghobener" sein der Serie.
Mir kam es stellenweise so vor, dass die zu sehr die Analogie zu den momentan vorherrschenden Situation suchten und somit, das alles zu "nah" war.
Z.B. die Namenswahl der "Suliban". Hört sich verdammt nach Taliban an ^^. Und ich glaube auch kaum, dass das ein Zufall ist. Die Suliban sind "Terroristen". Die Xindi spielen 11. September hoch 2365 (wie es so schön in Team America gesagt wurde) und die ganze Truppe hat eine Hau-Drauf Attitüde.
Wisst ihr was wirklich störend war an Enterprise? "Faith of the heart". Sorry, das passte aber garnicht ^^. Beim ersten anschauen/anhören kam man sich vor, man guckt "Roswell" oder sowas...
Aber ich sag Euch, wer wirklich Schuld an der ganzen Kacke ist:
GEORGE LUCAS! :shakehead2: :shakehead3:
Er ist Schuld an diesem Prequel-Scheissdreck. (Entschuldigt meine Ausdrucksweise). Keinen Arsch interessiert eine Prequel.
Das haben die Enterprise Macher auch "zu spät" bemerkt und den "temporalen kalten Krieg" erfunden, um sich Technologie aus der Zukunft "borgen" zu können (-->Daniels)
Vielleicht hätten sie einfach mal das Konzept weiter durchdenken sollen..

Und noch eine Frage: Die wollen WIRKLICH noch einen Film drehen? NACH DER KATASTROPHE in dem letzten Film? ;)
 
Es soll eine neue Trilogie kommen, 3 Prequels die nach Enterprise spielen und komplett neue Charaktere bieten.

Der 1. Krieg zwischen den Romulanern und der gerade frisch erschaffenen Föderation soll eines der Themen sein. Laut TOS gab es zu den Zeiten dieses Krieges noch keine Waffensysteme und Bildschirme, die beiden Parteien haben per Audio-Stream kommuniziert und sich mit Atomraketen bekämpft.

Ich kann mir nicht vorstellen das sie den Mut haben den Krieg so auf der Leinwand darzustellen.
 
Frenck:

Halt, halt! Also Photonentorpedos und Phaser müßte ich raussuchen, das weiß ich jetzt nicht. Aber den Transporter gab es schon zu dieser Zeit. Er wurde aber nur für anorganische bzw. nicht lebende Güter verwendet, da es zu viele Unfälle gegeben hatte.

In der ersten Staffel haben sie ihn dementsprechend auch nur in absolut lebensbedrohlichen Situationen benutzt. Jetzt vertrauen sie anscheinend dem Gerät zunehmend mehr.

Das fand ich noch halbwegs logisch und überzeugend aufgebaut.
 
Mein Problem mit dem ganzen ist ja nur das es nicht glaubwürdig ist das innerhalb der 100 Jahre die zwischen Enterprise und TOS liegen kaum ein Fortschritt zu verzeichnen ist. Man müsste diesen 100 Jahre Unterschied deutlicher veranschaulichen indem man Rückwärts geht statt weiter vorwärts zu gehen wie in den anderen Serien.

Transporter, Photonentorpedos, Phaser (sogar als Handwaffe!), ein Hauptbildschirm auf der Brücke und künstliche Schwerkraft. Das sind Dinge die es in einem Prequel nicht geben dürfte.

Anfangs hat das ja noch sehr gut geklappt, in den Anfängen der ersten Staffel hatte die Enterprise keine Phaser (sondern Pulswaffen) und keine Torpedos (sondern Raketen), die Handfeuerwaffen haben mit Projektilen gefeuert.


Es ist eine wundebare Serie mit sehr guten Charakteren aber es ist ein mieses Prequel...gewesen.

Die 4. Staffel hat ein paar sehr interessante Ansätze die im Prequel-Kontext funktionieren, die Einzelheiten werde ich nicht spoilern aber ich werde ein paar Beispiele geben.

- Es wird eine Episode geben in der die Vulkanier aus Enterprise durch einen Bürgerkrieg langsam zu den Vulkaniern werden die wir aus TOS kennen.

- Wir werden NICHT die Gründung der Föderation sehen, aber wir werden sehen wie die Gründerspezies (Vulkanier, Menschen, Andorianer) den Grundstein für die Gründung der Föderation legen.

- Wir werden die Tholianer sehen die in TOS vorgekommen sind.

- Wir werden die Gorn und die Orion Sklavenmädchen aus TOS sehen.

- Folgendes Bild stammt aus einer Episode der 4. Staffel:

6.jpg


In welchem Zusammenhang müsst ihr selbst rausfinden :D

- Es wird endlich eine offizielle Erklärung geben warum die Klingonen in TOS keine runzelige Stirn haben!

- Wir werden den Start der NX-02 sehen!
 
Frenk:

Ja, hast ja recht! Naja, wenigstens gibt es keine Traktorstrahlen ... ;)
 
Stimmt, das hat mich sehr positiv überrascht!

Der Enterhaken ist einfach eine geile Idee. Ich bin auch froh das es keine Schilde gibt auch wenn es bei den Kämpfen bisher nicht viele Unterschiede gemacht hat.

Mich freut das wir noch in Deutschland die 3. und 4. Staffel vor uns haben, die Absetzung wird dadurch ein wenig gemildert.
 
Star Trek wird zurück kommen ist nur eine frage der zeit...

Mir hat Enterprise als Idee gut gefallen nur war es für mich kein wirkliches Star Trek...

Häten die nicht die serie im 24. Jahrhundert nach Voyager spielen lassen können
 
Och Menno, ich will nicht, dass die serie eingestampft wird.
Auf Sat1 laufen ja gerade die Folgen, wo sie auf Azati Prime sind.Die erste davon war schon ziemlich geil und ich freu mich schon auf die nächsten.
 
Ab jetzt wird die Serie richtig gut, ich werde mir jede Folge angucken (habe ich zwar schon vorher aber egal).
 
:( :( :( ich kann mir die letzen folgen garnicht mehr ankucken weil immer näher dem ende kommt am 13.5 isses ja leider soweit :( :( :(
 
Wir können nur hoffen das das Finale am 13.5 angemessen wird!

Berman und Braga schreiben übrigens das Finale selbst, ich hätte mich eher gefreut wenn sie Coto die Ehre gelassen hätten aber man soll ja nicht meckern.
 
ich befürchte ja das es ein to be continued gibt und mehr nich .... und alles bleibt offen ... und die chance für nen kinofilm is ja auch fast gleich 0 :shakehead:
 
Die hatten für den Fall der Absetzung ein Script in der Tasche das jetzt anstatt des Staffel-Finales gefilmt wird. Das heißt wohl das es mit dem Rest der 4. Staffel wenig zu tun haben wird.
 
... das will ich ja auch mal hoffen ^^ so einfach in der luft hängengelassen werden ist schrecklich! das notfall script gabs wohl (leider) bei jeder season :neutral:

OT Wusstet ihr das das ZDF usw für jeden Prominenten einen Nachruf aufgezeichnet hat ... falls spontan einer stirbt das schnell gesendet werden kann. OT
 
astrogirl schrieb:
... das will ich ja auch mal hoffen ^^ so einfach in der luft hängengelassen werden ist schrecklich! das notfall script gabs wohl (leider) bei jeder season :neutral:

OT Wusstet ihr das das ZDF usw für jeden Prominenten einen Nachruf aufgezeichnet hat ... falls spontan einer stirbt das schnell gesendet werden kann. OT

Das muss man sich nur mal vorstellen, so ganz spontan :shakehead:

Da wacht man auf und ist tot.
 
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