JimmyRustler
L17: Mentor
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- 14 März 2005
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Ich sagte nicht dass ich in einem kleinen Betrieb arbeite. Ist auch egal wo ich arbeite, Fakt ist dass die Gewinne hoch sind. Und das nicht nur bei uns. Die Gewinnausschüttungen hat man österreichweit dieses Jahr auf 4-5 Millareden Euro beziffert wenn ich mich irre. Das sich eine höhere Lohnerhöhung ja so viele Betriebe nicht leisten können halte ich für Schwachsinn. Das ist ja genau das worauf sich die Arbeitgeberseite in ihrer ärmlichen Argumentation herausredet.Erstens kann ich nicht wissen in welchem Konzern zu arbeitest, daher weiß ich auch nicht was in deinem Fall "fair" ist. Meine Aussage betrifft die Big-Player der Stahlkonzerne. Zweitens haben wir in Österreich keine 4,2% Inflation. Drittens kann ich mir nicht vorstellen, dass ein derart kleiner Konzern (wenn 5,5% nur 3 Millionen zusätzlich kosten) 100 Millionen an die Firmenköpfe ausschütten kann.
Das würde bedeuten, dass alle Mitarbeiter zusammen jetzt 55 Mio. verdienen und die Führungsetage 100 Mio. Sorry aber irgendwas kann an deinen Zahlen nicht stimmen. Die größten Stahlkonzerne in Österreich haben alle sehr eng kalkulierte Bücher, besonders die zwei größten Konzerne AMAG (die defizitär ist) und Voestalpine (1,3%). Der Gewinn der Voestalpine würde bei konservativer Kalkulation durch 5,5% nahezu komplett aufgefressen werden, die 4,2% waren ein guter Kompromiss. Vielleicht ist es in deinem Fall nicht fair aber die meisten Arbeiter sollten damit ziemlich glücklich sein.
Kann ja gut sein dass manchen Betrieben eine solche Lohnerhöhung nicht schmecken würde, aber wegen deren schwachem Geschäft will ich nicht Lebensqualität einbußen. Einmal zu wenig Lohnerhöhung wirkt sich für mich bis zur Pension aus. Die Gewinne sind da, also sollen wir Arbeiter auch bitte was davon haben und nicht bei jedem Gang in den Supermarkt noch tiefer in die Tasche greifen.



