Das Kanu des Manitu
Eine Fortsetzung nach so langer Zeit, funktioniert das noch? Ich habe "Der Schuh des Manitu" damals sehr gefeiert und als ich ihn vor einigen Jahren noch mal gesehen habe, kann ich auch sagen, der Film und sein Humor funktioniert auch heute noch.
Aber das garantiert noch keine gute Fortsetzung und das Kanu des Manitu scheitert leider am Wesentlichem, dem Humor. Hier und da musste ich lachen, ab und zu schmunzeln. Aber ein Großteil der Witze zündet leider nicht und viele sind einfach nur schlechtere Abwandlungen aus dem ersten Teil.
Überhaupt fehlt dem Film eine wirklich neue Idee. Wieder gibt es eine Bande von Banditen, die im Vergleich zu Sky du Mont von einer deutlich weniger charismatischen Jessica Schwarz angeführt werden. Wieder gibt es die Streitereien zwischen Abahachi und Ranger, die sich leicht abgedroschen anfühlen, weil man den Ausgang jedes Dialog erahnen kann. Die wenigen Lieder im Film sind Welten hinter einem "Superperforator" und natürlich suche man das Kanu am Ende in einer Höhle. Wo auch sonst. Ach, und einen Zug gibt es auch wieder. Nur der sächselnde Sheriff bleibt mir positiv in Erinnerung.
Dabei zeigt sich wieder, Bully kann Cinematographie, der Bilder, die Kulissen usw. sind alle hochwertig, das Pacing ist gut. Der Film scheitert leider an den oben genannten Themen. Wirklich schade.
5/10
Time Trap
Ich bin immer für Geheimtipps zu haben, insbesondere, wenn es um Zeitreisen geht. Und Time Trap ist eine extrem ambitionierte Low Budget Produktion aus 2017, die es kostenlos auf YouTube gibt (Budget ca. 1 Mio. $).
Es geht um eine Gruppe Studenten, die ihren Professor in einer Höhle suchen, in der es der Legende nach einen Jungbrunnen geben soll. Dabei stellt sich schnell heraus, die Zeit vergeht in dieser Höhle anders als draußen.
Und was der Film aus dieser Prämisse und trotz seines begrenzen Budgets macht ist tatsächlich sehenswert. Zum einen wurden viele Szenen in einer echten Höhle gedreht, es gibt diverse Special Effects, die erstaunlich gut aussehen und die Schauspieler machen größtenteils einen soliden Job. Dazu bietet die Geschichte mehrere Twists und sie funktioniert trotz der Plotholes, die solche Geschichte fast immer haben. Leider braucht der Film zu Beginn einen Ticken zu lange, um in die Gänge zu kommen und überstürzt dann das Ende bzw. die letzten 15 Minuten. Dazu kommen einige etwas hölzerne Dialoge, aber insgesamt habe ich ihn gerne gesehen. Man spürt förmlich die zu großen Schuhe und Ambitionen hinter diesem Film und mit mehr Budget und insbesondere einem besseren Drehbuch hätte man hier noch mehr rausholen können.
6/10